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23.02.2026
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Merz und China: Wie der Kanzler Deutschlands wichtigste Wirtschaftsbeziehung aufs Spiel setzt

Merz und China: Wie der Kanzler Deutschlands wichtigste Wirtschaftsbeziehung aufs Spiel setzt

Fast ein Jahr im Amt – und kein einziger Besuch beim wichtigsten Handelspartner der letzten Dekade. Was Friedrich Merz sich bei seiner China-Politik leistet, grenzt an wirtschaftspolitischen Selbstmord. Während die deutsche Industrie von Krise zu Krise taumelt, während Standorte geschlossen und Arbeitsplätze abgebaut werden, gönnt sich der Bundeskanzler den Luxus demonstrativer Ignoranz gegenüber Peking. Erst jetzt, nach quälend langen Monaten des Schweigens, steht endlich die erste Chinareise an.

Politik durch Unterlassen – ein gefährliches Spiel

Die Chronologie der Merz'schen Staatsbesuche liest sich wie ein Lehrstück in Fehlpriorisierung. Paris, Warschau, Kiew, Tirana, Rom – alles abgehakt. Im Juni 2025 der obligatorische Antrittsbesuch bei Donald Trump, dann G7 in Kanada. Im Januar 2026 Indien, Anfang Februar die Golfstaaten. Alles wichtig, keine Frage. Doch ein Land fehlte konsequent auf der Agenda: China. Ausgerechnet jene aufsteigende Supermacht, die in 66 von 74 Schlüsseltechnologien weltweit führend ist, die den globalen Markt für Seltene Erden dominiert und ohne die weder Energiewende noch Hightech-Industrie funktionieren können.

Man stelle sich vor, ein mittelständischer Unternehmer würde nach seiner Ernennung zum Geschäftsführer monatelang seinen größten Kunden ignorieren. Er würde stattdessen Nebenkunden besuchen, Visitenkarten verteilen und Smalltalk halten – während der Hauptumsatzträger vergeblich auf einen Anruf wartet. In der Privatwirtschaft wäre ein solches Verhalten ein Kündigungsgrund. In der Bundespolitik nennt man es offenbar „Strategie".

Der fatale Kurs der Ampel wird nahtlos fortgesetzt

Besonders bitter ist die Erkenntnis, dass Merz damit exakt jenen Kurs fortsetzt, den er im Wahlkampf noch scharf kritisiert hatte. Die Ampel-Regierung unter Habeck und Baerbock hatte die China-Politik mit moralischer Überheblichkeit und strategischer Ahnungslosigkeit an die Wand gefahren. Eine belehrende Rhetorik, die offene Rede von „Entkopplung" und „Systemrivalität", eine sogenannte China-Strategie ohne jede operative Substanz – all das hatte über Jahre Vertrauen zerstört. Deutschland trat nicht als Partner auf, sondern als Besserwisser. Und wurde entsprechend behandelt.

Dass ausgerechnet Friedrich Merz, der sich als Wirtschaftskanzler inszenierte, diesen desaströsen Kurs nicht korrigiert, sondern durch demonstrative Ignoranz noch verschärft, ist ein politisches Versagen ersten Ranges. Es ist, als hätte man den Kapitän ausgetauscht, aber das Steuer in dieselbe Richtung verriegelt gelassen.

Auch das Kabinett glänzt durch Abwesenheit

Und als wäre die Untätigkeit des Kanzlers nicht genug, setzt sein Kabinett dem Ganzen die Krone auf. Außenminister Wadephul reiste im August 2025 zunächst nach Japan – ausgerechnet jenes Land, das als erklärter geopolitischer Gegenspieler Chinas wahrgenommen wird. Von dort ging es weiter nach Indonesien, wirtschaftlich für Deutschland von deutlich geringerer Bedeutung. China? Wieder ausgelassen. Auch Wirtschaftsministerin Reiche fällt durch bemerkenswerte Passivität auf. Keine wirtschaftspolitische Initiative, kein sichtbarer Dialog, keine industriepolitische Strategie gegenüber Peking. In einer Zeit, in der deutsche Unternehmen verzweifelt nach Orientierung und politischer Rückendeckung suchen, herrscht betretenes Schweigen.

In Peking wird diese Prioritätensetzung sehr genau registriert. Dort weiß man, dass solche Entscheidungen nicht zufällig fallen, sondern in enger Abstimmung mit dem Bundeskanzleramt getroffen werden. Es ist ein diplomatischer Affront, der Konsequenzen haben dürfte.

Derisking – aber gegen Deutschland selbst

Die wirtschaftliche Realität spricht eine brutale Sprache. Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einer tiefgreifenden Krise. Produktionsrückgänge, Standortschließungen, Investitionsstopps, massiver Stellenabbau – kaum ein Tag vergeht ohne neue Hiobsbotschaften. Und hier offenbart sich die bittere Ironie der Merz'schen China-Politik: Das viel beschworene „Derisking" findet längst statt – nur nicht gegenüber China, sondern gegenüber Deutschland selbst.

Unternehmen ziehen sich nicht aus China zurück, weil der chinesische Markt unattraktiv geworden wäre. Sie ziehen sich aus Deutschland zurück, weil Deutschland unberechenbar, moralisierend und strategielos geworden ist. Eine Politik, die sich im geopolitisch inszenierten China-Bashing profiliert, zahlt den Preis nicht selbst. Ihn zahlen Industrie, Mittelstand und Arbeitnehmer. Die internationalen Wettbewerber reiben sich derweil die Hände, während deutsche Weltmarktführer das sinkende Schiff verlassen.

China hätte in dieser Situation kein Allheilmittel sein können – aber durchaus ein tragfähiger Rettungsanker. Das Reich der Mitte hat in den vergangenen zwei Jahrzehnten maßgeblich zum deutschen Wohlstand beigetragen. Es hätte auch heute Teil der Lösung sein können. Doch diese Option wurde nicht einmal geprüft. Statt Dialog herrscht Schweigen, statt Strategie Abwesenheit.

Die späte Chance zur Kurskorrektur

Nach der Münchner Sicherheitskonferenz blickt Merz nun offenbar mit vorsichtigem Optimismus auf seine bevorstehende Chinareise. Die Konferenz habe erneut vor Augen geführt, wie sehr globale Stabilität von belastbaren Dialogformaten abhänge – gerade zwischen wirtschaftlich eng verflochtenen Akteuren. Für Merz biete sich nun die Gelegenheit, Handelsfragen, Investitionsbedingungen und strategische Abhängigkeiten offen anzusprechen.

Doch die entscheidende Frage bleibt: Hat dieser Kanzler überhaupt eine kohärente eigene Linie gegenüber Peking entwickelt? Eine Linie, die deutsche und europäische Interessen selbstbewusst definiert und nicht primär als Reaktion auf die Schwankungen der amerikanischen Politik unter Donald Trump verstanden wird? Die Skepsis ist berechtigt. Denn wer fast ein Jahr lang den wichtigsten Handelspartner ignoriert, der hat entweder keine Strategie – oder eine sehr schlechte.

Deutschland braucht keine moralische Selbstinszenierung auf der Weltbühne. Was dieses Land braucht, ist eine nüchterne, interessengeleitete Außen- und Wirtschaftspolitik. Eine Politik, die versteht, dass Außenpolitik heute immer auch Wirtschaftspolitik ist. Und dass Nicht-Handeln, Nicht-Reden und Nicht-Reisen ebenfalls Entscheidungen sind – mit sehr realen Konsequenzen für Millionen von Arbeitsplätzen und den Wohlstand einer ganzen Nation.

In Zeiten, in denen die Trumpschen Zollerhöhungen von 20 Prozent auf EU-Importe den transatlantischen Handel ohnehin massiv belasten, wäre eine kluge Diversifizierung der Handelsbeziehungen – und dazu gehört zwingend ein funktionierendes Verhältnis zu China – nicht nur wünschenswert, sondern überlebensnotwendig. Wer in dieser Lage seinen wichtigsten Handelspartner links liegen lässt, der spielt nicht nur mit dem eigenen politischen Schicksal, sondern mit der Zukunft Deutschlands.

Für Anleger, die angesichts dieser geopolitischen Unsicherheiten und der wirtschaftlichen Schieflage Deutschlands nach Stabilität suchen, dürften physische Edelmetalle einmal mehr als bewährter Anker der Vermögenssicherung in den Fokus rücken. Gold und Silber haben sich in Zeiten politischer Fehlentscheidungen und wirtschaftlicher Turbulenzen stets als verlässliche Wertaufbewahrungsmittel erwiesen – unabhängig davon, welche Fehler die jeweilige Regierung gerade begeht.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Anlageentscheidung sollte auf Basis eigener Recherche und gegebenenfalls nach Rücksprache mit einem qualifizierten Finanzberater getroffen werden. Für etwaige Verluste, die aus Anlageentscheidungen resultieren, die auf Grundlage dieses Artikels getroffen werden, übernehmen wir keinerlei Haftung.

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