
Milliarden-Investition abgelehnt: Wie eine hessische Kleinstadt Deutschlands digitale Zukunft blockiert

Es klingt wie eine Realsatire, ist aber bittere Wahrheit: Die Stadtverordnetenversammlung von Groß-Gerau hat ein privates Investitionsvorhaben in Höhe von rund 2,5 Milliarden Euro abgelehnt. Ein Rechenzentrum des US-Unternehmens Vantage Data Centers sollte in der hessischen Kleinstadt entstehen – mitten im Herzen der Rhein-Main-Region, einem der wichtigsten digitalen Knotenpunkte der Welt. Doch Bürgerproteste, grüne Ideologie und kommunalpolitische Mutlosigkeit haben das Projekt zu Fall gebracht.
SPD, Grüne und Linke vereint gegen den Fortschritt
Mit 18 zu 14 Stimmen fiel das Votum gegen das Rechenzentrum. Wer dafür stimmte? Einzig die CDU und die Kombi-FWG. Wer dagegen? SPD, Grüne und Linke – jene Parteien also, die sich sonst so gerne als Vorkämpfer für Arbeitsplätze, Digitalisierung und eine moderne Gesellschaft inszenieren. Die Ironie könnte kaum größer sein.
Das geplante Rechenzentrum hätte Teil der digitalen Infrastruktur der Rhein-Main-Region werden sollen, angebunden an den DE-CIX, einen der bedeutendsten Internetknoten weltweit. Es geht hier um nichts Geringeres als die Datenautobahnen der Zukunft: Künstliche Intelligenz, autonome Systeme, Cloud-Lösungen – jene Technologien, auf die Volkswirtschaften wie die USA und China setzen, um wirtschaftliche Stagnation zu überwinden. Deutschland hingegen behandelt solche Entwicklungen bestenfalls als Randnotiz.
Vorgeschobene Argumente und ideologische Scheuklappen
Die Begründungen für die Ablehnung lesen sich wie ein Lehrstück deutscher Bedenkenträgerei. Der geplante Standort hätte nur wenige hundert Meter von Wohngebieten entfernt gelegen, getrennt durch ein Industriegebiet. Dennoch dominierten angebliche Lärmbedenken die lokale Debatte. Die Grünen warnten vor „Wärmekorridoren" und sinkenden Immobilienwerten – Argumente, die man bei der Errichtung von Windkraftanlagen in unmittelbarer Nähe zu Wohnhäusern interessanterweise nie zu hören bekommt.
Und genau hier offenbart sich die ganze Doppelmoral. Wenn es um den Bau von Windrädern geht, wird das öffentliche Interesse routinemäßig über private Eigentumsrechte gestellt. Bürgerbeteiligung? Kaum mehr als ein beruhigendes Pflaster über reale, materielle Verluste. Doch sobald ein privates Unternehmen Milliarden investieren möchte, werden plötzlich Bedenken aus dem Hut gezaubert, die bei ideologisch genehmen Projekten keine Rolle spielen.
Steuereinnahmen zu gering, Arbeitsplätze zu wenig – Ausrede reiht sich an Ausrede
Die erwarteten Steuereinnahmen seien unzureichend, die potenziellen Arbeitsplätze zu gering – so lauteten weitere Rechtfertigungen. Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Eine Kommune mit 27.000 Einwohnern lehnt eine Investition von 2,5 Milliarden Euro ab, weil die Steuereinnahmen angeblich nicht hoch genug wären. In welcher Parallelwelt leben diese Kommunalpolitiker? Die Bürokratie hat sich derart tief in das deutsche Denken eingegraben, dass private Investitionen nicht mehr als Chance, sondern als Bedrohung wahrgenommen werden.
Deutschland – das gallische Dorf der Fortschrittsverweigerung
Während Frankreichs Präsident Macron 30 Millionen Euro in sein nationales „Silicon Valley" pumpt und US-amerikanische Privatinvestitionen solche staatlichen Initiativen um Hunderte Milliarden übersteigen, verharrt Deutschland in einer Wagenburg-Mentalität. Bürokratie und ideologisch motivierte Blockadepolitik nähren einen Provinzialismus, der das Land im internationalen Wettbewerb immer weiter zurückfallen lässt.
Der Fall Groß-Gerau ist dabei nur ein Symptom einer viel tiefgreifenderen Krankheit. Deutschland hat verlernt, Chancen zu erkennen. Statt Probleme zu lösen, lernen die Menschen, Regeln zu befolgen. Statt Zukunft zu gestalten, wird Veränderung als Last empfunden. Die Abstraktionsfähigkeit erodiert, echte Schwäche wird in moralische Überlegenheit umgemünzt. Man ist stolz darauf, Nein gesagt zu haben – ohne zu begreifen, was man damit verloren hat.
Ein Hoffnungsschimmer bei der CDU?
Bemerkenswert ist immerhin, dass die CDU in Groß-Gerau geschlossen für das Projekt gestimmt hat. Ohne die AfD im Stadtparlament agierte die Union hier tatsächlich eigenständig und wirtschaftsfreundlich – ein seltener Lichtblick in einer Partei, die sich auf Bundesebene unter Friedrich Merz zwar als Reformkraft inszeniert, aber mit dem 500-Milliarden-Sondervermögen gerade den größten Schuldenberg der deutschen Nachkriegsgeschichte auftürmt. Ob das Votum in Groß-Gerau ein Zeichen politischer Befreiung oder nur ein kommunaler Ausreißer war, bleibt abzuwarten.
Die bittere Bilanz
Was bleibt, ist ein verheerendes Signal an internationale Investoren. Wer Milliarden in Deutschland investieren möchte, muss damit rechnen, an einer Handvoll Kommunalpolitiker zu scheitern, die sich hinter Lärmschutzbedenken und Wärmekorridoren verschanzen. Während die Welt die digitale Infrastruktur der Zukunft baut, diskutiert Deutschland über Immobilienwerte in einer hessischen Kleinstadt. Es ist höchste Zeit, dass dieses Land den klimasozialistischen Starrsinn ablegt und beginnt, neue Geschäftsmodelle als das zu begreifen, was sie sind: Chancen für Wachstum, Wohlstand und eine Zukunft, die diesen Namen auch verdient.
Denn eines sollte jedem klar sein: Die Rechenzentren werden gebaut – nur eben nicht in Deutschland. Und mit ihnen wandern Arbeitsplätze, Steuereinnahmen und technologische Kompetenz ab. Aber immerhin bleiben uns die Wärmekorridore erspart.

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