
MSCI hält an Bitcoin-Firmen fest: Saylors Strategy bleibt in globalen Indizes

Eine Entscheidung, die in den Finanzkreisen für erhebliche Erleichterung sorgt: Der weltweit führende Indexanbieter MSCI hat nach monatelanger Prüfung beschlossen, Unternehmen mit großen Bitcoin-Beständen nicht aus seinen Flaggschiff-Indizes auszuschließen. Was zunächst wie eine technische Randnotiz klingen mag, hat weitreichende Konsequenzen für den gesamten Kryptomarkt – und wirft einmal mehr die Frage auf, wie traditionelle Finanzmärkte mit der digitalen Vermögenswelt umgehen sollten.
Der Hintergrund: Drohende Milliardenverluste
Die Nervosität in der Branche war greifbar. Seit MSCI Ende vergangenen Jahres ankündigte, sogenannte Digital Asset Treasury Companies (DATCOs) möglicherweise als fondsähnliche Gebilde einzustufen, schwebte das Damoklesschwert über Unternehmen wie Strategy – dem größten börsennotierten Bitcoin-Halter überhaupt. Die Logik dahinter erschien zunächst nachvollziehbar: Firmen, deren Vermögen zu mehr als 50 Prozent aus digitalen Assets besteht, ähneln eher Investmentfonds als operativen Unternehmen. Und Fonds werden traditionell aus den MSCI-Indizes ausgeschlossen.
Analysten hatten bereits düstere Szenarien an die Wand gemalt. Allein für Strategy wurden potenzielle Kapitalabflüsse von bis zu 2,8 Milliarden Dollar prognostiziert, sollte der Ausschluss tatsächlich erfolgen. Die Gesamtauswirkungen auf alle betroffenen Krypto-Treasury-Unternehmen hätten noch deutlich höher ausfallen können.
Massive Gegenwehr der Branche
Strategy und seine Verbündeten ließen sich jedoch nicht kampflos geschlagen geben. In einem offenen Brief an das MSCI Equity Index Committee argumentierte das Unternehmen scharf, dass ein Ausschluss allein aufgrund der Vermögenszusammensetzung „fehlgeleitet" und „willkürlich" sei. Die Kernbotschaft war unmissverständlich: DATCOs sind operative Unternehmen, keine passiven Fonds, und sollten nicht ausschließlich nach ihren Bitcoin-Beständen in der Bilanz beurteilt werden.
Branchenkoalitionen wie „Bitcoin For Corporations" mobilisierten zusätzliche Unterstützung und warnten vor den destabilisierenden Auswirkungen auf die Indexneutralität. Der Druck zeigte offenbar Wirkung.
Die Entscheidung: Status quo bleibt erhalten
MSCI räumte ein, dass institutionelle Investoren durchaus Bedenken geäußert hätten, wonach einige dieser Unternehmen Investmentfonds ähneln würden. Gleichzeitig betonte der Indexanbieter jedoch, dass eine klare Unterscheidung zwischen investitionsorientierten Einheiten und operativen Unternehmen, die digitale Vermögenswerte als Teil ihres Kerngeschäfts halten, weitere Forschung und Marktinput erfordere.
Das Ergebnis: Alle derzeit in MSCI-Indizes enthaltenen DATCOs bleiben dort, solange sie die bestehenden Zulassungsvoraussetzungen erfüllen. Statt voreiliger Ausschlüsse plant MSCI nun eine breitere Konsultation zur Behandlung nicht-operativer Unternehmen.
Märkte reagieren euphorisch
Die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten. Die Aktien von Strategy sprangen im nachbörslichen Handel um mehr als sieben Prozent nach oben. Die Erleichterung war förmlich spürbar – das strukturelle Marktrisiko durch indexgebundene passive Verkäufe ist vorerst gebannt.
Für Anleger, die in diesem volatilen Umfeld nach Stabilität suchen, bleibt jedoch eine grundlegende Wahrheit bestehen: Während digitale Assets und die sie haltenden Unternehmen weiterhin regulatorischen Unsicherheiten ausgesetzt sind, bieten physische Edelmetalle wie Gold und Silber eine zeitlose Alternative zur Vermögenssicherung. Als Beimischung zu einem breit gestreuten Portfolio können sie gerade in Zeiten erhöhter Marktvolatilität einen stabilisierenden Anker darstellen.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist selbst für seine Investitionsentscheidungen verantwortlich und sollte vor einer Anlageentscheidung eigene Recherchen durchführen oder einen qualifizierten Finanzberater konsultieren.
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