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Kettner Edelmetalle
09.02.2026
07:10 Uhr

Nordsee-Gipfel: Wenn politische Luftschlösser auf die raue Wirklichkeit treffen

Kaum war die Tinte unter der gemeinsamen Erklärung des dritten internationalen Nordsee-Gipfels getrocknet, da zerbröselte das sorgsam inszenierte Narrativ bereits wie Sandburgen bei Flut. Die Bundesregierung unter Kanzler Friedrich Merz hatte in Hamburg vollmundig versprochen, Offshore-Windkraft werde den Strom für deutsche Verbraucher endlich bezahlbar machen. Doch die Realität, sie spricht eine gänzlich andere Sprache.

Große Worte, kleine Taten: Die Gipfel-Rhetorik im Realitätscheck

Fünf Nordsee-Anrainerstaaten, Luxemburg und sogar die NATO saßen am Verhandlungstisch. Wirtschafts- und Energieministerin Katherina Reiche beschwor Sicherheit, Resilienz und die Befreiung von Abhängigkeiten. Das klang nach Aufbruch, nach Zukunft, nach Lösung aller Energieprobleme. Bis zu 100 Gigawatt vernetzter Erzeugungsleistung sollen es werden – eine Zahl, die beeindruckt, solange man nicht genauer hinschaut.

Denn genau hier offenbart sich der fundamentale Denkfehler der politischen Planer: Die Nordsee ist kein Schachbrett, auf dem man beliebig Figuren verschieben kann. Wenn über der Nordsee Flaute herrscht, dann herrscht sie großräumig. Die vielgepriesene gegenseitige Unterstützung der Anrainerstaaten wird zur Farce, wenn alle gleichzeitig im Windschatten stehen. Nicht die installierte Leistung zählt, sondern die verlässlich gelieferte Energie – ein Unterschied, den die Politik beharrlich ignoriert.

Die Branche schlägt Alarm – und greift nach dem Steuerzahler

Nur einen Tag nach dem Gipfel platzte die Blase endgültig. Die deutsche Offshore-Windbranche meldete sich mit einer Warnung zu Wort, die es in sich hatte: Das Ziel von 30 Gigawatt bis 2030 sei klar in Gefahr. Der schleppende Netzanschluss bremse Projekte aus, und eine Auktion im August 2025 endete mit einem Desaster – kein einziges Gebot ging ein. Nicht eines!

Was folgte, war so vorhersehbar wie das Amen in der Kirche: Die Verbände forderten eine Reform der Vergabe. Flächen sollen nicht mehr nach dem höchsten Gebot vergeben werden, sondern nach anderen, weniger transparenten Kriterien. Übersetzt heißt das: Der Staat soll auf Milliarden verzichten, während die Betreiber ihre Gewinne behalten. Das Risiko wandert zum Steuerzahler, die Rendite bleibt privat. Ein Geschäftsmodell, das man nur als dreist bezeichnen kann.

Feste Strompreise nach britischem Vorbild – der nächste Griff in die Staatskasse

Noch weiter geht der Ruf nach festen Strompreisen, angelehnt an das britische Modell. Liegt der Marktpreis unter dem garantierten Niveau, soll der Staat die Differenz ausgleichen. Liegt er darüber, fließen zwar Überschüsse zurück – doch das Grundrisiko bleibt beim öffentlichen Budget. Der Staat garantiert Renditen und schultern gleichzeitig die Systemkosten. Und am Ende? Steigen die Strompreise trotzdem, weil die Sicherungsmechanik Milliarden verschlingt.

Das Gipfelversprechen „bezahlbar" wird damit zur hohlen Phrase. Wer zusätzliche Subventionen verlangt, rechnet offensichtlich nicht mit sinkenden Kosten.

VKU-Kritik: Mehr Gigawatt bedeutet nicht automatisch billigeren Strom

Am 28. Januar legte der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) nach und zerlegte den Ausbaukurs mit chirurgischer Präzision. Die Kritik richtete sich nicht gegen Klimaschutz an sich, sondern gegen die naive Gleichung „mehr Gigawatt gleich billiger Strom". Unter den heutigen Bedingungen könne mehr Offshore-Leistung die Systemkosten sogar erhöhen, warnte der Verband.

Ein besonders pikantes Detail: Je enger die Windparks auf See stehen, desto stärker wirken sogenannte Wake- oder Verschattungseffekte. Vordere Turbinen entziehen dem Wind Energie, bevor er die hinteren erreicht. Studien der Technischen Universität Dresden berichten von Ertragseinbußen bis zu 30 Prozent in ungünstigen Szenarien. Der Preis pro Megawattstunde steigt, obwohl die installierte Leistung auf dem Papier wächst. Ein klassischer Fall von Milchmädchenrechnung auf höchster politischer Ebene.

Das Nadelöhr an Land: 6000 Kilometer Netzausbau fehlen

Selbst die Internationale Agentur für Erneuerbare Energien (IRENA) bestätigt in ihrem Kostenreport für 2024, dass Offshore-Wind zuletzt wieder teurer wurde – wegen Finanzierungskosten, Lieferkettenproblemen und steigenden Netzanforderungen. Doch das eigentliche Nadelöhr liegt an Land: Ohne Übertragungs- und Verteilnetze bleibt der schönste Offshore-Strom wertlos.

Laut VKU hinkt der Netzausbau seit Jahren hinterher – um rund 6000 Kilometer gegenüber den Ausbauplänen. Die Politik produziert also erst Anlagen und sucht dann verzweifelt nach Wegen, den Strom irgendwie durchs System zu drücken. Das ist keine Energiewende, das ist planwirtschaftliches Chaos mit grünem Anstrich.

Drei Tage reichten für die vollständige Ernüchterung

Der Nordsee-Gipfel offenbarte damit vor allem eines: Die Regierung redet über Ziele, während Verbände und Betreiber die Bremsklötze benennen. Innerhalb weniger Tage konterkarierten Branche und VKU die Botschaft aus Hamburg. Das wirkt besonders bitter, weil offenbar keine saubere Abstimmung mit der wirtschaftlichen Realität stattfand – oder man die Warnungen bewusst ignorierte.

Die Filmtitel „Vom Winde verweht" und „Denn sie wissen nicht, was sie tun" drängen sich als treffende Beschreibung geradezu auf. Ohne Netze, ohne realistische Ertragsannahmen und ohne klare Kostentransparenz wird Offshore-Wind nicht zur Preisbremse, sondern zum Preistreiber. Stattdessen droht eine neue Runde Umverteilung – weg vom Markt, hin zum Staat, und damit letztlich zu den Verbrauchern, die ohnehin schon unter den höchsten Strompreisen Europas ächzen.

Gold als Stabilitätsanker in unsicheren Zeiten

Während die Politik weiter an ihren Luftschlössern baut und der deutsche Bürger die Zeche zahlt, suchen immer mehr Menschen nach verlässlichen Wegen, ihr Vermögen zu schützen. In Zeiten, in denen staatliche Versprechen schneller zerbröseln als Sandburgen bei Flut, erweisen sich physische Edelmetalle als bewährter Stabilitätsanker. Gold und Silber kennen keine Subventionsversprechen, keine politischen Wendungen und keine Netzausbauprobleme – sie bewahren seit Jahrtausenden ihren Wert, unabhängig davon, welche Regierung gerade am Ruder ist.

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