
Nordstream-Sabotage: CIA-geschulte Ukrainer als Drahtzieher enttarnt – und Berlin wusste Bescheid?
Es ist eine Geschichte, die an einen Agententhriller erinnert – nur dass sie sich offenbar tatsächlich so zugetragen hat. Mehr als dreieinhalb Jahre nach der Sprengung der Nordstream-Pipelines in der Ostsee im September 2022 wollen zwei Investigativjournalisten nun die Verantwortlichen identifiziert haben. Und die Erkenntnisse, die in ihrem neuen Buch „Die Sprengung" dargelegt werden, haben es in sich: Hinter dem wohl folgenschwersten Sabotageakt gegen europäische Energieinfrastruktur sollen zwei ehemalige ukrainische Geheimdienstagenten stecken, die zuvor vom amerikanischen Auslandsgeheimdienst CIA ausgebildet worden waren.
Keine staatliche Operation – aber mit Geheimdienstnähe
Die Autoren Oliver Schröm und Ulrich Thiele zeichnen in ihrem Werk ein Bild, das weder die einfache Erzählung einer russischen Selbstsabotage noch die eines direkten staatlichen Auftrags bedient. Vielmehr soll es sich um eine kleine, weitgehend eigenständig agierende Gruppe gehandelt haben, angeführt von zwei Männern mit tiefgreifender nachrichtendienstlicher Erfahrung. Diese beiden Drahtzieher hätten der aktuellen ukrainischen Regierung unter Präsident Wolodymyr Selenskyj sogar kritisch gegenübergestanden. Der Grund: Als Selenskyj 2019 mit einem Entspannungskurs gegenüber Moskau ins Amt kam, wurden die beiden Agenten, die zuvor Operationen gegen prorussische Kräfte in der Ostukraine durchgeführt hatten, kaltgestellt und sogar staatlich verfolgt.
Das Motiv? Ukrainischer Patriotismus in seiner radikalsten Form. Man habe Russland sein mächtigstes wirtschaftliches Druckmittel im Krieg gegen die Ukraine entreißen wollen. Eine Logik, die aus ukrainischer Perspektive durchaus nachvollziehbar erscheint – die aber für Deutschland und ganz Europa verheerende Konsequenzen hatte. Denn mit der Zerstörung der Pipelines verlor Deutschland nicht nur eine zentrale Energieversorgungsader, sondern auch jeglichen Verhandlungsspielraum in der Gasfrage.
Die CIA: Erst Unterstützung, dann Warnung?
Besonders brisant ist die Rolle des amerikanischen Geheimdienstes. Laut den Recherchen der beiden Journalisten soll die CIA den Drahtziehern zunächst Unterstützung angeboten haben. Erst als der niederländische Geheimdienst von dem geplanten Anschlag Wind bekommen habe, sei Washington umgeschwenkt und habe eine Warnung an die europäischen Partner herausgegeben. Man muss sich diese Chronologie auf der Zunge zergehen lassen: Der mächtigste Geheimdienst der Welt soll zunächst eine Operation unterstützt haben, die sich gegen die kritische Infrastruktur eines NATO-Verbündeten richtete – und erst dann zurückgerudert sein, als ein anderer Dienst davon erfuhr.
Selenskyj selbst soll über die konkrete Operation nicht informiert gewesen sein. Ihm hätten lediglich vage, unkonkrete Informationen vorgelegen. Ob man dieser Darstellung Glauben schenken mag, bleibt jedem selbst überlassen. In der Welt der Geheimdienste ist plausible Abstreitbarkeit schließlich kein Zufall, sondern Methode.
Berlins Versagen: Warnung erhalten, nichts unternommen
Was die Angelegenheit für deutsche Bürger jedoch besonders unerträglich macht, ist die mutmaßliche Rolle der damaligen Bundesregierung unter Olaf Scholz. Wolfgang Schmidt, seinerzeit Kanzleramtschef und damit auch für die Koordination der Geheimdienste zuständig, soll vor dem Anschlag eine sehr konkrete Warnung durch den niederländischen Geheimdienst erhalten haben. Eine konkrete Warnung – und dennoch geschah offenbar nichts, um die für Deutschland lebenswichtige Infrastruktur zu schützen.
Noch schwerer wiegt der Vorwurf, Schmidt habe nach dem Anschlag seine Medienkontakte gezielt eingesetzt, um die Ukraine als Verantwortliche darzustellen – mit dem Kalkül, Waffenlieferungen an Kiew politisch zu torpedieren. Die Autoren werfen dabei mehreren Journalisten enge Verbindungen zum Kanzleramtschef vor. Namentlich genannt wird der Zeit-Journalist Holger Stark, der die Vorwürfe umgehend auf LinkedIn zurückwies und die Darstellungen als „grundfalsch" bezeichnete.
Ein Muster des Versagens
Unabhängig davon, ob sich jedes Detail der Recherchen als zutreffend erweisen wird, offenbart die Nordstream-Affäre ein erschreckendes Muster: Eine Bundesregierung, die trotz konkreter Geheimdienstwarnungen die eigene Infrastruktur nicht schützt. Ein Kanzleramt, das im Nachgang möglicherweise Medien instrumentalisiert, um innenpolitische Ziele zu verfolgen. Und eine Justiz, die nach über drei Jahren noch immer keinen einzigen Verantwortlichen vor Gericht gebracht hat.
Für den deutschen Steuerzahler, der die explodierenden Energiekosten seit 2022 aus eigener Tasche bezahlen musste, ist das ein Schlag ins Gesicht. Die Nordstream-Pipelines waren ein Milliardenprojekt, an dem auch deutsche Unternehmen maßgeblich beteiligt waren. Ihre Zerstörung hat die Energiepreise in die Höhe getrieben, ganze Industriezweige unter Druck gesetzt und Deutschland in eine beispiellose Energiekrise gestürzt. Dass die damalige Ampelregierung unter Scholz offenbar nicht einmal in der Lage oder willens war, diese kritische Infrastruktur zu schützen, obwohl Warnungen vorlagen, spricht Bände über den Zustand der deutschen Sicherheitspolitik jener Jahre.
Man fragt sich unweigerlich: Wie viele Warnungen braucht eine Regierung, bevor sie handelt? Und welchen Wert hat ein Bündnis, dessen stärkster Partner die Sabotage der eigenen Verbündeten zumindest zeitweise unterstützt haben soll?
Die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz steht nun vor der Aufgabe, dieses dunkle Kapitel aufzuarbeiten. Es wäre ein Zeichen politischer Stärke, die Verantwortlichen – auf allen Seiten – zur Rechenschaft zu ziehen. Denn eines ist klar: Wer die Zerstörung kritischer Infrastruktur eines NATO-Partners duldet oder gar begünstigt, untergräbt nicht nur das Vertrauen zwischen Verbündeten, sondern die Sicherheitsarchitektur Europas insgesamt. Die deutschen Bürger haben ein Recht darauf, die volle Wahrheit zu erfahren – und zwar nicht erst in einem weiteren Buch, sondern vor einem ordentlichen Gericht.

WeltsystemwechselÖlschock, Kollaps & der Griff nach deinem Vermögen
Kostenloses Live-Webinar: Dominik Kettner und 6 hochkarätige Gäste enthüllen, wie Ölschock, Finanzkollaps und globale Machtverschiebungen Ihr Vermögen bedrohen – und welche konkreten Schritte Sie jetzt unternehmen müssen, um sich zu schützen.
Die Experten

Tim
Kellner
Politischer YouTuber

Ernst
Wolff
Bestseller-Autor

Peter
Hahne
Ex-ZDF-Moderator

Prof.
Dr. Polleit
Chefvolkswirt Degussa

Prof.
Dr. Werner
Bankenprofessor Oxford

Dr.
Elsässer
Fondsmanager
- Kettner Edelmetalle News
- Finanzen
- Wirtschaft
- Politik











