
Norwegen bereitet Bürger auf Enteignung vor: 13.500 Haushalte erhalten Schreiben der Armee

Was in Deutschland noch undenkbar erscheint, wird im hohen Norden bereits Realität: Die norwegischen Streitkräfte verschicken in diesen Tagen Briefe an rund 13.500 Privatpersonen, um sie über eine mögliche Beschlagnahmung ihres Eigentums im Kriegsfall zu informieren. Immobilien, Fahrzeuge, Maschinen und sogar Boote – all das könnte der Staat im Ernstfall einziehen. Ein Weckruf für ganz Europa?
Die angespannte Sicherheitslage als Begründung
Anders Jernberg, Leiter der Logistikorganisation des norwegischen Militärs, findet deutliche Worte: Sein Land befinde sich in der „ernstesten sicherheitspolitischen Situation seit dem Zweiten Weltkrieg". Diese Einschätzung mag manchem übertrieben erscheinen, doch die Konsequenzen, die Norwegen daraus zieht, sind handfest und unmissverständlich.
Die Streitkräfte führen eine Ressourcendatenbank, die jährlich in enger Zusammenarbeit mit den Gemeinden aktualisiert wird. Wer einen Brief erhält, dessen Eigentum wurde als potenziell militärisch nützlich eingestuft. In Friedenszeiten bleibt das Schreiben folgenlos – ein Stück Papier, nicht mehr. Doch sollte der Ernstfall eintreten, könnte der Staat zugreifen.
Historische Parallelen und die Frage der Entschädigung
Bemerkenswert ist, dass in den offiziellen Mitteilungen von einer Entschädigung zunächst keine Rede ist. Historisch betrachtet dürfte jedoch eine Kompensation erfolgen – ausgerechnet die deutschen Besatzer während des Zweiten Weltkriegs hatten norwegische Bürger für beschlagnahmte Güter entschädigt, um den Unmut in der Bevölkerung gering zu halten. Die Erwartungshaltung gegenüber der eigenen Regierung dürfte entsprechend hoch sein.
Wie steht es um Deutschland?
Auch hierzulande existieren rechtliche Grundlagen für Enteignungen im Verteidigungsfall. Artikel 115c des Grundgesetzes regelt das Vorgehen: Eine gesetzliche Grundlage ist erforderlich, der Bundesrat muss zustimmen, und eine Entschädigung ist zwingend vorgeschrieben. Doch während Norwegen seine Bürger aktiv informiert und vorbereitet, herrscht in Deutschland weitgehend Schweigen zu diesem Thema.
Die Frage drängt sich auf: Wäre die deutsche Bevölkerung auf einen solchen Ernstfall vorbereitet? Oder wiegt man sich hierzulande in einer trügerischen Sicherheit, während andere europäische Nationen längst die Zeichen der Zeit erkannt haben?
Internationale Vergleiche
In Großbritannien regelten der Defence of the Realm Act und später die Defence Regulations ähnliche Mechanismen. Die USA setzen auf das sogenannte Eminent-Domain-Prinzip, das sogar Beschlagnahmungen ohne vorherige Benachrichtigung ermöglicht – eine Entschädigung ist allerdings verpflichtend.
Die norwegische Initiative zeigt einmal mehr, dass physische Vermögenswerte in Krisenzeiten keineswegs so sicher sind, wie viele glauben. Wer sein Vermögen langfristig schützen möchte, sollte über eine breite Streuung nachdenken – physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich historisch als krisenfeste Wertanlage bewährt und können eine sinnvolle Ergänzung zur Vermögenssicherung darstellen.
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