
Ölpreis klettert: Geopolitische Spannungen halten die Märkte in Atem

Die Rohölmärkte zeigen sich zum Wochenausklang nervös, aber entschlossen. Am Freitag legten die Ölpreise um mehr als ein Prozent zu – ein deutliches Signal dafür, dass die Sorgen um mögliche Versorgungsengpässe keineswegs vom Tisch sind. Während die Welt gebannt auf den Nahen Osten blickt, wo die Lage zwischen den USA und dem Iran weiterhin angespannt bleibt, nutzen Investoren die Gelegenheit, ihre Short-Positionen vor dem verlängerten Wochenende einzudecken.
Brent und WTI auf Mehrmonatshochs
Die Nordseesorte Brent notierte bei 64,48 Dollar pro Barrel – ein Plus von 72 Cent oder 1,13 Prozent. Damit steuert das schwarze Gold auf die vierte Gewinnwoche in Folge zu. Auch das amerikanische Pendant West Texas Intermediate zeigte sich robust und kletterte um 59 Cent auf 59,78 Dollar. Zwischenzeitlich erreichte Brent sogar einen Dollar mehr, bevor Gewinnmitnahmen einsetzten.
Was treibt diese Entwicklung? Die Antwort liegt, wie so oft, in der Geopolitik. Die Proteste im Iran und die unmissverständlichen Signale aus Washington, wonach militärische Schläge durchaus im Bereich des Möglichen liegen, haben die Märkte aufgeschreckt. Zwar verloren beide Benchmarks am Donnerstag über vier Prozent, nachdem Präsident Trump verkündete, Teherans Vorgehen gegen die Demonstranten habe sich entspannt. Doch die Erleichterung währte nur kurz.
Die Straße von Hormus als Achillesferse
Analysten der Commerzbank bringen es auf den Punkt: Die größte Sorge gilt einer möglichen Blockade der Straße von Hormus durch den Iran. Durch diese strategisch bedeutsame Meerenge fließt etwa ein Viertel des weltweiten Seehandels mit Öl. Sollte Teheran im Falle einer Eskalation tatsächlich zu diesem Mittel greifen, wären die Folgen für die globale Energieversorgung verheerend.
„Sollte es Anzeichen für eine nachhaltige Entspannung an dieser Front geben, dürften die Entwicklungen in Venezuela wieder in den Fokus rücken", so die Commerzbank-Experten.
Tatsächlich übt Venezuela derzeit Druck auf die Preise aus. Öl, das zuvor durch Sanktionen blockiert war, findet allmählich seinen Weg auf den Weltmarkt. Phil Flynn von der Price Futures Group fasst die Lage treffend zusammen: Während Venezuela für Abwärtsdruck sorgt, kommt der Aufwärtsdruck aus dem Iran. Und verlängerte Wochenenden, so Flynn mit einem Augenzwinkern, seien bekanntlich immer für Überraschungen gut.
Reichliches Angebot begrenzt das Aufwärtspotenzial
Trotz aller geopolitischen Risiken mahnen Experten zur Vorsicht. Priyanka Sachdeva von Phillip Nova weist darauf hin, dass die fundamentale Angebotslage weiterhin entspannt sei. Ohne eine echte Belebung der chinesischen Nachfrage oder einen spürbaren Engpass bei den physischen Lieferungen dürfte Brent in einer Spanne zwischen 57 und 67 Dollar verharren.
Für Anleger bedeutet dies: Die Ölmärkte bleiben ein Spielball geopolitischer Unwägbarkeiten. Wer auf Stabilität setzt, sollte sein Portfolio entsprechend diversifizieren. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich in solchen Zeiten der Unsicherheit stets als verlässlicher Wertspeicher erwiesen – eine Beimischung, die gerade in turbulenten Zeiten Sinn ergibt.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist selbst für seine Investitionsentscheidungen verantwortlich und sollte vor einer Anlage eigene Recherchen durchführen oder einen qualifizierten Finanzberater konsultieren.
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