
Renault demütigt Volkswagen: Franzosen verdienen pro Auto mehr als der deutsche Riese
Es ist eine Nachricht, die wie ein Paukenschlag durch die deutsche Automobilindustrie hallt – und die einmal mehr die tiefgreifende Krise des einstigen Vorzeigekonzerns Volkswagen offenlegt. Der französische Autobauer Renault erwirtschaftet mittlerweile pro verkauftem Fahrzeug mehr operativen Gewinn als der weitaus größere Wolfsburger Konkurrent. Ein Befund, der nachdenklich stimmen sollte – nicht nur in den Vorstandsetagen, sondern auch in der deutschen Politik.
Gallische Effizienz gegen germanische Schwerfälligkeit
Seit rund einem halben Jahr lenkt François Provost die Geschicke des französischen Traditionskonzerns. Und seine erste Bilanz kann sich sehen lassen: Trotz eines brutalen Preiskampfes, der wachsenden Konkurrenz aus China und der durch Trumps aggressive Zollpolitik zusätzlich belasteten Handelsströme erzielte Renault im vergangenen Jahr eine operative Marge von 6,3 Prozent bei einem Umsatz von 57,9 Milliarden Euro. Der Betriebsgewinn belief sich auf stolze 3,6 Milliarden Euro.
Und Volkswagen? Der deutsche Automobilgigant, einst Stolz der Bundesrepublik und Symbol für Ingenieurskunst „Made in Germany", erwartet im laufenden Jahr im Autogeschäft eine klägliche Rendite von lediglich zwei bis drei Prozent. Selbst bereinigt um Sondereffekte lag die Marge nach den ersten neun Monaten bei gerade einmal gut fünf Prozent. Noch dramatischer trifft es Stellantis, die Muttergesellschaft von Opel: Nach milliardenschweren Abschreibungen musste der Konzern für das zweite Halbjahr sogar eine negative operative Marge ausweisen. Für 2026 wird bestenfalls eine leichte Verbesserung erwartet.
Nicht alles Gold, was glänzt – aber die Richtung stimmt
Freilich wäre es verfehlt, Renaults Bilanz als makellos zu bezeichnen. Unter dem Strich rutschte der Konzern wegen einer milliardenschweren Neubewertung seiner Beteiligung am japanischen Partner Nissan in einen Verlust von 10,9 Milliarden Euro – den ersten seit fünf Jahren. Doch dieser Buchverlust ändert nichts an der operativen Stärke des Kerngeschäfts. Für das laufende Jahr stellt sich Renault zwar auf sinkende Margen ein, doch die Ausgangslage ist ungleich komfortabler als jene der deutschen Wettbewerber.
Deutschlands Autoindustrie – ein Sinnbild für den Niedergang
Was sagt es über den Zustand der deutschen Wirtschaft aus, wenn ein deutlich kleinerer französischer Hersteller effizienter arbeitet als der größte Automobilkonzern Europas? Die Antwort ist so unbequem wie offensichtlich: Deutschland hat ein strukturelles Problem. Überbordende Bürokratie, explodierende Energiekosten, eine ideologisch getriebene Transformation zur Elektromobilität ohne ausreichende Infrastruktur und eine Politik, die jahrelang lieber über Gendersprache und Klimakleber debattierte, statt die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Industrie zu sichern – all das fordert nun seinen Tribut.
Volkswagen hat in den vergangenen Jahren Milliarden in die Elektrifizierung gepumpt, während gleichzeitig die Produktionskosten an deutschen Standorten in schwindelerregende Höhen kletterten. Die Gewerkschaften verteidigten jeden Arbeitsplatz mit Zähnen und Klauen, während in Frankreich pragmatischere Reformen möglich waren. Renault hat seinen Konzern konsequent verschlankt, unprofitable Modelle gestrichen und sich auf margenstarke Segmente konzentriert. Eine Lektion in unternehmerischer Disziplin, die man in Wolfsburg offenbar noch nicht verinnerlicht hat.
Neue Elektromodelle als Hoffnungsschimmer?
Renault setzt derweil mit neuen Elektromodellen wie dem charmanten R5 auf eine emotionale Offensive, die bei den Kunden verfängt. Während VW mit seinem ID-Portfolio hadert und die Kunden nur schleppend überzeugen kann, scheinen die Franzosen den Nerv der Zeit besser zu treffen. Es ist eine bittere Ironie: Ausgerechnet das Land, das für seine 35-Stunden-Woche und seine Streikkultur bekannt ist, zeigt dem deutschen Automobilstandort, wie man profitabel wirtschaftet.
Die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz steht vor der Herkulesaufgabe, die Rahmenbedingungen für die deutsche Industrie wieder wettbewerbsfähig zu gestalten. Das geplante 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen mag kurzfristig Impulse setzen, doch es löst nicht die fundamentalen Probleme: zu hohe Steuern, zu viel Regulierung, zu wenig unternehmerische Freiheit. Solange sich daran nichts ändert, werden deutsche Konzerne weiter an Boden verlieren – und die Renaults dieser Welt werden ihnen die Rücklichter zeigen.
Für den deutschen Bürger, der um seinen Wohlstand bangt, ist diese Entwicklung mehr als nur eine Fußnote in den Wirtschaftsnachrichten. Die Automobilindustrie ist das Rückgrat der deutschen Volkswirtschaft. Wenn dieses Rückgrat bricht, werden die Folgen für Millionen von Arbeitsplätzen und den gesamten Mittelstand verheerend sein. Es wird höchste Zeit, dass die Verantwortlichen in Berlin aufwachen – bevor es zu spät ist.
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