
Rente mit 70: Wie die Große Koalition den Bürgern das Lebensende am Schreibtisch schmackhaft machen will

Es klingt wie ein schlechter Scherz, doch es ist bitterer Ernst: Die von der Bundesregierung eingesetzte Rentenkommission berät offenbar über eine Anhebung des Renteneintrittsalters auf 70 Jahre. Bereits am 23. Februar sollen konkrete Pläne für die Umsetzung erörtert werden. Wer geglaubt hatte, die Große Koalition unter Friedrich Merz würde den hart arbeitenden Bürgern dieses Landes endlich eine Verschnaufpause gönnen, der sieht sich nun eines Besseren belehrt.
Arbeiten bis zum Umfallen – mit „großzügiger" Vergütung als Trostpflaster
Die Dreistigkeit, mit der diese Pläne kommuniziert werden, ist bemerkenswert. Nicht nur soll das ohnehin schon für viele Menschen kaum erreichbare Rentenalter weiter nach oben geschraubt werden – nein, wer es wagt, vor seinem 70. Geburtstag in den Ruhestand treten zu wollen, dem drohen offenbar auch noch Kürzungen. Gleichzeitig basteln die Experten an Konzepten, um Beschäftigte dazu zu bewegen, sogar über das 70. Lebensjahr hinaus weiterzuarbeiten. Eine „sehr großzügige" Vergütung für den verspäteten Ruhestand werde bereits diskutiert, heißt es.
Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Statt die strukturellen Probleme des Rentensystems an der Wurzel zu packen, lockt man den erschöpften Arbeitnehmer mit einem goldenen Zuckerstück, damit er bitte, bitte noch ein paar Jahre länger durchhält. Das ist keine Sozialpolitik. Das ist ein Offenbarungseid.
Die wahren Ursachen werden verschwiegen
Warum steht das deutsche Rentensystem überhaupt derart unter Druck? Darüber schweigen sich die Verantwortlichen beharrlich aus. Jahrzehntelange Fehlsteuerung in der Familienpolitik hat dazu geführt, dass Deutschland eine der niedrigsten Geburtenraten Europas aufweist. Statt Familien konsequent zu fördern und traditionelle Werte wie Ehe und Kinder wieder in den Mittelpunkt zu rücken, hat man sich lieber mit Gender-Debatten und ideologischen Experimenten beschäftigt. Die demographische Zeitbombe, die nun explodiert, ist das direkte Ergebnis dieser Prioritätenverschiebung.
Hinzu kommt das 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen, das die neue Regierung aufgelegt hat – ein euphemistischer Begriff für Schulden, die kommende Generationen über Jahrzehnte hinweg durch Steuern und Abgaben werden finanzieren müssen. Friedrich Merz hatte versprochen, keine neuen Schulden zu machen. Dieses Versprechen ist längst gebrochen. Und nun soll der Bürger auch noch länger arbeiten, um ein System zu stützen, das die Politik selbst an den Rand des Kollapses geführt hat?
Koalitionärer Schlagabtausch statt echte Lösungen
Besonders entlarvend ist der offene Dissens innerhalb der Regierung. Während Unionspolitiker wie Wirtschaftsministerin Katherina Reiche und Fraktionschef Jens Spahn die Rente mit 70 seit Langem befürworten, lehnt die SPD dies kategorisch ab. Sozialministerin Bärbel Bas forderte gegenüber dem Stern eine „Strukturreform" und nicht bloß „alte Kamellen". Sie wolle nicht, dass es ausschließlich darum gehe, „bis 70 zu arbeiten und die Frühverrentung wegzuhauen".
Die SPD pocht ihrerseits darauf, dass künftig auch Beamte und Abgeordnete in das gesetzliche Rentensystem einzahlen müssten – ein Vorschlag, den Bundeskanzler Merz wiederum zurückweist. Man fragt sich unwillkürlich: Wenn nicht einmal die eigenen Volksvertreter bereit sind, in jenes System einzuzahlen, das sie dem Bürger aufzwingen – welches Vertrauen soll der Bürger dann noch in dieses System haben?
Ein System, das den Fleißigen bestraft
Die Botschaft, die von diesen Beratungen ausgeht, ist verheerend. Der deutsche Arbeitnehmer, der sein Leben lang in die Rentenkasse eingezahlt hat, soll nun noch länger schuften, während die politische Klasse sich hinter Kommissionen und Expertengremien verschanzt. Wer in diesem Land noch an den Generationenvertrag glaubt, der muss sich fragen lassen, ob dieser Vertrag nicht längst einseitig gekündigt wurde – und zwar von jenen, die ihn hätten schützen sollen.
In Zeiten wie diesen, in denen das Vertrauen in staatliche Sicherungssysteme rapide schwindet, erscheint es umso wichtiger, die eigene Altersvorsorge nicht allein der Politik zu überlassen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als verlässlicher Wertspeicher bewährt – unabhängig von politischen Launen und demographischen Verwerfungen. Als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio können sie einen wertvollen Beitrag zur Vermögenssicherung leisten, gerade wenn das Vertrauen in die gesetzliche Rente weiter erodiert.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Anlageentscheidung sollte auf Basis eigener Recherche und gegebenenfalls nach Rücksprache mit einem qualifizierten Finanzberater getroffen werden. Für Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Artikels getroffen werden, übernehmen wir keinerlei Haftung.

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