
Rohstoff-Schock: Wie Pekings Klauen und Teherans Bomben die deutsche Industrie auspressen

Die Quittung für jahrzehntelange wirtschaftspolitische Naivität liegt nun schwarz auf weiß auf dem Tisch. Nahezu sämtliche Metalle haben sich auf den Weltmärkten dramatisch verteuert, und die Rohstoffpreise kratzen wieder an jenen Rekordhöhen, die zuletzt im Krisenjahr 2021 zu beobachten waren. Das geht aus aktuellen Berechnungen der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft hervor – ein Weckruf, den die Politik in Berlin allzu gerne überhören dürfte.
Edelmetalle als Krönung des Preisanstiegs
Die Spitzenposition der Preisrallye nehmen ausgerechnet jene Werte ein, die seit Jahrtausenden als Inbegriff stabilen Vermögens gelten: Edelmetalle. Mit einem Plus von über 34 Prozent allein im ersten Quartal führen Gold und Silber die Liste an – und das, obwohl im März eine vorübergehende Verschnaufpause zu beobachten war. Wer in den vergangenen Jahren auf physische Edelmetalle gesetzt hat, darf sich bestätigt fühlen. Wer dagegen seinem Berater bei der Hausbank vertraute und in Anleihen oder volatile Aktienpakete investierte, schaut jetzt mit langen Gesichtern auf die Realrenditen.
An zweiter Stelle der Preistreiber rangieren die Seltenen Erden mit einem satten Plus von 29,3 Prozent. Hauptverantwortlich seien die Exportkontrollen aus Peking, das den Großteil dieses strategisch entscheidenden Marktes kontrolliert. Eine Lehrstunde in geopolitischer Abhängigkeit, die Deutschland teuer zu stehen kommt.
Lithium und Wolfram: Wenn Ideologie auf Realität trifft
Besonders pikant: Lithium hat sich um über 80 Prozent verteuert, Wolfram sogar um mehr als 130 Prozent. Lithium wird bekanntlich für die Batterien jener Elektroautos benötigt, die deutsche Politiker den Bürgern mit grünem Sendungsbewusstsein aufzwingen wollten. Wolfram wiederum ist unverzichtbar für KI-Chips und – nicht zu vergessen – für moderne Waffensysteme. Während die deutsche Industrie also zwischen den Mühlsteinen geopolitischer Erpressung zermalmt wird, gestattet sich Berlin den Luxus weiterer Verbotsdebatten und Heizungsgesetze.
"Der Irankrieg befeuert diese Entwicklung zusätzlich. Kaum eine Branche bleibt von den Preissteigerungen unberührt", erklärte Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft.
Die bittere Wahrheit hinter den Zahlen
Was sich hinter den nüchternen Prozentangaben verbirgt, ist nichts weniger als die Quittung für eine Industriepolitik, die jahrelang auf billiges russisches Gas, chinesische Lieferketten und weltfremde Klimaziele setzte. Während BMW gerade einen Gewinneinbruch von 23 Prozent meldet und der Gewinn von Daimler Truck um sagenhafte 80 Prozent eingebrochen ist, demonstriert die Bundesregierung weiter Tatendrang – allerdings vorwiegend beim Schuldenmachen. Das angekündigte 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen für Infrastruktur wird die Inflation weiter anheizen, während die Industrie längst ums Überleben kämpft.
Die geopolitische Erpressung wirkt
Peking hat verstanden, dass Rohstoffkontrolle das Druckmittel des 21. Jahrhunderts ist. Die Eskalation im Nahen Osten, namentlich der Irankrieg, tut ihr Übriges. Lieferketten, die einst als selbstverständlich galten, erweisen sich als so verletzlich wie ein Kartenhaus im Sturm. Die EU mag mit Australien Rohstoff-Abkommen schließen und Mindestpreise für kritische Rohstoffe diskutieren – doch das sind Pflaster auf einer klaffenden Wunde, die durch zwei Jahrzehnte strategischer Naivität gerissen wurde.
Was bleibt dem Bürger?
Wer in solch turbulenten Zeiten sein Vermögen schützen will, dem bleibt der Blick auf jene Anlageklasse, die seit Jahrhunderten ihre Krisenfestigkeit unter Beweis stellt. Physische Edelmetalle haben in den vergangenen Quartalen erneut gezeigt, was sie sind: kein spekulatives Papier, kein versprochener Buchwert, sondern handfeste Substanz. In einem Anlage-Portefeuille, das auf Diversifikation und Vermögenssicherung setzt, dürfen Gold und Silber als Beimischung nicht fehlen – gerade jetzt, da Politik und Geopolitik die alten Gewissheiten zertrümmern.
Hinweis: Die in diesem Beitrag geäußerten Einschätzungen stellen keine Anlageberatung dar. Wir betreiben weder Anlage- noch Steuer- oder Rechtsberatung. Jede Anlageentscheidung sollte auf Basis eigener Recherchen oder nach Konsultation eines unabhängigen Beraters getroffen werden. Für Investitionsentscheidungen ist jeder Anleger selbst verantwortlich.
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