
Sachsen-Anhalt: AfD peilt mit „45 Prozent plus X" die Alleinregierung an – und die Altparteien zittern

Was sich in Sachsen-Anhalt zusammenbraut, dürfte so manchem Berufspolitiker in Berlin den Schlaf rauben. Auf dem Landesparteitag in Magdeburg hat AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund ein Wahlziel ausgerufen, das vor wenigen Jahren noch als politische Fantasterei abgetan worden wäre: „45 Prozent plus X". Siegmund will nicht weniger als die absolute Mehrheit im Landtag – und damit den Weg frei machen für eine AfD-Alleinregierung unter seiner Führung als Ministerpräsident.
Ein Ziel, das rechnerisch durchaus realistisch ist
Was auf den ersten Blick ambitioniert klingt, entpuppt sich bei näherer Betrachtung der Zahlen als keineswegs utopisch. Die jüngste INSA-Umfrage vom März 2026 sieht die AfD bei 38 Prozent – mit gewaltigem Abstand vor der CDU, die auf magere 25 Prozent kommt. Die Linke folgt mit 12 Prozent, während SPD und BSW mit 6 beziehungsweise 5 Prozent um den Einzug in den Landtag bangen müssen. Die Grünen stehen bei kläglichen 4 Prozent, die FDP bei 3 – beide weit unter der Fünfprozenthürde.
Und genau hier liegt der mathematische Hebel: Je mehr Stimmen an Parteien fallen, die an der Sperrklausel scheitern, desto weniger Prozent braucht die AfD für die absolute Mehrheit der Sitze. Sollten BSW und Grüne tatsächlich draußen bleiben, könnten bereits 41 Prozent für die Mehrheit im Parlament genügen. Ein Szenario, das angesichts der aktuellen Umfragewerte alles andere als abwegig erscheint.
Siegmund geht in die Offensive
Der Spitzenkandidat nutzte seine Rede auf dem Parteitag, um die sogenannte Brandmauer gegen die AfD als das zu bezeichnen, was sie in den Augen vieler Bürger längst ist: ein kindisches Konstrukt derjenigen, denen die inhaltlichen Argumente ausgegangen seien. Denjenigen, die Angst vor einer möglichen AfD-Regierung schürten, hielt Siegmund entgegen, dies sei „Blödsinn". Kein rechtschaffener Bürger habe etwas zu befürchten – es rolle schließlich kein Bulldozer durchs Land.
Eine Formulierung, die man als bewusste Provokation lesen darf. Denn während die etablierten Parteien seit Jahren das Schreckgespenst einer AfD-Regierung an die Wand malen, fragen sich immer mehr Bürger, ob die wahre Bedrohung nicht vielmehr von jenen ausgeht, die seit Jahrzehnten regieren und das Land in seinen jetzigen Zustand versetzt haben.
Das Regierungsprogramm: Grundfunk statt Zwangsgebühren
Die Delegierten auf dem Landesparteitag stimmten über ein Regierungsprogramm ab, das es in sich hat. Zu den Kernpunkten gehört die Abschaffung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in seiner bisherigen Form. An seine Stelle soll ein schlanker Grundfunk treten – eine Forderung, die angesichts der immer offensichtlicheren Schlagseite des ÖRR bei vielen Bürgern auf offene Ohren stoßen dürfte. Wer täglich erlebt, wie mit seinen Zwangsgebühren einseitige Berichterstattung finanziert wird, kann diesem Vorschlag wohl einiges abgewinnen.
Darüber hinaus sieht das Programm eine Arbeitspflicht für Asylbewerber sowie die Abschaffung des Kirchenasyls vor. Maßnahmen, die in einem Land, das unter den Folgen unkontrollierter Migration ächzt, als überfällig gelten dürfen. Dass der Kreisverband Magdeburg mit einem Änderungsantrag zur Einführung von Sonnenwendfeiertagen bei gleichzeitiger Streichung christlicher Feiertage für Irritationen sorgte, zeigt allerdings auch, dass die Partei intern noch an ihrer programmatischen Geschlossenheit arbeiten muss.
Die Angst der Altparteien vor dem Machtverlust
Besonders aufschlussreich ist die Reaktion der übrigen Parteien. Statt sich inhaltlich mit den Forderungen der AfD auseinanderzusetzen, arbeiten sie offenbar bereits fieberhaft an Änderungen der Landesverfassung, um einer möglichen AfD-Regierung von vornherein die Hände zu binden. So soll etwa verhindert werden, dass ein AfD-Ministerpräsident den Rundfunkstaatsvertrag kündigen könnte. Man muss sich das einmal auf der Zunge zergehen lassen: Parteien, die sich als Hüter der Demokratie inszenieren, ändern vorsorglich die Spielregeln, weil ihnen das mögliche Ergebnis demokratischer Wahlen nicht passt.
„Es gibt keinen Grund für einen rechtschaffenen Bürger, Angst zu haben. Hier rollt doch nicht der Bulldozer durchs Land und macht alles nieder."
Sollte die AfD die absolute Mehrheit knapp verfehlen, droht Sachsen-Anhalt ein Szenario, das man bereits aus Thüringen kennt: eine Allparteienkoalition gegen die stärkste Kraft. Dort regiert bekanntlich eine fragile Brombeerkoalition aus CDU, BSW und SPD, die nur mit Duldung der Linken eine Mehrheit zusammenkratzt. Ein demokratietheoretisch höchst fragwürdiges Konstrukt, das den Wählerwillen auf den Kopf stellt.
Ein Signal weit über Sachsen-Anhalt hinaus
Die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt im Herbst 2026 könnte zum politischen Erdbeben werden – nicht nur für das Bundesland selbst, sondern für die gesamte Republik. Erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik könnte eine Partei, die vom politischen Establishment systematisch ausgegrenzt wird, eine Landesregierung im Alleingang stellen. Die Nervosität in den Parteizentralen von CDU, SPD und Grünen ist mit Händen zu greifen.
Für die Bürger in Sachsen-Anhalt – und darüber hinaus – stellt sich eine einfache Frage: Wollen sie weiter von denselben Kräften regiert werden, die Deutschland in eine Krise nach der anderen gesteuert haben? Oder wagen sie den Neuanfang? Die Antwort darauf werden die Wähler im Herbst geben. Und die Umfragen deuten darauf hin, dass diese Antwort für die Altparteien äußerst unangenehm ausfallen könnte.

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