
Schwarzes Meer: Ukraine meldet erstmaligen Drohnenangriff auf russisches U-Boot
Der ukrainische Geheimdienst SBU hat am Montag einen bemerkenswerten Erfolg verkündet: Erstmals soll eine Unterwasserdrohne ein russisches U-Boot der Schwarzmeerflotte getroffen und schwer beschädigt haben. Moskau weist diese Darstellung jedoch entschieden zurück und spricht von einem gescheiterten Angriff.
Widersprüchliche Angaben beider Seiten
Nach Angaben des SBU wurde bei einer Spezialoperation im Hafen von Noworossijsk ein U-Boot der Klasse „Warschawjanka" – in der NATO-Klassifizierung als „Kilo" bekannt – durch eine Unterwasserdrohne vom Typ „Sub Sea Baby" getroffen und „praktisch außer Gefecht" gesetzt. Der Geheimdienst veröffentlichte auf Telegram ein Video, das die Sprengung dokumentieren soll.
Die russische Schwarzmeerflotte widersprach dieser Darstellung umgehend. Alexej Ruljow, Leiter des Pressedienstes der Flotte, erklärte, dass zwar ein Angriff stattgefunden habe, dieser jedoch erfolglos geblieben sei. Keines der in der Bucht stationierten Schiffe oder U-Boote sei beschädigt worden, alle Einheiten verrichteten normal ihren Dienst.
Strategische Bedeutung des Angriffs
Der SBU begründete den Drohneneinsatz damit, dass sich an Bord des U-Boots vier Abschussvorrichtungen für Kalibr-Marschflugkörper befunden hätten, die Russland für Angriffe auf ukrainisches Territorium einsetze. Die Operation sei gemeinsam von der 13. Hauptabteilung für militärische Spionageabwehr und der ukrainischen Marine durchgeführt worden.
Nach Einschätzung des ukrainischen Geheimdienstes könnte der Neubau eines solchen U-Boots Russland aufgrund westlicher Sanktionen heute bis zu 500 Millionen Dollar kosten. Das betroffene Boot war demnach zuvor auf der Krim stationiert und wurde wegen früherer ukrainischer Seedrohnenangriffe nach Noworossijsk verlegt.
Türkei schießt Drohne über dem Schwarzen Meer ab
Parallel zu diesen Ereignissen meldete die Türkei den Abschuss einer „außer Kontrolle" geratenen Drohne, die sich vom Schwarzen Meer her dem türkischen Luftraum genähert hatte. F16-Kampfjets hätten das unbemannte Flugobjekt in einem gesicherten Gebiet abgefangen, teilte das Verteidigungsministerium mit, ohne nähere Angaben zur Herkunft zu machen.
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte erst am Samstag davor gewarnt, dass sich das Schwarze Meer in eine „Zone der Konfrontation" zwischen Russland und der Ukraine verwandeln könnte. In den vergangenen Wochen wurden dort mehrere Angriffe auf Schiffe verzeichnet, darunter auch auf Öltanker der sogenannten russischen Schattenflotte.
Unabhängige Überprüfung nicht möglich
Die Angaben beider Konfliktparteien lassen sich von unabhängiger Seite nicht verifizieren. Der Krieg in der Ukraine dauert mittlerweile fast vier Jahre an, und beide Seiten nutzen Erfolgsmeldungen auch zu Propagandazwecken. Fest steht jedoch, dass die ukrainischen Streitkräfte ihre Fähigkeiten im Bereich der Seedrohnen kontinuierlich ausgebaut haben und die russische Schwarzmeerflotte wiederholt unter Druck setzen konnten.
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