
Selenskyj kapituliert vor der Realität: „Überall ist es jetzt schwer"

Fast vier Jahre tobt nun der Krieg in der Ukraine, und die Fassade der unerschütterlichen Zuversicht beginnt zu bröckeln. In einer bemerkenswert offenen Videobotschaft räumte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ein, was Beobachter schon lange vermuteten: Die Lage seines Landes ist dramatisch – an allen Fronten.
Russlands Raketenhagel und der Kampf ums Überleben
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Allein 18 ballistische Raketen prasselten bei den jüngsten Angriffen auf ukrainisches Territorium nieder. Hinzu kommen unzählige Kampfdrohnen und Marschflugkörper, die das ohnehin angeschlagene Land weiter zermürben. Die ukrainischen Elektriker arbeiten seit Wochen am Limit, um das Stromnetz notdürftig am Laufen zu halten. Ein Sisyphus-Kampf gegen die russische Zerstörungswut.
Besonders bitter trifft es ausgerechnet Selenskyjs Heimatstadt Krywyj Rih. Russische Drohnen legten dort die kritische Infrastruktur lahm. Mehr als 45.000 Haushalte stehen ohne Strom da, die Wärmeversorgung ist gestört. Bei zweistelligen Minustemperaturen eine lebensbedrohliche Situation. Der Leiter der Militärverwaltung, Olexander Wilkul, rief die Bevölkerung auf, Wasser abzufüllen und Geräte aufzuladen – ein Appell, der die Verzweiflung kaum verbergen kann.
Die Front bröckelt – trotz westlicher Milliardenhilfen
„Überall ist es jetzt schwer – an der Front am schwersten", gestand Selenskyj ungewohnt kleinlaut. Die Ukraine befindet sich seit Monaten in der Defensive und musste im Osten und Süden des Landes weitere Positionen räumen. Trotz des eisigen Winters setzt Russland seine Angriffe unbeirrt fort. Dass die Verteidigung „weiter standhält", wie Selenskyj beteuert, klingt angesichts der kontinuierlichen Gebietsverluste eher wie Zweckoptimismus denn wie eine realistische Lageeinschätzung.
„Das Wetter stellt zusätzliche Herausforderungen – außerordentliche Herausforderungen."
Diese Worte des ukrainischen Präsidenten offenbaren das ganze Dilemma: Selbst die Natur scheint sich gegen die Ukraine verschworen zu haben. Der harte Winter, der eigentlich beiden Seiten zusetzt, trifft ein Land mit zerstörter Infrastruktur ungleich härter.
Wirtschaftskrieg auf beiden Seiten
Derweil verschärft sich auch der wirtschaftliche Konflikt. Russland ordnete die Enteignung von vier Fabriken des dänischen Dämmstoffherstellers Rockwool an. Per Dekret übernahm eine „externe Verwaltung" die Kontrolle über die russische Tochtergesellschaft. Der Buchwert der abzuschreibenden Vermögenswerte beläuft sich auf stolze 469 Millionen Euro. Rockwool war trotz des Krieges unter Verweis auf seine 1200 Angestellten in Russland verblieben – eine Entscheidung, die sich nun bitter rächt.
Die Ukraine ihrerseits schlägt zurück, wo sie kann. Ein Drohnenangriff auf die südrussische Hafenstadt Rostow am Don löste einen Brand in einem Industriebetrieb aus und beschädigte Wohnhäuser. Doch solche Nadelstiche können die strategische Unterlegenheit kaum kaschieren.
Ein Krieg ohne absehbares Ende
Die westlichen Verbündeten pumpen weiterhin Milliarden in die ukrainische Verteidigung, doch die Frage drängt sich auf: Wie lange noch? Mit der neuen US-Administration unter Präsident Trump, die bereits massive Zollerhöhungen gegen die EU verhängt hat, könnte sich der Wind drehen. Die europäischen Partner stehen vor der unbequemen Wahrheit, dass sie möglicherweise bald allein für die Unterstützung der Ukraine aufkommen müssen – eine Last, die angesichts der eigenen wirtschaftlichen Probleme schwer zu schultern sein dürfte.
Selenskyjs Eingeständnis der schwierigen Lage ist mehr als nur ein rhetorischer Kniff, um weitere Hilfen zu mobilisieren. Es ist das Eingeständnis einer bitteren Realität, die sich nicht länger schönreden lässt.
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