
Seltene Erden: Peking lockert Exportkontrollen – doch der Würgegriff bleibt
Der Handelskrieg zwischen Washington und Peking, der in den ersten Monaten dieses Jahres die Weltwirtschaft in Atem hielt, scheint vorerst in ruhigere Fahrwasser einzutreten. Nachdem Präsident Trump und sein chinesischer Amtskollege Xi Jinping Ende Oktober einen Waffenstillstand vereinbarten, zeigen sich nun erste konkrete Auswirkungen – ausgerechnet bei einem der strategisch wichtigsten Rohstoffe unserer Zeit: den Seltenen Erden.
Peking öffnet die Schleusen – ein wenig
Das chinesische Handelsministerium hat diese Woche damit begonnen, Exportlizenzen für Seltene Erden zu genehmigen. Was auf den ersten Blick wie eine großzügige Geste wirkt, entpuppt sich bei näherer Betrachtung als kalkuliertes Manöver. Die sogenannten Generallizenzen, die nun erteilt werden, ermöglichen es vorab genehmigten Käufern, über einen Zeitraum von bis zu einem Jahr wiederholt Lieferungen zu beziehen – ohne den bürokratischen Alptraum, der seit April die Industrie plagte.
EU-Handelskommissar Maros Sefcovic bestätigte gegenüber Bloomberg, dass erste Berichte aus der Industrie auf die Erteilung dieser Generallizenzen hindeuten. Der zuvor eingeführte Prozess, der Unternehmen zwang, bergeweise Papierkram einzureichen und sogar Fotos ihrer detaillierten Lieferkettendaten vorzulegen, sei schlicht zu bürokratisch gewesen. Man könnte auch sagen: Er war ein perfekt getarntes Handelshindernis.
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache
Seit April hat China etwa 70 Prozent der Lizenzanträge genehmigt – ein Anstieg von zuvor mageren 50 Prozent. Klingt nach Fortschritt? Vielleicht. Doch diese Statistik offenbart gleichzeitig die erschreckende Abhängigkeit des Westens von chinesischen Rohstoffen. Jeder dritte Antrag wird nach wie vor abgelehnt oder verzögert. Für deutsche Automobilhersteller und andere Schlüsselindustrien bedeutet dies weiterhin Planungsunsicherheit.
Warum Seltene Erden so kritisch sind
Diese Mineralien sind das Rückgrat der modernen Technologie. Ohne sie keine Elektrofahrzeuge, keine Windkraftanlagen, keine Smartphones, keine Militärtechnik. China kontrolliert schätzungsweise 60 Prozent der weltweiten Förderung und über 80 Prozent der Verarbeitung. Ein Würgegriff, der Peking enorme geopolitische Hebelwirkung verleiht.
Trumps Antwort: Wiederaufbau der amerikanischen Lieferkette
Die Trump-Administration hat die Botschaft verstanden. Mit Hochdruck arbeitet Washington daran, eine eigene Lieferkette für Seltene Erden aufzubauen. Ein Unterfangen, das Jahre dauern und Milliarden verschlingen wird – aber angesichts der strategischen Bedeutung dieser Rohstoffe alternativlos erscheint.
Für Europa hingegen bleibt die Lage prekär. Während die USA handeln, verharrt Brüssel in diplomatischen Gesprächen und hofft auf chinesisches Wohlwollen. Eine Strategie, die sich als gefährlich kurzsichtig erweisen könnte.
Gold als Stabilitätsanker in unsicheren Zeiten
Die Abhängigkeit von kritischen Rohstoffen und die geopolitischen Spannungen unterstreichen einmal mehr die Bedeutung einer soliden Vermögenssicherung. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber bieten in solch turbulenten Zeiten einen bewährten Schutz vor wirtschaftlichen und politischen Unwägbarkeiten. Als Beimischung zu einem breit gestreuten Portfolio können sie zur langfristigen Stabilität beitragen.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist selbst für seine Investitionsentscheidungen verantwortlich und sollte vor einer Anlageentscheidung eigene Recherchen durchführen oder einen qualifizierten Finanzberater konsultieren.
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