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24.02.2026
19:40 Uhr

Söders Tiefschlag gegen Weidel: Wenn einem Ministerpräsidenten die Argumente ausgehen

Es war ein Auftritt, der mehr über den Redner verriet als über sein Ziel: CSU-Chef Markus Söder hat auf dem CDU-Parteitag in Stuttgart die AfD-Vorsitzende Alice Weidel mit persönlichen Angriffen überzogen, die selbst für die rauen Sitten der deutschen Parteipolitik bemerkenswert waren. Weidel sei eine „manchmal sehr böse, sehr eiskalte Frau", polterte der bayerische Ministerpräsident vor den Delegierten. Und weiter: Warum jemand, der sich Patriotin nenne, nicht bereit sei, die Heimat im eigenen Land zu finden – das sei „schäbig".

Persönliche Attacken statt sachlicher Auseinandersetzung

Man muss kein glühender Anhänger der AfD sein, um zu erkennen, was hier geschieht. Söder zielte mit seiner Bemerkung auf den Schweizer Wohnsitz Weidels ab – ein Umstand, der sich schlicht aus ihrer familiären Situation ergibt. Die promovierte Volkswirtin ist mit einer Schweizerin verheiratet, ihre Familie lebt dort. Dass eine Politikerin, die in Deutschland regelmäßig Morddrohungen erhält, deren Kinder in der Schule gemobbt werden und deren Eigentum wiederholt Ziel von Anschlägen war, einen sicheren Rückzugsort für ihre Familie sucht, dürfte selbst dem letzten Hinterbänkler einleuchten. Doch Söder wählt bewusst die Diffamierung statt die Differenzierung.

Dabei wäre es ein Leichtes gewesen, die AfD inhaltlich zu stellen. Stattdessen griff der CSU-Chef in die unterste Schublade des politischen Handwerks und warf der Partei pauschal „Inkompetenz" und „Unverschämtheit" vor. Sie arbeite mit „Verschwörungserzählungen", so Söder. Ein Vorwurf, der ausgerechnet aus dem Munde eines Mannes kommt, der während der Corona-Pandemie als selbsternannter Sheriff die härtesten Maßnahmen des Landes durchpeitschte – Maßnahmen, deren Verhältnismäßigkeit bis heute höchst umstritten ist.

Der Verfassungsschutz als politische Waffe?

Besonders aufschlussreich war Söders Empörung über Weidels Kritik am Verfassungsschutz. Die AfD-Chefin hatte Ende 2025 in einem Interview von „schmierigen Stasi-Spitzeln" gesprochen und damit Mitarbeiter der Behörde gemeint. Später bezeichnete sie das Amt als „Inlands-Meinungsspitzel-Überwachungsbehörde", die gezielt die Opposition bespitzele. Die Gewerkschaft der Polizei reagierte erwartungsgemäß empört – ihr Bundesvorsitzender Jochen Kopelke sprach von „menschenverachtenden Äußerungen".

Nun mag man Weidels Wortwahl für überspitzt halten. Doch die Frage, ob der Verfassungsschutz in Deutschland tatsächlich noch als unabhängige Institution agiert oder längst zum politischen Instrument der jeweiligen Regierung verkommen ist, wird nicht nur von der AfD gestellt. Wenn eine Behörde, die dem Innenministerium unterstellt ist und dessen Weisungen folgt, systematisch die größte Oppositionspartei des Landes beobachtet, dann darf man diese Frage nicht nur stellen – man muss es sogar.

Russland-Kontakte: Ein Vorwurf mit Verfallsdatum

Söder griff zudem die angeblichen Russland-Kontakte der AfD auf und machte sich über „Verschwörungstheoretiker" in der Partei lustig. Die Union beschütze das Land „vor solchen Leuten", erklärte er unter dem Applaus der Delegierten. Ein bemerkenswerter Satz aus dem Munde eines Politikers, dessen Partei unter Angela Merkel die fatale Abhängigkeit Deutschlands von russischem Gas erst ermöglicht hat. Es war die Union, die Nord Stream 2 vorantrieb. Es war die Union, die jahrzehntelang beste Beziehungen nach Moskau pflegte. Und es ist dieselbe Union, die nun unter Friedrich Merz gemeinsam mit der SPD ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen durch den Bundestag gepeitscht hat, das kommende Generationen mit Schulden belastet – während man gleichzeitig vorgibt, konservative Haushaltspolitik zu betreiben.

Ein Wendehals auf der Suche nach Profil

Wer Söders politische Karriere verfolgt hat, erkennt ein Muster. Der Mann, der einst als konservativer Hardliner startete, sich dann zum grünen Baumkuschler wandelte, während Corona zum autoritären Scharfmacher mutierte und nun wieder den bürgerlichen Verteidiger gibt, hat so viele Wendungen hinter sich, dass selbst ein Karussell schwindelig würde. Franz Josef Strauß, der legendäre CSU-Übervater, hätte für einen Politiker dieses Kalibers vermutlich nur ein müdes Lächeln übrig gehabt. Strauß war vieles – aber niemals beliebig.

Die Reaktionen in den sozialen Medien und Kommentarspalten sprechen eine deutliche Sprache. Die überwältigende Mehrheit der Bürger, die sich zu Wort meldeten, stellte sich hinter Weidel und gegen Söder. „Besser eine eiskalte Frau als ständig warme Luft", kommentierte ein Nutzer treffend. Ein anderer brachte es auf den Punkt: Wer keine sachlichen Argumente habe, werde eben persönlich.

Die eigentliche Frage

Was Söder mit seinem Auftritt tatsächlich offenbart hat, ist nicht die vermeintliche Kälte Alice Weidels, sondern die nackte Panik der Unionsparteien angesichts steigender AfD-Umfragewerte. Denn während CDU und CSU gemeinsam mit der SPD Deutschland weiter in die Schuldenfalle treiben, die unkontrollierte Migration nicht in den Griff bekommen und die Deindustrialisierung des Landes achselzuckend hinnehmen, wächst die Sehnsucht der Bürger nach einer echten Alternative. Und diese Alternative hat einen Namen – ob es Markus Söder nun passt oder nicht.

Die promovierte Ökonomin Weidel, die in internationalen Konzernen gearbeitet hat und über profunde Kenntnisse der asiatischen Wirtschaftsmächte Japan, Singapur und China verfügt, steht intellektuell und fachlich auf einem Niveau, das die meisten Berufspolitiker der Altparteien schlicht nicht erreichen. Dass ausgerechnet ein Jurist, der sein gesamtes Berufsleben in der Politik verbracht hat, ihr „Inkompetenz" vorwirft, entbehrt nicht einer gewissen Ironie.

Deutschland braucht keine Büttenredner, die auf Parteitagen billigen Applaus einheimsen. Deutschland braucht Politiker, die den Mut haben, die Wahrheit auszusprechen – auch wenn sie unbequem ist. Und es braucht Bürger, die sich von solch durchsichtigen Diffamierungskampagnen nicht mehr blenden lassen. Die Zeiten, in denen ein markiger Spruch auf einem Parteitag genügte, um die Wähler bei der Stange zu halten, sind endgültig vorbei. Das sollte auch Markus Söder langsam begreifen.

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