
SpaceX plant den größten Börsengang aller Zeiten – und Musk belohnt seine treue Gefolgschaft
Während die deutsche Wirtschaft unter der Last immer neuer Regulierungen und eines aufgeblähten Staatsapparats ächzt, zeigt sich jenseits des Atlantiks einmal mehr, was unternehmerischer Pioniergeist zu leisten vermag. SpaceX, das Raumfahrtunternehmen von Elon Musk, hat vertraulich einen Antrag auf einen Börsengang bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht – und könnte damit den größten IPO der Geschichte hinlegen.
Eine Bewertung, die den Atem raubt
Die Zahlen, die im Raum stehen, sind schlicht atemberaubend. Das Unternehmen, das Raketen baut, Satelliten ins All schießt und mittlerweile auch im Bereich Künstlicher Intelligenz aktiv ist, könnte mit mehr als 1,75 Billionen US-Dollar bewertet werden. Zum Vergleich: Das gesamte deutsche Bruttoinlandsprodukt liegt bei rund vier Billionen Euro. Ein einziges amerikanisches Privatunternehmen erreicht also fast die Hälfte der jährlichen Wirtschaftsleistung der größten Volkswirtschaft Europas. Wenn das kein Weckruf ist.
Der Börsengang könnte bis zu 75 Milliarden US-Dollar einbringen und damit den bisherigen Rekordhalter Saudi Aramco, der 2019 „nur" 29 Milliarden Dollar erlöste, geradezu pulverisieren. Die vertrauliche Einreichung bei der SEC ermöglicht es der Behörde, den Antrag zunächst nichtöffentlich zu prüfen, Fragen zu stellen und Änderungen einzufordern, bevor sämtliche Finanzdaten und Angebotsdetails der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.
Ein Trio der Superlative
SpaceX wäre dabei erst der Auftakt einer beispiellosen Serie von Mega-Börsengängen. Im Windschatten des Raumfahrtgiganten sollen auch OpenAI und Anthropic an die Börse streben. Drei Unternehmen, die allesamt für technologische Disruption stehen – und allesamt in den Vereinigten Staaten beheimatet sind. Man fragt sich unwillkürlich: Wo bleibt eigentlich der deutsche Beitrag zur technologischen Zukunft? Während man hierzulande über Gendersprache und Lastenfahrrad-Subventionen debattiert, schicken die Amerikaner Raketen ins All und revolutionieren das Internet.
Für den Börsengang hat SpaceX offenbar die Crème de la Crème der Wall Street engagiert. Bank of America, Citigroup, Goldman Sachs, JPMorgan und Morgan Stanley sollen Schlüsselrollen bei der Emission übernehmen. Ein Aufgebot, das die Ernsthaftigkeit des Vorhabens unterstreicht.
Musk setzt auf den kleinen Anleger
Besonders bemerkenswert ist Musks erklärte Absicht, mehr als 30 Prozent der IPO-Aktien an Privatanleger zu vergeben – ein Vielfaches dessen, was bei Börsengängen dieser Größenordnung üblich ist. Mehr noch: Treue Unterstützer, darunter Tesla-Aktionäre und Investoren seiner anderen Unternehmungen, sollen bevorzugten Zugang erhalten. Ein cleverer Schachzug, der Musks bewährtes Muster fortsetzt, seine loyale Basis zu belohnen und gleichzeitig eine breite Eigentümerstruktur zu schaffen.
Starlink als Gelddruckmaschine
Die wirtschaftlichen Fundamentaldaten von SpaceX sind beeindruckend. Schätzungen zufolge dürfte das Unternehmen im laufenden Jahr Umsätze von nahezu 16 Milliarden US-Dollar und ein EBITDA von 7,5 Milliarden Dollar erwirtschaften. Der Wachstumstreiber ist dabei fast ausschließlich der Satelliteninternetdienst Starlink, der im März bereits zehn Millionen aktive Kunden zählte. Die langfristige Prognose liest sich wie Science-Fiction: Bis 2040 rechnet SpaceX mit Erlösen von 150 Milliarden Dollar bei einem EBITDA von 95 Milliarden.
Das eingesammelte Kapital soll unter anderem eine „wahnsinnige Startrate" der Starship-Rakete finanzieren sowie den Aufbau orbitaler Rechenzentren in der niedrigen Erdumlaufbahn vorantreiben. Rechenzentren im Weltraum – während Deutschland nicht einmal seine irdische digitale Infrastruktur in den Griff bekommt.
Wann kommt der große Tag?
Ein konkreter Zeitplan steht noch nicht fest. Die SEC-Prüfung kann von wenigen Wochen bis zu mehreren Monaten dauern. Angepeilt wird jedoch eine Notierung bereits im Juni. Auf der Wettplattform Polymarket wird derweil eifrig spekuliert, welches Börsenkürzel SpaceX wählen wird – das schlichte „X" liegt mit 44 Prozent Wahrscheinlichkeit vorne.
Eines steht fest: Dieser Börsengang wird die Finanzwelt in Atem halten. Und er wird einmal mehr demonstrieren, welche wirtschaftliche Dynamik möglich ist, wenn ein Land auf Innovation statt auf Umverteilung setzt, auf Unternehmergeist statt auf bürokratische Gängelung.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung – sei es in Aktien, Börsengänge oder andere Finanzprodukte – birgt erhebliche Risiken. Leser sind ausdrücklich dazu aufgefordert, eigene Recherchen durchzuführen und gegebenenfalls einen qualifizierten Finanzberater zu konsultieren, bevor sie Anlageentscheidungen treffen. Für Verluste, die aus der Umsetzung der hier dargestellten Informationen entstehen, übernehmen wir keinerlei Haftung. Wer sein Vermögen langfristig absichern möchte, sollte physische Edelmetalle als bewährten Baustein zur Vermögenssicherung in einem breit diversifizierten Portfolio in Betracht ziehen.
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