
Steuergeld-Verschwendung am Himmel: Bundeswehr-Flugbereitschaft absolviert mehr Leerflüge als Regierungstransporte
Es klingt wie eine Satire, ist aber bittere Realität im Deutschland des Jahres 2025: Die Flugbereitschaft der Bundeswehr hat im vergangenen Jahr 700 sogenannte Bereitstellungsflüge ohne einen einzigen Passagier durchgeführt – und damit deutlich mehr als die 488 tatsächlichen Einsätze mit Kabinettsmitgliedern oder dem Bundespräsidenten an Bord. Leere Maschinen, die quer durch die Republik fliegen, während der Steuerzahler die Rechnung begleicht. Willkommen in der Bundesrepublik, wo Effizienz offenbar ein Fremdwort geblieben ist.
Köln statt Berlin – ein Konstruktionsfehler mit Ansage
Die Zahlen, die aus einer Antwort des Verteidigungsministeriums auf eine Anfrage der Linkspartei hervorgehen, offenbaren ein strukturelles Problem, das seit Jahrzehnten bekannt ist und dennoch nicht gelöst wird. Der Kern des Übels: Die Flugbereitschaft ist nach wie vor im rheinischen Köln stationiert, obwohl Berlin seit über drei Jahrzehnten die Bundeshauptstadt ist. Jedes Mal, wenn ein Minister oder der Bundespräsident einen Flug benötigt, muss zunächst eine leere Maschine von Köln zum jeweiligen Abflugort geschickt werden. Das ist, als würde man ein Taxi aus einer anderen Stadt bestellen, nur um dann die eigentliche Fahrt anzutreten.
Ursprünglich sollte die Flugbereitschaft bereits 2012 vollständig nach Berlin verlegt werden. Doch wie so vieles in diesem Land verzögerte sich der Umzug – zunächst wegen des Debakels um den Flughafen Berlin-Brandenburg, dessen Eröffnung sich bekanntlich um neun Jahre verschleppte, dann wegen fehlender Infrastruktur für die Bundeswehr. Nach aktuellen Planungen – man halte sich fest – ist ein vollständiger Umzug erst in der zweiten Hälfte der 2030er Jahre vorgesehen. Mehr als zwei Jahrzehnte Verspätung. In der Privatwirtschaft wäre ein solches Projektmanagement längst ein Fall für den Insolvenzverwalter.
Wer fliegt am häufigsten auf Kosten des Steuerzahlers?
Die Anfrage bezog sich auf den Zeitraum seit dem 6. Mai 2025, als die neue Bundesregierung unter Kanzler Friedrich Merz ihr Amt antrat. Die Rangliste der Vielflieger führt wenig überraschend das Bundeskanzleramt mit 106 Flügen an. Auf Platz zwei folgt das Auswärtige Amt mit 96 Einsätzen, das Bundespräsidialamt kommt auf 66 Flüge. Am anderen Ende der Skala steht das Landwirtschaftsministerium mit gerade einmal zwei Flügen – offenbar hat man dort verstanden, dass auch die Bahn nach Brüssel fährt.
Im Schnitt nutzte die Bundesregierung die VIP-Flüge der Bundeswehr also mehr als einmal täglich. Eine Frequenz, die man durchaus hinterfragen darf, zumal Deutschland über ein – trotz aller Mängel – funktionierendes Bahnnetz und zahlreiche Linienflugverbindungen verfügt.
Kritik von unerwarteter Seite
Selbst der frühere Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch, wahrlich kein Sparfuchs, wenn es um Staatsausgaben geht, fand deutliche Worte. Die Nutzung sei in diesem Ausmaß nicht akzeptabel, die Flugbereitschaft ein Privileg, mit dem sorgsam umgegangen werden müsse. Dass ausgerechnet die Linkspartei der Bundesregierung Verschwendungssucht vorwirft, hat eine gewisse Ironie – aber in der Sache hat Bartsch recht. Kaum zu vermitteln sei es, dass rund 500 Flügen mit Passagieren 700 Leerflüge gegenüberstünden, so der Abgeordnete. Er bezeichnete die Stationierung in Köln als „teuren Konstruktionsfehler".
Symptom einer tiefgreifenden Malaise
Die 700 Leerflüge sind mehr als nur eine Fußnote im Bundeshaushalt. Sie sind ein Sinnbild für die chronische Unfähigkeit des deutschen Staatsapparats, selbst offensichtliche Probleme zu lösen. Das Verteidigungsministerium versucht die Kritik zu entschärfen, indem es darauf verweist, die Bereitstellungsflüge würden „gezielt für Aus- und Weiterbildung" genutzt. Eine Erklärung, die ungefähr so überzeugend klingt wie die Behauptung, man fahre nur zum Tanken in die nächste Stadt.
Während die Regierung Merz ein 500 Milliarden Euro schweres Sondervermögen für Infrastruktur auf den Weg gebracht hat und den Bürgern gleichzeitig immer neue Belastungen zumutet, leistet sich der Staat den Luxus, leere Flugzeuge durch die Luft zu schicken. Man fragt sich unwillkürlich: Wenn die Politik nicht einmal in der Lage ist, ihre eigene Flugbereitschaft effizient zu organisieren – wie soll sie dann die wirklich großen Herausforderungen dieses Landes meistern?
Der deutsche Steuerzahler, der jeden Morgen brav zur Arbeit fährt und einen immer größeren Teil seines Einkommens an den Fiskus abführt, darf sich derweil fragen, ob seine hart erarbeiteten Euros wirklich gut angelegt sind, wenn sie in Kerosin für leere Regierungsmaschinen verwandelt werden. Die Antwort dürfte auf der Hand liegen.
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