
Straße von Hormus: Berlin verweigert Trump die Gefolgschaft – und riskiert den transatlantischen Bruch
Es ist ein diplomatischer Paukenschlag, der in seiner Tragweite kaum zu überschätzen ist: Die Bundesregierung unter Kanzler Friedrich Merz hat den Forderungen von US-Präsident Donald Trump nach einer NATO-Beteiligung an der Sicherung der Straße von Hormus eine klare Absage erteilt. Regierungssprecher Stefan Kornelius stellte in Berlin unmissverständlich klar, dieser Krieg habe „mit der Nato nichts zu tun". Es handele sich nicht um den Krieg des Bündnisses, und ein entsprechendes Mandat fehle schlichtweg.
Wadephul fordert Klarheit von Washington und Jerusalem
Auch Außenminister Johann Wadephul von der CDU ließ keinen Zweifel daran, dass Deutschland nicht gewillt sei, blindlings in ein militärisches Abenteuer im Persischen Golf hineingezogen zu werden. Die Frage einer NATO-Beteiligung stelle sich „zum jetzigen Zeitpunkt" nicht, so der Minister. Stattdessen formulierte er eine bemerkenswert selbstbewusste Gegenforderung: Man wolle zunächst von Israel und den Vereinigten Staaten erfahren, wann diese ihre militärischen Ziele im Iran erreicht haben wollten. Erst danach könne über eine „Sicherheitsarchitektur für diese gesamte Region" nachgedacht werden.
Man muss diese Worte auf der Zunge zergehen lassen. Ein deutscher Außenminister, der Washington und Jerusalem auffordert, erst einmal ihre Hausaufgaben zu machen, bevor Europa überhaupt ans Mitmachen denkt – das hat es in dieser Deutlichkeit selten gegeben. Ob diese neue Standhaftigkeit allerdings von Dauer sein wird oder lediglich ein rhetorisches Strohfeuer darstellt, bleibt abzuwarten.
Trumps kaum verhüllte Drohung gegen das Bündnis
Der US-Präsident hatte in einem Interview mit der „Financial Times" die Daumenschrauben angezogen. Sollten die NATO-Partner nicht bei der Sicherung der strategisch bedeutsamen Meerenge helfen, werde dies „sehr schlecht für die Zukunft der Nato sein", so Trump wörtlich. Eine Drohung, die an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig lässt. Die Antwort aus Berlin? Lakonisch und fast schon provokant nüchtern: Man habe dies „zur Kenntnis genommen".
Doch hinter dieser diplomatischen Kühle verbirgt sich ein fundamentales Problem. Trump hat in seiner zweiten Amtszeit bereits mit massiven Zollerhöhungen von 20 Prozent auf EU-Importe gezeigt, dass er bereit ist, wirtschaftlichen Druck als politische Waffe einzusetzen. Wer glaubt, die Verweigerung militärischer Gefolgschaft werde ohne Konsequenzen bleiben, der unterschätzt die Bereitschaft dieses Präsidenten, Rechnungen zu stellen.
Das Nadelöhr der Weltwirtschaft steht still
Die Dimension der Krise lässt sich in nackten Zahlen ablesen. Durch die Straße von Hormus – jene nur 33 bis 50 Kilometer breite Meerenge zwischen Iran und Oman – fließen normalerweise täglich rund 20 Millionen Barrel Öl. Das entspricht etwa einem Fünftel des gesamten weltweiten Verbrauchs. Dieser Strom ist nun praktisch versiegt. Nach Angaben des Verbands Deutscher Reeder liegen derzeit rund 2.000 Schiffe im Persischen Golf fest, unfähig ein- oder auszulaufen. Seit Beginn des Iran-Krieges wurden bereits 17 Angriffe auf nichtmilitärische Schiffe registriert.
Für die ohnehin angeschlagene deutsche Wirtschaft ist das eine Hiobsbotschaft. Steigende Energiepreise, unterbrochene Lieferketten, explodierende Transportkosten – all das wird den deutschen Verbraucher und die heimische Industrie mit voller Wucht treffen. Und während die Bundesregierung sich in diplomatischer Zurückhaltung übt, zahlt der Bürger an der Tankstelle und bei der Heizkostenabrechnung die Zeche.
Zwischen Souveränität und Realitätsverweigerung
Man kann der Bundesregierung durchaus zugutehalten, dass sie sich nicht kopflos in einen weiteren Konflikt stürzen will. Die NATO ist tatsächlich ein Verteidigungsbündnis, kein Instrument zur Durchsetzung amerikanischer Interessen im Nahen Osten. Doch die Frage, die sich Berlin stellen muss, ist eine andere: Was passiert, wenn Trump seine Drohung wahr macht und das transatlantische Bündnis tatsächlich in Frage stellt? Kann sich ein Deutschland, das gerade erst ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen für Infrastruktur beschlossen hat und dessen Verteidigungsfähigkeit nach Jahrzehnten der Vernachlässigung bestenfalls als bescheiden zu bezeichnen ist, einen Bruch mit Washington leisten?
Die Antwort liegt auf der Hand. Nein, kann es nicht. Und genau deshalb wäre es klüger gewesen, die Absage weniger brüsk und mehr im Stil einer konstruktiven Gegenposition zu formulieren. Denn eines ist sicher: Die Energieversorgung Europas hängt an der Straße von Hormus – ob Berlin das wahrhaben will oder nicht. In Zeiten wie diesen erweisen sich übrigens physische Edelmetalle einmal mehr als verlässlicher Anker der Vermögenssicherung. Während Ölpreise schwanken und geopolitische Krisen die Märkte erschüttern, bieten Gold und Silber jene Stabilität, die Papierwährungen und volatile Aktienmärkte nicht garantieren können.

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