
Strompreis-Revolution: Trump zwingt Tech-Giganten zur Finanzierung neuer Kraftwerke

Was sich wie ein sozialistischer Albtraum anhört, könnte tatsächlich der rettende Anker für Millionen amerikanischer Haushalte werden. Präsident Donald Trump plant einen beispiellosen Eingriff in den US-Strommarkt, der die explodierenden Energiekosten für Privathaushalte deckeln soll – auf Kosten der milliardenschweren Tech-Konzerne, die mit ihren stromfressenden Rechenzentren das nationale Netz an seine Grenzen treiben.
Die Rechnung für den KI-Wahnsinn
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Der durchschnittliche US-Strompreis stieg im September um satte 7,4 Prozent auf einen Rekordwert von 18,07 Cent pro Kilowattstunde. Für Privathaushalte sieht die Lage noch dramatischer aus – zwischen Januar und August 2025 kletterten die Preise um 10,5 Prozent, einer der stärksten Anstiege seit über einem Jahrzehnt. Die Schuldigen sind schnell identifiziert: Rechenzentren, die wie Pilze aus dem Boden schießen und ganze Regionen buchstäblich aussaugen.
Der Plan, der am Freitag verkündet werden soll, sieht eine Notfall-Auktion vor, bei der Technologieunternehmen auf 15-Jahres-Verträge für neue Stromerzeugungskapazitäten bieten müssen. Der Clou dabei: Die Tech-Riesen zahlen für den Strom, ob sie ihn nutzen oder nicht. Eine elegante Lösung, die den Kraftwerksbetreibern endlich die Planungssicherheit gibt, die sie in einem von Preisschwankungen und Insolvenzen geplagten Markt so dringend benötigen.
PJM Interconnection im Zentrum des Sturms
Im Fokus steht der Netzbetreiber PJM Interconnection LLC, das größte regionale Stromnetz der USA, das 67 Millionen Kunden vorwiegend im Nordosten versorgt. Die Region beherbergt bereits die weltweit größte Konzentration von Rechenzentren in Nord-Virginia. Bis 2030 erwartet PJM einen Anstieg der Spitzennachfrage um 17 Prozent – eine Entwicklung, die ohne massive Investitionen in neue Kapazitäten unweigerlich zum Kollaps führen würde.
„Ich will niemals, dass Amerikaner höhere Stromrechnungen wegen Rechenzentren zahlen müssen"
Mit diesen Worten machte Trump seine Position unmissverständlich klar. Die geplante Auktion soll Verträge im Wert von rund 15 Milliarden Dollar für den Bau neuer Kraftwerke generieren – finanziert von jenen, die den Strombedarf in die Höhe treiben.
Überparteiliche Unterstützung als Erfolgsgarant
Bemerkenswert ist die breite Koalition, die sich hinter dem Plan versammelt hat. Neben republikanischen Gouverneuren unterstützen auch demokratische Amtsträger wie Pennsylvanias Josh Shapiro und Marylands Wes Moore die Initiative. Eine seltene Einigkeit in Zeiten extremer politischer Polarisierung, die zeigt, wie drängend das Problem geworden ist.
Gewinner und Verlierer der neuen Ordnung
Während Branchenriesen wie Amazon, Google und Microsoft die zusätzlichen Kosten problemlos an ihre Kunden weitergeben können, trifft es kleinere Anbieter härter. Unternehmen wie Nebius und CoreWeave, die KI-Infrastruktur auf Basis mehrjähriger Verträge anbieten, müssen höhere Stromkosten selbst absorbieren. Ihre Margen werden schrumpfen, während die Großen noch größer werden – ein klassisches Beispiel dafür, wie gut gemeinte Regulierung unbeabsichtigte Nebenwirkungen entfalten kann.
Der Plan könnte jedoch auch die Entwicklung von Erdgas- und Kernkraftwerken beschleunigen, indem er garantierte Einnahmen für Projekte bietet, die speziell Rechenzentren versorgen sollen. Insbesondere kleine modulare Reaktoren könnten von dieser Entwicklung profitieren.
Ein Modell für die Zukunft?
Die Trump-Administration betrachtet die Initiative als mögliches Vorbild für andere Regionen des Landes. Wenn Tech-Giganten für ihre eigenen Kraftwerke zahlen müssen, könnte dies auch das Problem spekulativer Projekte lösen, die bisher die Prognosen für das Nachfragewachstum verzerrt haben.
Ob dieser marktwirtschaftlich verbrämte Dirigismus tatsächlich funktioniert, wird sich zeigen. Eines steht jedoch fest: Die Zeit des kostenlosen Mitfahrens auf Kosten der Verbraucher scheint für die Tech-Branche vorbei zu sein. Und das ist, bei aller berechtigten Skepsis gegenüber staatlichen Eingriffen, eine Entwicklung, die man nur begrüßen kann.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Leser ist selbst für seine Anlageentscheidungen verantwortlich und sollte vor Investitionen eigene Recherchen durchführen oder einen qualifizierten Finanzberater konsultieren.
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