
Trump bleibt bei Grönland-Anspruch stur: „Wir sprechen über Erwerb, nicht über Pacht"

Die europäischen Bemühungen, den amerikanischen Präsidenten von seinen territorialen Ambitionen in der Arktis abzubringen, prallen an Donald Trump ab wie Wasser an einer Felswand. An Bord der Air Force One machte der US-Präsident unmissverständlich klar, dass ihn die diplomatischen Vorstöße der NATO-Partner nicht im Geringsten beeindrucken. Seine Botschaft ist eindeutig: Grönland soll amerikanisch werden – und zwar dauerhaft.
Europäische Sicherheitsinitiative verpufft wirkungslos
Deutschland, Großbritannien und weitere europäische Staaten hatten sich zuletzt für einen massiven Ausbau der NATO-Präsenz in der Arktis ausgesprochen. Ein ambitionierter Vorschlag namens „Arctic Sentry" – zu Deutsch etwa „Wächter der Arktis" – sollte den Amerikanern demonstrieren, dass die Sicherheit in dieser strategisch bedeutsamen Region auch ohne territoriale Übernahme gewährleistet werden kann. Doch Trump winkt ab.
„Wir sprechen über Erwerb, nicht über eine Pacht", stellte der Präsident mit der ihm eigenen Direktheit klar. Für ihn hat Eigentum einen psychologischen Wert, den kein noch so ausgeklügelter Vertrag ersetzen könne. Diese Aussage hatte er bereits gegenüber der „New York Times" bekräftigt und damit jeden Zweifel an seinen wahren Absichten zerstreut.
Die geopolitische Dimension des arktischen Schachspiels
Trump rechtfertigt seinen Gebietsanspruch einmal mehr mit dem Verweis auf China und Russland. Würden die USA nicht handeln, so seine Argumentation, würden sich diese Mächte die rohstoffreiche Insel einverleiben. Eine Logik, die in Washington offenbar auf fruchtbaren Boden fällt, während sie in europäischen Hauptstädten für Kopfschütteln sorgt.
Bundesaußenminister Johann Wadephul hatte erst kürzlich auf Island – einem strategischen Zwischenstopp auf dem Weg nach Washington – die grundsätzliche Bereitschaft Deutschlands für einen größeren militärischen Beitrag in der Arktis signalisiert. Der CDU-Politiker betonte, dass die richtigen Antworten im NATO-Rahmen gefunden werden müssten. Doch was nützen solche Bekenntnisse, wenn der wichtigste Bündnispartner schlicht nicht zuhören will?
Merz-Regierung in der Zwickmühle
Die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz steht vor einem diplomatischen Drahtseilakt. Einerseits muss sie die transatlantische Partnerschaft pflegen, andererseits kann sie die offensichtlichen Souveränitätsverletzungen gegenüber Dänemark – dem Grönland staatsrechtlich zugehört – nicht einfach ignorieren. Bei Wadephuls Treffen mit US-Außenminister Marco Rubio in Washington dürfte das Thema eine zentrale Rolle spielen.
Die Frage, die sich stellt, ist jedoch eine grundsätzliche: Wie lange kann Europa noch so tun, als ließe sich Trump mit symbolischen Gesten und wohlklingenden Sicherheitsinitiativen besänftigen? Der Mann im Weißen Haus hat seine Karten auf den Tisch gelegt. Er will Grönland kaufen – oder sich nehmen. Die europäische Antwort darauf wirkt bislang erschreckend hilflos.
„Eigentum hat einen psychologischen Wert, den kein Vertrag ersetzen kann."
Diese Worte Trumps sollten in Brüssel, Berlin und Kopenhagen nachhallen. Sie offenbaren ein Weltbild, in dem internationale Vereinbarungen und Bündnistreue weniger zählen als der blanke Besitz. Für die europäische Sicherheitsarchitektur verheißt das nichts Gutes.
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