
Trumps „Board of Peace": Ein Frontalangriff auf die verkrustete Weltordnung

Was für ein Paukenschlag in den verschneiten Schweizer Alpen! US-Präsident Donald Trump hat beim Weltwirtschaftsforum in Davos das sogenannte „Board of Peace" aus der Taufe gehoben – einen neuen Friedensrat, der die etablierten internationalen Strukturen gehörig durcheinanderwirbeln dürfte. Mit seiner charakteristischen Direktheit verkündete Trump bei der Unterzeichnung des Gründungsdokuments: „Jeder hier ist ein Freund von mir."
Eine Milliarde Dollar für den unbefristeten Sitz
Die Spielregeln des neuen Gremiums sind so simpel wie provokant: Wer innerhalb eines Jahres eine Milliarde US-Dollar in den Etat einzahlt, sichert sich einen unbefristeten Sitz am Tisch der Mächtigen. Alle anderen müssen sich mit einer auf drei Jahre befristeten Mitgliedschaft begnügen. Trump selbst wird den Vorsitz übernehmen – wer hätte das gedacht?
Die Reaktionen fielen erwartungsgemäß gespalten aus. Während Kritiker bereits von einer „Unterhöhlung der Vereinten Nationen" sprechen, jubeln andere über die längst überfällige Alternative zu den verkrusteten UN-Strukturen. Der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter warnte gegenüber der Welt: „Wir sind Zeitzeugen einer Unterhöhlung der Vereinten Nationen." Doch ist das wirklich so schlimm?
Die Willigen stehen Schlange
Die Liste der Länder, die Trumps Einladung angenommen haben, liest sich wie ein Who's Who der pragmatischen Weltpolitik: Ägypten, Albanien, Argentinien, Kosovo, Marokko, Paraguay, Pakistan, Ungarn und die Vereinigten Arabischen Emirate haben bereits zugesagt. Argentiniens Präsident Javier Milei, selbst ein Verfechter radikaler Reformen, schrieb begeistert: „Es ist mir eine Ehre, heute Abend die Einladung für Argentinien erhalten zu haben, als Gründungsmitglied dem Friedensrat beizutreten."
Weitere Zusagen kamen aus Israel, Saudi-Arabien, der Türkei, Katar, Indonesien und Vietnam. Bemerkenswert ist, dass hier Länder zusammenfinden, die in den traditionellen UN-Strukturen oft auf verschiedenen Seiten stehen.
Europas gespaltene Reaktion
Frankreich, Norwegen und Schweden lehnten zunächst ab – wenig überraschend für Länder, die sich traditionell als Hüter der multilateralen Weltordnung verstehen. Deutschland reagierte gewohnt zurückhaltend. Außenminister Johann Wadephul erklärte trocken: „Wir haben einen Friedensrat, und das sind die Vereinten Nationen." Eine Aussage, die angesichts der notorischen Handlungsunfähigkeit der UN in zahlreichen Konflikten fast schon komisch anmutet.
Besonders pikant: Russland signalisierte grundsätzliche Zahlungsbereitschaft – allerdings nur aus eingefrorenen Vermögen. Ein diplomatischer Seitenhieb, der die Absurdität der aktuellen Sanktionspolitik auf den Punkt bringt.
Die UNO – ein Auslaufmodell?
Man mag von Trump halten, was man will, doch eines muss man ihm lassen: Er scheut sich nicht, heilige Kühe zu schlachten. Die Vereinten Nationen haben sich in den vergangenen Jahrzehnten zunehmend als zahnloser Tiger erwiesen. Ob Syrien, Ukraine oder der Nahe Osten – überall dort, wo es wirklich darauf ankam, versagte das Gremium kläglich. Stattdessen beschäftigt man sich lieber mit ideologischen Grabenkämpfen und aufgeblähten Bürokratien.
Die Gründung des „Board of Peace" ist daher weniger ein Angriff auf die internationale Ordnung als vielmehr ein Weckruf. Wenn die etablierten Institutionen nicht mehr funktionieren, entstehen eben neue. Das ist das Wesen des Wettbewerbs – auch in der Geopolitik.
Ein Hoffnungsschimmer für die Weltpolitik?
Ob Trumps Friedensrat tatsächlich zu mehr Stabilität in der Welt beitragen wird, bleibt abzuwarten. Doch allein die Tatsache, dass er Länder an einen Tisch bringt, die sonst kaum miteinander reden, ist bemerkenswert. Während die europäischen Eliten noch über die korrekte Gendersprache in UN-Resolutionen debattieren, werden anderswo Fakten geschaffen.
Die Botschaft aus Davos ist klar: Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit. Die alte Weltordnung bröckelt, und Trump positioniert sich als Architekt einer neuen. Ob das gut oder schlecht ist, wird die Geschichte zeigen. Sicher ist nur: Langweilig wird es mit diesem Präsidenten nicht.
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