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Trumps Handelskrieg treibt die Welt in Chinas Arme – Pekings Triumph auf Kosten Amerikas

Trumps Handelskrieg treibt die Welt in Chinas Arme – Pekings Triumph auf Kosten Amerikas

Ein Jahr nach Donald Trumps Rückkehr ins Weiße Haus zeigt sich ein bemerkenswertes Bild der geopolitischen Verschiebungen: Während der amerikanische Präsident mit seiner "America First"-Agenda traditionelle Verbündete verprellt, erntet China die Früchte einer geschickten diplomatischen Offensive. Der Westen wendet sich zunehmend dem Reich der Mitte zu – eine Entwicklung, die man durchaus als historische Ironie bezeichnen könnte.

Rekordhandelsüberschuss trotz Zollkrieg

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Chinas Handelsüberschuss erreichte 2025 einen historischen Höchststand von 1,2 Billionen Dollar. Die monatlichen Devisenzuflüsse kletterten auf sagenhafte 100 Milliarden Dollar – ein nie dagewesener Rekord. Und das, obwohl Trump die Zölle auf chinesische Waren zeitweise auf über 100 Prozent angehoben hatte. Wie ist das möglich?

Peking hat schlicht und ergreifend seine Hausaufgaben gemacht. Während die chinesischen Exporte in die USA um 20 Prozent einbrachen, stiegen die Lieferungen nach Afrika um beachtliche 25,8 Prozent, nach Lateinamerika um 7,4 Prozent, nach Südostasien um 13,4 Prozent und in die Europäische Union um 8,4 Prozent. China hat sich neue Märkte erschlossen, während Amerika seine Partner mit erratischer Politik verschreckt.

Westliche Staatschefs pilgern nach Peking

Der britische Premierminister Keir Starmer landet dieser Tage in China – der erste Besuch eines britischen Regierungschefs seit 2018. Zuvor war bereits der kanadische Premier Mark Carney in Peking zu Gast, der erste kanadische Premierminister seit 2017. Carney bezeichnete China dabei als "berechenbaren und verlässlichen Partner". Eine bemerkenswerte Aussage, wenn man bedenkt, dass Kanada traditionell zu den engsten Verbündeten der USA zählt.

"Viele Länder, die zuvor nicht China-freundlich waren, schwenken jetzt auf China um, weil die Vereinigten Staaten immer unberechenbarer werden."

So beschreibt Aleksandar Tomic, Wirtschaftsprofessor am Boston College, die aktuelle Lage. Je schwieriger der Umgang mit den USA werde, desto mehr Türen öffneten sich für China.

Der Yuan auf dem Vormarsch

Besonders bemerkenswert ist die zunehmende internationale Verwendung der chinesischen Währung. Mehr als die Hälfte aller grenzüberschreitenden Transaktionen Chinas werden mittlerweile in Yuan abgewickelt – vor 15 Jahren war dieser Anteil praktisch bei null. Große internationale Banken bemühen sich verstärkt um Yuan-Liquidität in Offshore-Zentren und bauen Strukturen für schnellere Zahlungsabwicklungen in der chinesischen Währung auf.

Die Devisenreserven Chinas erreichten mit 3,36 Billionen Dollar einen Zehnjahreshöchststand. Der Shanghai-Index legte im vergangenen Jahr um 27 Prozent zu und übertraf damit die Performance amerikanischer Aktien deutlich.

Warnung vor naiver Euphorie

Doch nicht alle Beobachter teilen die Begeisterung über Chinas neue Rolle als vermeintlich verlässlicher Partner. Patricia Kim von der Brookings Institution warnt eindringlich: Misstrauen gegenüber den USA bedeute keineswegs automatisch Vertrauen in Peking. Viele Länder hegten tiefe Bedenken hinsichtlich Chinas Handelsansatz, seiner wirtschaftlichen Zwangsmaßnahmen und ungelöster territorialer Streitigkeiten.

China möge im Vergleich zur extremen Rhetorik der Trump-Administration zurückhaltender erscheinen, so Kim weiter. Doch Pekings tatsächliches Verhalten sei keineswegs besonders beruhigend. Eine Einschätzung, die man durchaus ernst nehmen sollte.

Die Lehren für Deutschland und Europa

Was bedeutet diese Entwicklung für Deutschland und Europa? Die Europäische Union hat gerade erst ein lange verzögertes Handelsabkommen mit Indien abgeschlossen. Man diversifiziert, man sucht Alternativen – sowohl zu den USA als auch zu China. Eine kluge Strategie, die allerdings konsequent verfolgt werden muss.

Die aktuelle Situation zeigt einmal mehr, wie wichtig wirtschaftliche Unabhängigkeit und eine kluge Außenhandelspolitik sind. Wer sich zu sehr von einem einzelnen Partner abhängig macht, wird erpressbar. Das gilt für die Abhängigkeit von amerikanischer Sicherheitspolitik ebenso wie für die Abhängigkeit von chinesischen Lieferketten.

In Zeiten solcher geopolitischer Unsicherheiten gewinnen übrigens auch physische Edelmetalle wie Gold und Silber an Bedeutung. Als währungsunabhängige Wertanlage bieten sie einen gewissen Schutz vor den Verwerfungen, die politische Entscheidungen auf den Finanzmärkten auslösen können. Eine Beimischung zum Portfolio erscheint in diesen turbulenten Zeiten durchaus sinnvoll.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist für seine Investitionsentscheidungen selbst verantwortlich und sollte vor einer Anlageentscheidung eine unabhängige Beratung in Anspruch nehmen sowie eigene Recherchen durchführen.

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