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16.03.2026
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Trumps Nato-Ultimatum: Wer nicht hilft, wird fallen gelassen

Die geopolitische Lage im Nahen Osten spitzt sich in dramatischer Weise zu – und mit ihr die Spannungen innerhalb des westlichen Bündnisses. US-Präsident Donald Trump hat in einem bemerkenswert unverblümten Interview mit der „Financial Times" seinen Nato-Verbündeten praktisch ein Ultimatum gestellt: Wer die USA bei der Sicherung der Straße von Hormus nicht unterstütze, müsse mit einer „sehr schlechten Zukunft" für das Verteidigungsbündnis rechnen. Deutlicher kann man die Axt an die transatlantische Partnerschaft kaum legen.

Die Straße von Hormus als Nadelöhr der Weltwirtschaft

Seit Ende Februar greifen Israel und die USA den Iran an. Nuklearanlagen wurden zerstört, Militäreinrichtungen dem Erdboden gleichgemacht, Führungsfiguren des Regimes in Teheran ausgeschaltet. An der Staatsspitze folgte Modschtaba Chamenei auf seinen getöteten Vater Ajatollah Ali Chamenei. Doch das Regime schlägt zurück – und zwar dort, wo es am meisten wehtut: Die iranischen Streitkräfte und Revolutionsgarden blockieren die Straße von Hormus, jene schmale Meerenge, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports fließt. Ein strategischer Würgegriff, der die gesamte Weltwirtschaft in Atem hält.

Trumps Botschaft an die Verbündeten ist dabei so simpel wie brutal: „Was auch immer nötig ist." Konkret forderte er die Entsendung von Minensuchbooten – von denen Europa deutlich mehr besitze als die USA – sowie Unterstützung bei der Ausschaltung „böswilliger Akteure" an der iranischen Küste. Der Präsident fügte mit kaum verhohlener Bitterkeit hinzu, die USA hätten Europa in der Ukraine geholfen, obwohl der Konflikt Tausende Kilometer entfernt liege. Nun wolle er sehen, ob die Verbündeten ihrerseits bereitstünden. Seine Prognose fiel düster aus: „Ich bin mir nicht sicher, ob sie da sein werden."

Deutschland duckt sich weg – wie gewohnt

Und tatsächlich ließ die deutsche Antwort nicht lange auf sich warten – in ihrer ganzen vorhersehbaren Zaghaftigkeit. Bundesaußenminister Johann Wadephul von der CDU schloss eine deutsche Beteiligung an einem Marineeinsatz zur Sicherung der Straße von Hormus zum jetzigen Zeitpunkt aus. Er sehe keine „unmittelbare Notwendigkeit", schon gar nicht für eine deutsche Beteiligung. Stattdessen forderte er von den USA und Israel mehr Informationen über Kriegsziele und weitere Planungen.

Man reibt sich die Augen. Da steht die Weltwirtschaft vor einer der schwersten Energiekrisen seit Jahrzehnten, die Spritpreise in Deutschland klettern unaufhörlich, und der deutsche Außenminister verlangt erst einmal – Informationen. Als ob man in einem Seminar säße und nicht mitten in einer geopolitischen Krise. Es ist genau diese Art von zögerlicher, bürokratischer Außenpolitik, die Deutschland auf der internationalen Bühne zunehmend irrelevant macht. Während Großbritannien immerhin „alle Optionen prüft" und Energieminister Ed Miliband signalisiert, man stehe in engem Kontakt mit den Verbündeten, verharrt Berlin in seiner Komfortzone des Abwartens.

Die Spritpreise explodieren – und die Regierung reagiert mit Symbolpolitik

Derweil spüren die deutschen Bürger die Folgen des Konflikts längst an der Tankstelle. Geopolitik-Experte Klemens Fischer warnte unmissverständlich: Die Spritpreise würden noch längere Zeit auf hohem Niveau verharren. Der Iran habe sich auf eine langfristige Sperrung der Meerenge vorbereitet – mit Minen, Raketen, Drohnen und schnellen Sturmbooten. Eine baldige Entspannung? Fehlanzeige.

Die Antwort der Bundesregierung auf diese Krise ist dabei so typisch wie ernüchternd: Ein Gesetzentwurf zur Änderung des Kartellrechts soll Mineralölkonzerne künftig zwingen, Preiserhöhungen vorab sachlich zu begründen. Tankstellen sollen den Preis nur noch einmal täglich – um 12 Uhr – erhöhen dürfen. Man bekämpft also die Symptome mit bürokratischen Pflastern, während die eigentliche Ursache – Deutschlands fatale Energieabhängigkeit und seine sicherheitspolitische Handlungsunfähigkeit – unberührt bleibt. Aus der CDU kamen zwar Forderungen nach einer Senkung der Energiesteuer oder einer Aussetzung der CO2-Abgabe, die SPD plädierte für eine Spritpreisbremse. Doch all das sind Strohfeuer, die an der strukturellen Misere nichts ändern.

Über 3000 Tote und kein Ende in Sicht

Die menschlichen Kosten des Konflikts sind erschütternd. Nach Angaben des in den USA ansässigen Menschenrechtsnetzwerks HRANA sind bei den israelisch-amerikanischen Angriffen im Iran bereits mehr als 3000 Menschen ums Leben gekommen – darunter mindestens 1319 Zivilisten und 206 Kinder. Die israelische Armee plant nach Angaben ihres Sprechers Effie Defrin, den Krieg noch mindestens drei weitere Wochen fortzusetzen. Es verblieben noch „Tausende Ziele" im Iran, und man habe sogar „weitergehende Pläne" darüber hinaus.

Der Iran seinerseits zeigt sich unbeugsam. Außenminister Abbas Araghtschi erklärte in der US-Sendung „Face the Nation", sein Land werde sich verteidigen, „so lange es nötig ist". Man habe weder um eine Waffenruhe noch um Verhandlungen gebeten. Eine bemerkenswerte Aussage, die zeigt, wie verhärtet die Fronten sind. Gleichzeitig ließ das Regime im Inneren die Zügel anziehen: 500 Menschen wurden wegen Spionagevorwürfen festgenommen, Dutzende weitere wegen angeblicher Zusammenarbeit mit Israel.

Die Eskalationsspirale dreht sich weiter

Auch an den Nebenfronten des Konflikts flammen die Kämpfe auf. Israels Armee bestätigte „begrenzte und gezielte Bodeneinsätze" im Südlibanon gegen die Hisbollah, die sich ihrerseits „direkte" Kämpfe mit israelischen Truppen liefert. In Dubai ging nach einem Drohneneinschlag ein Treibstofflager des Flughafens in Flammen auf – ein Vorfall, der die Verwundbarkeit der gesamten Golfregion schlaglichtartig offenbart. Frankreichs Präsident Macron telefonierte zwar mit seinem iranischen Amtskollegen und forderte ein sofortiges Ende der Angriffe, doch solche diplomatischen Gesten wirken angesichts der Realität auf dem Schlachtfeld wie Rufe in den Wind.

Die Internationale Energiebehörde reagierte derweil mit der Freigabe von über 400 Millionen Barrel Öl aus den weltweiten Reserven – ein Notfallmechanismus, der die Dimension der Krise unterstreicht. 271,7 Millionen Barrel aus staatlichen Reserven und 116,6 Millionen Barrel aus Industriebeständen sollen die Märkte beruhigen. Ob das reicht, darf bezweifelt werden.

Ein Weckruf, der verhallen wird?

Trumps Drohung an die Nato mag in ihrer Direktheit verstören – doch sie enthält einen wahren Kern. Europa, und insbesondere Deutschland, hat es über Jahrzehnte versäumt, eine eigenständige sicherheitspolitische Handlungsfähigkeit aufzubauen. Man hat sich bequem unter den amerikanischen Schutzschirm gelegt, die Bundeswehr kaputtgespart und gleichzeitig eine Energiepolitik betrieben, die das Land von autoritären Regimen abhängig machte. Erst war es russisches Gas, nun ist es die Verwundbarkeit durch die Blockade einer Meerenge am anderen Ende der Welt.

Die Große Koalition unter Friedrich Merz steht vor einer Bewährungsprobe, die weit über die Frage hinausgeht, ob man ein paar Minensuchboote in den Persischen Golf schickt. Es geht um nichts weniger als die Frage, ob Deutschland bereit ist, Verantwortung zu übernehmen – oder ob man weiterhin darauf hofft, dass andere die Kastanien aus dem Feuer holen. Die Geschichte lehrt, dass Nationen, die sich dieser Verantwortung verweigern, am Ende den höchsten Preis zahlen.

In Zeiten wie diesen zeigt sich einmal mehr der Wert physischer Edelmetalle als Absicherung gegen geopolitische Verwerfungen. Wenn Ölpreise explodieren, Währungen unter Druck geraten und die Weltwirtschaft ins Wanken kommt, erweist sich Gold als das, was es seit Jahrtausenden ist: ein sicherer Hafen in stürmischen Zeiten. Wer sein Vermögen breit streuen und gegen solche Krisen absichern möchte, sollte physische Edelmetalle als festen Bestandteil seines Portfolios in Betracht ziehen.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die dargestellten Informationen und Einschätzungen dienen ausschließlich der allgemeinen Information. Jeder Leser ist angehalten, eigene Recherchen durchzuführen und gegebenenfalls professionelle Beratung in Anspruch zu nehmen, bevor er Anlageentscheidungen trifft. Für etwaige finanzielle Verluste, die aus Anlageentscheidungen auf Grundlage dieses Artikels resultieren, übernehmen wir keinerlei Haftung.

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