
Trumps Rede zur Lage der Nation: Unbeirrt auf Kollisionskurs mit Gerichten und Verbündeten

Fast zwei Stunden lang sprach der mächtigste Mann der Welt – und sagte dabei vor allem eines: Ich weiche keinen Zentimeter zurück. US-Präsident Donald Trump hat bei seiner jüngsten Rede zur Lage der Nation vor beiden Kammern des Kongresses in Washington unmissverständlich klargemacht, dass er seinen konfrontativen Kurs in der Handels-, Wirtschafts- und Innenpolitik unbeirrt fortsetzen wird. Der große Eklat blieb zwar aus, doch die Botschaft war nicht weniger brisant.
Supreme Court als Kulisse der Demütigung
Bemerkenswert war bereits die Szenerie im Plenarsaal: Nur vier der neun Richter des Obersten Gerichtshofs hatten sich überhaupt die Mühe gemacht, der längsten Rede zur Lage der Nation in der jüngeren Geschichte beizuwohnen. Erst am vergangenen Freitag hatte der Supreme Court wesentliche Teile von Trumps aggressivem Zollregime für unrechtmäßig erklärt – eine empfindliche juristische Ohrfeige für den Präsidenten. Dass Trump dieses Urteil in seiner Ansprache weitgehend ignorierte, spricht Bände. Es ist die Strategie eines Mannes, der Niederlagen nicht anerkennt, sondern schlicht überspielt.
Zölle bleiben das Herzstück der Trump-Doktrin
Wer gehofft hatte, die gerichtliche Schlappe würde Trump zum Einlenken bewegen, wurde eines Besseren belehrt. Die Zollpolitik – mit 20 Prozent auf EU-Importe, 34 Prozent auf chinesische Waren und 25 Prozent auf Produkte aus Mexiko und Kanada – bleibt das zentrale Instrument seiner Wirtschaftspolitik. Für die europäische und insbesondere die deutsche Exportwirtschaft sind das keine guten Nachrichten. Während die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz noch versucht, sich außenpolitisch zu sortieren, schafft Trump in Washington Fakten, die Deutschlands ohnehin angeschlagene Industrie weiter unter Druck setzen dürften.
Man muss sich das einmal vergegenwärtigen: Ein US-Präsident erklärt offen, dass er an einer Politik festhält, die das höchste Gericht seines eigenen Landes für rechtswidrig befunden hat. In jeder funktionierenden Demokratie wäre das ein Moment der Besinnung. Nicht so bei Trump. Er macht weiter, als sei nichts geschehen.
Keine Brücken zu den Demokraten
Ebenso wenig zeigte der 79-Jährige Bereitschaft, auf die oppositionellen Demokraten zuzugehen. Im Gegenteil – mit Blick auf die im November anstehenden Zwischenwahlen, bei denen die Republikaner ihre hauchdünnen Mehrheiten in Senat und Repräsentantenhaus verlieren könnten, setzte Trump auf maximale Polarisierung. Es ist ein riskantes Spiel. Doch Trump hat in seiner politischen Karriere immer wieder bewiesen, dass er mit dem Feuer spielt und dabei erstaunlich selten verbrennt.
Während der Rede kam es zu Protesten im Saal – ein Zeichen dafür, wie aufgeheizt die politische Atmosphäre in den Vereinigten Staaten mittlerweile ist. Über fünf Millionen Menschen sind in den vergangenen Monaten in mehr als 2.100 Städten gegen Trumps Politik auf die Straße gegangen. Doch der Präsident lässt sich davon nicht beeindrucken. Seine Basis steht hinter ihm, und das ist alles, was für ihn zählt.
Was bedeutet das für Deutschland und Europa?
Für Deutschland und Europa bedeutet Trumps Unnachgiebigkeit vor allem eines: Unsicherheit. Die transatlantischen Handelsbeziehungen bleiben angespannt, die Zölle belasten die deutsche Exportwirtschaft, und eine diplomatische Entspannung ist nicht in Sicht. Die neue Große Koalition in Berlin täte gut daran, sich auf eine längere Phase der wirtschaftlichen Konfrontation mit Washington einzustellen, statt auf ein Einlenken des amerikanischen Präsidenten zu hoffen. Wer auf Trumps Vernunft setzt, hat die vergangenen Jahre offenbar verschlafen.
In Zeiten solch massiver geopolitischer Verwerfungen und wirtschaftlicher Unsicherheiten zeigt sich einmal mehr der Wert physischer Edelmetalle als Anker der Vermögenssicherung. Gold und Silber haben über Jahrhunderte bewiesen, dass sie in Krisenzeiten ihren Wert behalten – ganz gleich, welcher Präsident gerade welche Zölle verhängt oder welches Gericht welches Urteil fällt. Wer sein Portfolio klug diversifiziert und auf bewährte Sachwerte setzt, dürfte auch diese stürmischen Zeiten besser überstehen als jene, die blind auf die Stabilität der Papiermärkte vertrauen.
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