
Umweltminister Schneider erklärt Windräder zur Waffe – und die Bürger zahlen die Zeche
Während im Nahen Osten die Bomben fallen und die Straße von Hormus faktisch blockiert ist, hat Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) offenbar seinen ganz eigenen Schlachtplan entworfen. Nicht etwa für die Sicherung der deutschen Energieversorgung durch pragmatische Sofortmaßnahmen – nein, der Minister nutzt die geopolitische Krise als Steilvorlage für die nächste Runde ideologischer Energiepolitik. Seine Botschaft: Windräder und Solarpanels seien „Sicherheitsenergien". Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen.
Geopolitische Krise als Vorwand für ideologischen Umbau
Gegenüber dem Spiegel erklärte Schneider, die israelische und amerikanische Operation im Iran sei eine „schmerzhafte Erinnerung daran, wie verwundbar wir immer noch sind durch solche Schocks auf den Öl- und Gasmärkten". Soweit, so richtig. Doch statt daraus die naheliegende Konsequenz zu ziehen – nämlich eine diversifizierte, technologieoffene Energiestrategie zu verfolgen, die auch konventionelle Energieträger als Brückentechnologie einschließt – greift der SPD-Politiker zum altbekannten grünen Werkzeugkasten. Erneuerbare Energien hätten Deutschlands „fatale Abhängigkeit von fossilen Energien schon stark verringert", behauptet er.
Die Realität sieht freilich anders aus. Deutschland importiert nach wie vor gewaltige Mengen an Erdgas und Öl. Die Deindustrialisierung schreitet voran, energieintensive Unternehmen wandern ab, und die Strompreise für Privathaushalte gehören zu den höchsten in ganz Europa. Aber das scheint den Minister nicht weiter zu beunruhigen.
„Kaufen Sie doch ein E-Auto!" – Schneiders Antwort auf explodierende Spritpreise
Besonders entlarvend war Schneiders Auftritt im Bundestag, der bereits zuvor für Aufsehen gesorgt hatte. Als der AfD-Abgeordnete Karsten Hilse angesichts der „horrenden Steigerung der Treibstoffpreise" fragte, ob es nicht sinnvoll wäre, den CO₂-Preis vorübergehend auszusetzen, konterte der Minister mit einer Antwort, die an Realitätsferne kaum zu überbieten ist: Man solle doch einfach ein batterieelektrisches Auto fahren, dann sei man vom Benzinpreis unabhängig.
Man stelle sich vor: Eine alleinerziehende Mutter in der sächsischen Provinz, die mit ihrem zehn Jahre alten Diesel zur Arbeit pendelt, soll sich also mal eben ein Elektroauto für 40.000 Euro oder mehr zulegen. Ein Rentner, der seine kleine Rente zusammenkratzt, um den Tank zu füllen, bekommt vom Umweltminister den gönnerhaften Rat, doch auf Batterie umzusteigen. Das ist keine Energiepolitik – das ist blanker Zynismus.
Die Mär von der krisenfesten Energieversorgung
Schneider malt das Bild eines Landes, das sich mit „Windrädern, Solaranlagen, Wärmepumpen und Elektroautos krisenfest gemacht" habe und dann „mit weniger ökonomischen Sorgen auf die Straße von Hormus blicken" könne. Was der Minister dabei geflissentlich verschweigt: Wind weht nicht immer, die Sonne scheint nicht nachts, und die Speichertechnologien, die diese Lücken schließen könnten, existieren in der benötigten Größenordnung schlicht noch nicht. Die berüchtigten Dunkelflauten – jene Perioden, in denen weder Wind noch Sonne Strom liefern – sind keine theoretische Gefahr, sondern dokumentierte Realität.
Wer ernsthaft behauptet, Deutschland könne sich allein mit erneuerbaren Energien „krisenfest" machen, der ignoriert physikalische Grundgesetze zugunsten politischer Wunschträume. Oder er hofft darauf, dass die Bürger nicht genau hinschauen. Doch die Deutschen schauen längst hin – und sie sind zunehmend weniger bereit, die astronomischen Kosten dieser ideologiegetriebenen Transformation klaglos zu tragen.
Milliardenverluste – aber für wen?
Der Umweltminister warnt vor Milliardverlusten, die Deutschland durch seine Abhängigkeit vom Öl „zugunsten der Öl- und Gaskonzerne" mache. Doch er schweigt über die Milliarden, die der deutsche Steuerzahler bereits in den Ausbau erneuerbarer Energien gepumpt hat – über das EEG, über Subventionen, über die Netzentgelte, die unaufhörlich steigen. Er schweigt über die Milliarden, die durch den überstürzten Atomausstieg vernichtet wurden, jene fatale Entscheidung, die Deutschland seiner zuverlässigsten und CO₂-ärmsten Energiequelle beraubte.
Es ist bezeichnend, dass ausgerechnet ein SPD-Minister, dessen Partei maßgeblich am Atomausstieg beteiligt war, nun die Verwundbarkeit der deutschen Energieversorgung beklagt. Die Ironie könnte kaum größer sein. Hätte Deutschland seine Kernkraftwerke am Netz gelassen und gleichzeitig erneuerbare Energien als Ergänzung – nicht als Ersatz – ausgebaut, stünde das Land heute deutlich besser da. Doch diese Einsicht scheint in den Reihen der Regierungskoalition nach wie vor unerwünscht zu sein.
Die große Koalition der Energiewende-Träumer
Dass Friedrich Merz als Bundeskanzler diesem Treiben weitgehend tatenlos zusieht, ist eine bittere Enttäuschung für viele konservative Wähler, die sich von der Union eine Rückkehr zur Vernunft in der Energiepolitik erhofft hatten. Stattdessen regiert die große Koalition aus CDU/CSU und SPD munter weiter in den Fußstapfen der Ampel – nur mit anderem Etikett. Das 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen, das die neue Regierung aufgelegt hat, wird die Schuldenlast künftiger Generationen weiter in die Höhe treiben, während die grundlegenden Probleme der deutschen Energieversorgung ungelöst bleiben.
Die „Entscheidung für Klimaschutz" sei auch eine „geostrategisch und geoökonomisch kluge Entscheidung", versichert Schneider. Doch geostrategische Klugheit würde bedeuten, alle verfügbaren Optionen auf dem Tisch zu lassen – einschließlich Kernenergie, einschließlich einer realistischen Bewertung fossiler Brückentechnologien, einschließlich einer ehrlichen Debatte über die Grenzen erneuerbarer Energien. Was Schneider betreibt, ist das genaue Gegenteil: ideologische Verengung in Zeiten, die nach Pragmatismus schreien.
In Zeiten geopolitischer Unsicherheit und explodierender Energiepreise wäre es für den deutschen Bürger ratsam, die eigene Vermögenssicherung nicht allein der Politik zu überlassen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als krisenfester Wertspeicher bewährt – unabhängig von Energiepreisschocks, politischen Fehlentscheidungen und inflationären Geldpolitiken. Als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio können sie einen wichtigen Beitrag zur finanziellen Absicherung leisten.

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