
Venezuela: Oppositionsführerin Machado hofft auf Demokratie – doch Trump setzt auf Öl statt Freiheit

Die venezolanische Oppositionsführerin María Corina Machado zeigt sich trotz der ernüchternden Realität erstaunlich optimistisch. Bei einer Pressekonferenz in Washington erklärte sie am Freitag, sie sei zuversichtlich, dass die Überreste des von ihr als "kriminelles Regime" bezeichneten Systems in Venezuela letztendlich zerschlagen würden und ein geordneter Übergang zu freien Wahlen stattfinden werde.
Trumps Prioritäten: Schwarzes Gold vor demokratischen Idealen
Die Realität zeichnet jedoch ein deutlich nüchterneres Bild. Seit dem blitzartigen Sturz des langjährigen Machthabers Nicolás Maduro am 3. Januar hat US-Präsident Donald Trump unmissverständlich klargemacht, wo seine wahren Interessen liegen: beim Zugang zu Venezuelas gewaltigen Ölreserven, nicht bei der Wiederherstellung demokratischer Verhältnisse in dem südamerikanischen Land.
Statt Machado, deren Bewegung weithin als Siegerin der Wahlen von 2024 gilt – jener Wahlen, die Maduro zu seinen Gunsten manipuliert haben soll –, unterstützt Trump nun ausgerechnet ehemalige Maduro-Getreue. Die Interimspräsidentin Delcy Rodríguez, einst loyale Gefolgsfrau des gestürzten Diktators, wird von Washington als beste Option für die Aufrechterhaltung der Ordnung betrachtet.
Machados diplomatischer Eiertanz im Weißen Haus
Einen Tag vor ihrer Pressekonferenz hatte Machado Trump im Weißen Haus getroffen – und dabei eine bemerkenswerte Geste vollzogen. Sie überreichte dem US-Präsidenten ihre Friedensnobelpreis-Medaille mit den Worten, er habe diese verdient. Eine Schmeichelei, die selbst hartgesottene Beobachter überraschte.
"Ich bin zutiefst, zutiefst zuversichtlich, dass wir einen geordneten Übergang zu Wahlen haben werden"
So äußerte sich Machado bei der Heritage Foundation, einem konservativen Thinktank mit engen Verbindungen zur Trump-Administration. Gleichzeitig betonte sie, es handele sich um einen heiklen und komplexen Prozess, der Zeit brauche.
Das Nobelkomitee widerspricht
Das Norwegische Nobelinstitut stellte umgehend klar: Der Friedensnobelpreis könne weder übertragen noch geteilt oder widerrufen werden. Trump hatte sich bekanntlich offen um den Preis beworben und sich bitter beklagt, als er übergangen wurde. Nun schrieb er auf seiner Plattform Truth Social, Machado sei eine "wunderbare Frau, die so viel durchgemacht hat".
CIA-Chef in Caracas – ein deutliches Signal
Während Machado im Weißen Haus um Trumps Gunst warb, flog CIA-Direktor John Ratcliffe nach Caracas und traf sich mit Rodríguez. Es war der ranghöchste bekannte US-Besuch seit Maduros Sturz – ein unmissverständliches Zeichen dafür, wer in Washington derzeit das Rennen macht.
Machado vermied jede direkte Kritik an Trumps Venezuela-Politik, obwohl diese viele in der Opposition frustriert. Sie beharrte darauf, dass eine "kriminelle Struktur", die Venezuela jahrelang dominiert habe, sich letztendlich selbst auflösen werde. Wie genau dies geschehen soll, ließ sie allerdings offen.
Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, machte derweil deutlich, dass Trump zwar gerne Machado getroffen habe, aber bei seiner "realistischen" Einschätzung bleibe: Sie verfüge derzeit nicht über die nötige Unterstützung, um das Land kurzfristig zu führen. Maduro selbst wurde nach New York gebracht, wo er sich wegen Drogenhandelsvorwürfen vor Gericht verantworten muss.
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