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24.02.2026
19:40 Uhr

Vier Jahre Stellvertreterkrieg: Warum Europa endlich den Mut zur Diplomatie finden muss

Vier Jahre. Vier Jahre Krieg auf europäischem Boden, vier Jahre Blutvergießen, vier Jahre gescheiterter westlicher Strategien – und kein Ende in Sicht. Am Jahrestag des russischen Einmarsches in die Ukraine ist es höchste Zeit, eine unbequeme Bilanz zu ziehen. Eine Bilanz, die in den deutschen Mainstream-Medien kaum gezogen wird, weil sie das Narrativ der „Kriegstüchtigkeit" empfindlich stören würde.

Die verpasste Chance von Istanbul

Man erinnere sich: Nur wenige Wochen nach Kriegsbeginn, im März und April 2022, hatten Russland und die Ukraine in Istanbul die wesentlichen Eckpunkte eines Friedensabkommens ausgehandelt. Die Konturen einer Einigung lagen auf dem Tisch. Doch was geschah? Der Westen intervenierte. Statt den Frieden zu fördern, setzte man auf eine Strategie des „Siegfriedens" über Russland – durch Wirtschaftssanktionen, internationale Isolierung und immer umfangreichere Militärhilfe für Kiew. Das Ergebnis dieser Strategie liegt heute für jeden sichtbar auf den Schlachtfeldern der Ukraine: Hunderttausende Tote, zerstörte Städte, eine entvölkerte Nation.

Bereits vor zwei Jahren hatte der damalige Papst Franziskus die Ukraine aufgefordert, den „Mut zur weißen Fahne" zu haben und zu verhandeln. Das sei ehrenvoll, um Schlimmeres zu verhüten. Wie wurde er dafür gescholten! Man warf ihm Defätismus vor, Naivität, ja sogar Verrat an der ukrainischen Sache. Heute, zwei Jahre später, muss man nüchtern feststellen: Der Pontifex hatte recht. Alles, was seither geschah, hat das Leid nur vergrößert.

Ein Stellvertreterkrieg auf Kosten der Ukrainer

Man muss die Dinge beim Namen nennen, auch wenn es in Berlin und Brüssel niemand hören will: Was in der Ukraine tobt, ist längst ein ausgewachsener Stellvertreterkrieg zwischen der US-geführten NATO auf der einen und Russland auf der anderen Seite. Der Krieg findet auf ukrainischem Territorium statt, die Ukrainer sterben – aber die geopolitischen Interessen, die hier aufeinanderprallen, reichen weit über die Grenzen dieses geschundenen Landes hinaus.

Beide Seiten führen diesen Konflikt mit nahezu allen verfügbaren Mitteln, wohlwissend, dass eine direkte militärische Konfrontation zwischen den Atommächten die gesamte Zivilisation in den Abgrund reißen würde. Und dennoch – oder gerade deshalb – eskaliert die Rhetorik unaufhörlich. NATO-Offiziere sinnieren öffentlich über die Einnahme Kaliningrads, während gleichzeitig eine russische Aggression gegen das Bündnisgebiet an die Wand gemalt wird. Ohne belastbare Anhaltspunkte. Russische Dementis werden routinemäßig ignoriert.

Wo sind die Staatsmänner geblieben?

Deutschland ist laut Grundgesetz dem Frieden verpflichtet. Doch wo sind die Staatsmänner, die diesem Auftrag gerecht werden? Wo ist ein Egon Bahr, ein Willy Brandt, ein Hans-Dietrich Genscher, ein Helmut Schmidt? Männer, die verstanden, dass Frieden in Europa nur mit Russland möglich ist, nicht gegen Russland. Stattdessen regiert in Berlin eine Große Koalition unter Friedrich Merz, die mit markigen Worten von „Kriegstüchtigkeit" schwadroniert und ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen auf den Weg bringt, das kommende Generationen mit Schulden belastet – während die eigentliche Aufgabe, nämlich diplomatische Brücken zu bauen, sträflich vernachlässigt wird.

Die Strategie des „Siegfriedens" über Russland ist gescheitert. Das ist keine Meinung, das ist eine Tatsache, die nach vier Jahren Krieg nicht mehr ernsthaft bestritten werden kann. Die Wirtschaftssanktionen haben Russland nicht in die Knie gezwungen. Die internationale Isolierung ist ein Phantom – der größte Teil der Weltbevölkerung steht keineswegs auf der Seite des Westens. Und die militärische Unterstützung für die Ukraine hat zwar den Krieg verlängert, aber keinen Sieg gebracht.

Am Scheideweg: Verhandeln oder Verbluten

Europa steht an einem Scheideweg, und die Optionen sind so klar wie brutal: Entweder es gibt Verhandlungen mit Russland auf Augenhöhe, die eine stabile Friedensordnung auf dem europäischen Kontinent zum Ziel haben. Oder das russische Sicherheitsinteresse – dass die Ukraine niemals NATO-Aufmarschgebiet und kein feindlich gesinnter Nachbar sein darf – wird auf dem Schlachtfeld ausgefochten. Bis zum bitteren Ende. Einem Ende, bei dem die Ukraine verblutet und möglicherweise kein überlebensfähiger Staat mehr ist.

Wer das verhindern will, muss den Mut aufbringen, unbequeme Wahrheiten auszusprechen. Jedem Krieg liegen Ursachen zugrunde. Es geht um widerstreitende Interessen, die über viele Jahre gewachsen sind und schließlich in Gewalt umgeschlagen haben. Wer diese Vorgeschichte ignoriert – die NATO-Osterweiterung, die gebrochenen Versprechen, den Bürgerkrieg im Donbass seit 2014, das nie umgesetzte Minsker Abkommen –, der wird diesen Konflikt niemals lösen können.

Feindbilder abbauen statt Aufrüstung predigen

Jeder Krieg befeuert Feindbilder und Hass. Jeder Krieg macht unempfänglicher für Tod, Schmerz und vertane Zukunftschancen. Die deutschen Medien – allen voran ARD und ZDF – tragen eine erhebliche Mitverantwortung dafür, dass eine differenzierte Debatte über die Ursachen und mögliche Lösungen dieses Konflikts in Deutschland praktisch unmöglich geworden ist. Wer Verhandlungen fordert, wird als „Putin-Versteher" diffamiert. Wer auf die Vorgeschichte des Krieges hinweist, gilt als Verräter. Diese intellektuelle Verarmung des öffentlichen Diskurses ist eines der größten Versäumnisse unserer Zeit.

Was wir brauchen, ist keine „Kriegstüchtigkeit". Was wir brauchen, sind Verteidigungs- und Friedensfähigkeit, Vernunft und Diplomatie. Abrüstung im Kopf und in der Wirklichkeit. Deutschland sollte innerhalb der EU vorangehen – mit dem Mut zur weißen Fahne des Parlamentärs, um Ausgleich zu suchen und Frieden zu schaffen. Nicht gegen Russland, sondern mit Russland. Für alle europäischen Völker.

Die wahren Kosten des Krieges

Während Politiker in Berlin über Sondervermögen und Aufrüstung debattieren, zahlen die europäischen Bürger die Zeche. Steigende Energiepreise, galoppierende Inflation, eine Wirtschaft am Rande der Rezession – das sind die realen Kosten dieses Konflikts für den deutschen Steuerzahler. Milliarden fließen in Waffenlieferungen, während Schulen verfallen, Brücken bröckeln und die Infrastruktur eines einstmals stolzen Industrielandes vor sich hin rostet.

In Zeiten solcher geopolitischer Unsicherheit und wirtschaftlicher Verwerfungen zeigt sich einmal mehr der Wert physischer Edelmetalle als Instrument der Vermögenssicherung. Gold und Silber haben über Jahrtausende hinweg ihre Funktion als Krisenwährung bewiesen – in Zeiten des Krieges ebenso wie in Zeiten der Inflation. Wer sein Vermögen breit streuen und gegen die Unwägbarkeiten einer zunehmend instabilen Weltordnung absichern möchte, kommt an physischen Edelmetallen als Beimischung eines gesunden Anlageportfolios kaum vorbei.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Anlageentscheidung sollte auf Basis eigener, sorgfältiger Recherche getroffen werden. Für individuelle Anlageentscheidungen ist jeder Leser selbst verantwortlich. Kettner Edelmetalle übernimmt keine Haftung für Anlageentscheidungen, die auf Grundlage dieses Artikels getroffen werden.

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