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18.03.2026
06:16 Uhr

Wirtschaftsweiser Felbermayr rechnet mit dem Atomausstieg ab – doch Merz mauert

Es gibt Wahrheiten, die so offensichtlich sind, dass man sich fragt, warum es eines Wirtschaftsweisen bedarf, um sie auszusprechen. Gabriel Felbermayr, das neueste Mitglied im Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, hat nun genau das getan: Er fordert den Wiedereinstieg Deutschlands und Europas in die Kernenergie. Eine Forderung, die Millionen Deutsche seit Jahren auf den Lippen tragen – und die von der Politik konsequent ignoriert wird.

Der Ausstieg war ein Fehler – wer hätte das gedacht?

„Ich glaube, jetzt ist es sehr deutlich, dass der Ausstieg aus der Kernenergie ein Fehler war", erklärte Felbermayr unmissverständlich. Man habe funktionsfähige und relativ sichere Reaktoren abgeschaltet, während anderswo in Europa deutlich schlechtere Kernkraftwerke weiterbetrieben würden. Eine Erkenntnis, die jeden mit gesundem Menschenverstand ausgestatteten Bürger kaum überraschen dürfte. Schon 2011, als die damalige Bundeskanzlerin Angela Merkel im Fukushima-Reflex den beschleunigten Atomausstieg verkündete, warnten Experten vor den verheerenden Folgen für den Industriestandort Deutschland. Man hörte nicht auf sie. Man hörte lieber auf die Straße, auf grüne Ideologen und auf ein diffuses Angstgefühl, das mit nüchterner Risikoabwägung wenig zu tun hatte.

Der Österreicher Felbermayr, dessen Nominierung für den Sachverständigenrat Ende Februar bekannt wurde, sieht in der politischen Ehrlichkeit den „ersten Akt" einer Kehrtwende. Der zweite Akt bestehe darin, die in Deutschland noch vorhandene Expertise im Bereich der Kerntechnologie wieder „in den Dienst der Sache" zu stellen. Ob man nun tatsächlich neue Kernkraftwerke in Deutschland baue, sei dabei gar nicht so zentral. Entscheidend sei vielmehr, dass man mit moderner Kernkraft die strukturelle Energieknappheit in Europa bekämpfe.

Steigende Energiepreise als Weckruf

Der Hintergrund seiner Forderung ist brisant. Angesichts des Preisanstiegs bei Energierohstoffen aus der Golfregion – verschärft durch die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten – müsse man „alle Register ziehen", um sich von fossilen Kraftstoffen wie Öl und Gas unabhängig zu machen. Die Kernenergie gehöre in Europa „sicherlich dazu", so Felbermayr.

Was der Wirtschaftsweise hier beschreibt, ist nichts anderes als die bittere Realität einer gescheiterten Energiepolitik. Deutschland hat sich sehenden Auges in eine dreifache Abhängigkeit manövriert: abhängig von russischem Gas, das nach dem Ukraine-Krieg wegfiel; abhängig von Flüssiggas aus den USA und Katar zu horrenden Preisen; und abhängig vom Wetter, das bekanntlich weder Wind noch Sonne auf Knopfdruck liefert. Die sogenannte Energiewende, einst als Leuchtturmprojekt gefeiert, entpuppt sich zunehmend als das, was Kritiker von Anfang an befürchteten: ein ideologisches Experiment auf Kosten der Wettbewerbsfähigkeit.

Merz erklärt den Ausstieg für „irreversibel"

Doch hier wird es wirklich pikant. Denn ausgerechnet Bundeskanzler Friedrich Merz, der im Wahlkampf noch als pragmatischer Wirtschaftspolitiker auftrat, hat den deutschen Atomausstieg kürzlich als „irreversibel" bezeichnet. Ein Wort, das schwer wiegt. Ein Wort, das Türen zuschlägt, statt sie zu öffnen. Und ein Wort, das angesichts der energiepolitischen Realitäten geradezu fahrlässig erscheint.

Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Da sitzt ein Wirtschaftsweiser – also ein vom Staat bestellter Berater – und erklärt dem Kanzler, dass dessen Politik in eine Sackgasse führt. Und der Kanzler? Zuckt mit den Schultern und erklärt die Sackgasse für alternativlos. Pardon – „irreversibel". Kommt einem das bekannt vor? Es ist dasselbe Muster, das die deutsche Politik seit Jahren prägt: Ideologie vor Vernunft, Symbolpolitik vor Sachverstand.

Die Kosten der ideologischen Verblendung

Die Zahlen sprechen eine unmissverständliche Sprache. Deutsche Industrieunternehmen zahlen heute Strompreise, die zwei- bis dreimal so hoch sind wie in Frankreich, wo die Kernenergie rund 70 Prozent der Stromerzeugung ausmacht. Unternehmen wandern ab, Investitionen bleiben aus, und die Deindustrialisierung schreitet voran. Wer glaubt, man könne eine der größten Volkswirtschaften der Welt mit Windrädern und Solarpanelen am Laufen halten, der hat entweder keine Ahnung von Physik oder keine Ahnung von Wirtschaft – oder beides.

Weltweit erleben wir derzeit eine Renaissance der Kernenergie. China baut im Rekordtempo neue Reaktoren. Frankreich investiert Milliarden in die nächste Generation. Selbst die USA unter Präsident Trump setzen verstärkt auf nukleare Energie als Rückgrat einer stabilen Stromversorgung. Und Deutschland? Deutschland diskutiert darüber, ob der Ausstieg vielleicht doch ein Fehler gewesen sein könnte. Im Jahr 2026. Mehr als ein Jahrzehnt nach der fatalen Entscheidung.

Expertise schwindet – und mit ihr die Zukunft

Besonders alarmierend ist Felbermayrs Hinweis auf die schwindende Expertise. Denn mit jedem Jahr, das verstreicht, gehen Ingenieure in den Ruhestand, werden Lehrstühle geschlossen und wandern Fachkräfte ins Ausland ab. Die kerntechnische Kompetenz, die Deutschland über Jahrzehnte aufgebaut hat, zerrinnt wie Sand zwischen den Fingern. Und anders als ein abgeschaltetes Kraftwerk lässt sich verlorenes Wissen nicht einfach wieder hochfahren.

Es ist ein Treppenwitz der Geschichte, dass ausgerechnet ein Österreicher den Deutschen erklären muss, was energiepolitisch vernünftig wäre. Österreich selbst hat bekanntlich nie ein Kernkraftwerk in Betrieb genommen – das fertig gebaute AKW Zwentendorf wurde 1978 per Volksabstimmung gestoppt. Doch Felbermayr beweist, dass man nicht aus einem Atomstromland kommen muss, um die Vorzüge dieser Technologie zu erkennen. Es reicht, die Fakten nüchtern zu betrachten.

Ein Funken Hoffnung?

Ob Felbermayrs Vorstoß tatsächlich etwas bewirkt, bleibt abzuwarten. Die politischen Widerstände sind enorm. Die SPD als Koalitionspartner dürfte wenig Begeisterung zeigen, und auch innerhalb der Union gibt es Kräfte, die das Thema lieber ruhen lassen möchten. Zu groß ist die Angst vor dem Eingeständnis, dass man sich geirrt hat. Zu tief sitzt die ideologische Prägung einer Generation von Politikern, die mit „Atomkraft? Nein danke!"-Aufklebern aufgewachsen sind.

Doch die Realität ist ein unbarmherziger Lehrmeister. Und sie wird Deutschland früher oder später einholen – mit steigenden Strompreisen, abwandernden Unternehmen und einer Infrastruktur, die den Anforderungen einer modernen Industrienation nicht mehr gerecht wird. Vielleicht braucht es genau solche Stimmen wie die von Gabriel Felbermayr, um den überfälligen Kurswechsel einzuleiten. Die Frage ist nur: Wird die Politik zuhören, bevor es zu spät ist? Oder wird sie – wie so oft in den letzten Jahren – erst dann handeln, wenn der Schaden nicht mehr zu reparieren ist?

Eines steht fest: Der deutsche Bürger zahlt die Zeche. Wie immer. Ob an der Tankstelle, auf der Stromrechnung oder durch den schleichenden Verlust seines Wohlstands. Es wäre an der Zeit, dass die Politik endlich die Interessen derjenigen in den Vordergrund stellt, die sie gewählt haben – und nicht die Befindlichkeiten einer lautstarken ideologischen Minderheit.

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