
ZDF schiebt Grafikpanne auf „komplexes Programm" – und gendert lieber statt zu korrigieren

Man könnte es für Satire halten, wäre es nicht bittere Realität im zwangsfinanzierten deutschen Fernsehen: Das ZDF hat bei der Darstellung der Wahlergebnisse in Baden-Württemberg den Sitzanteil der AfD gleich viermal viel zu klein dargestellt – und erklärt dies nun allen Ernstes mit einem „komplexen Grafikprogramm". Dass man zwischenzeitlich lieber die Grafik genderte als die falschen Zahlen zu korrigieren, setzt dem Ganzen die Krone auf.
Viermal derselbe „Fehler" – immer zu Lasten derselben Partei
Am Montag nach der Landtagswahl in Baden-Württemberg wurde in den Sendungen „ZDF heute live" und „heute in Deutschland" ein Tortendiagramm zur Sitzverteilung im neuen Landtag eingeblendet. Die AfD hatte laut vorläufigem Ergebnis 35 Sitze errungen – die Beschriftung gab dies auch korrekt wieder. Doch das zugehörige Tortenstück erzählte eine ganz andere Geschichte: Es war nur etwa 1,6-mal so groß wie jenes der SPD, die lediglich auf zehn Sitze kam. Wer auch nur rudimentäre Kenntnisse in Mathematik besitzt, erkennt sofort: Hier stimmt etwas ganz und gar nicht.
Thomas Heinrich, Leiter der heute-Sendung, sprach gegenüber t-online von einem „sehr ärgerlichen Fehler in solchen Zeiten, in denen das Vertrauen in Medien unter Druck ist." Man möchte ihm zurufen: Vielleicht steht das Vertrauen ja genau deshalb unter Druck, weil solche „Fehler" mit einer bemerkenswerten Regelmäßigkeit auftreten – und stets in dieselbe Richtung weisen?
Die abenteuerliche Erklärung des Senders
Die Rechtfertigung des ZDF liest sich wie ein Lehrstück in kreativer Ausredenkunst. Die Grafiken würden über die Software des US-Unternehmens Vizrt erstellt. Für die Montagmorgen-Sendung hätten vollständig neue Grafiken angefertigt werden müssen – angeblich um die „Designsprache" zu ändern. Die Zahlen müssten dabei zweimal eingegeben werden: einmal als Textfeld für die Beschriftung und einmal als Grundlage für die grafische Darstellung. Ohne diese Doppeleingabe sei die schriftliche Darstellung um die Grafik herum „nicht ansehnlich genug".
Im Eingabefeld für die Grafikerstellung sei dann „eine" falsche Zahl verwendet worden. Welche Zahl bei welcher Partei falsch eingegeben wurde, könne man allerdings nicht sagen. Zusätzlich erstelle die Software die Tortenstücke in einer bestimmten Reihenfolge, wobei das letzte Stück automatisch den verbleibenden Anteil bis zur Gesamtsumme ausfülle. Diese beiden Umstände hätten zusammen zu dem Fehler geführt.
„Es gab keine absichtliche Manipulation."
So die offizielle Stellungnahme des Senders. Man fragt sich unwillkürlich: Wenn ein Sender mit einem Jahresbudget von mehreren Milliarden Euro nicht in der Lage ist, ein simples Tortendiagramm korrekt zu erstellen – wofür genau zahlt der deutsche Bürger eigentlich seine Rundfunkgebühren?
Gegendert statt korrigiert – die Pointe des Tages
Doch die eigentliche Absurdität offenbart sich erst im weiteren Verlauf der Geschichte. Um 9 Uhr morgens wurde die korrekte Grafik eingeblendet – der Fehler war also bekannt. Dennoch erschien um 14 Uhr in der Sendung „heute in Deutschland" erneut die falsche Grafik. Wie konnte das passieren?
Die Erklärung des ZDF ist so bezeichnend, dass man sie sich auf der Zunge zergehen lassen muss: Die korrigierte Datei trug im Managementsystem den Zusatz „neu" im Dateinamen. Dieser Zusatz bezog sich allerdings nicht etwa auf die Korrektur der falschen Zahlen, sondern darauf, dass man die Grafik gegendert hatte – aus „Wahlleiter" wurde „Wahlleiterin". So griff die Redaktion um 14 Uhr versehentlich auf die alte, fehlerhafte Version zurück. Insgesamt wurde die manipulativ wirkende Darstellung damit viermal innerhalb eines Vormittags ausgestrahlt.
Die Prioritäten könnten kaum deutlicher zutage treten: Während die korrekte Darstellung demokratischer Wahlergebnisse offenbar nachrangig behandelt wird, findet man durchaus die Zeit und Sorgfalt, geschlechtergerechte Sprache in die Grafiken einzupflegen. Es ist ein Sinnbild für den Zustand des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Deutschland – ideologische Kosmetik vor journalistischer Sorgfaltspflicht.
Kein Einzelfall, sondern ein Muster
Besonders pikant: t-online behauptet, fehlerhafte Grafiken seien beim ZDF „äußerst selten" und man müsse bis ins Jahr 2013 zurückgehen, um einen vergleichbaren Fall zu finden. Diese Darstellung ist schlicht falsch. Bereits am Abend der Bundestagswahl im Februar 2025 zeigte das ZDF ein Balkendiagramm, in dem verschiedene Koalitionsmöglichkeiten dargestellt wurden – und auch dort wurde der Anteil von Union und AfD im Bundestag deutlich zu klein abgebildet.
Es fällt schwer, an eine Häufung unglücklicher Zufälle zu glauben, wenn die „Fehler" stets in dieselbe Richtung weisen. Jeder, der schon einmal mit einer simplen Tabellenkalkulation gearbeitet hat, weiß: Ein Tortendiagramm korrekt zu erstellen, gehört zu den absoluten Grundlagen der Datenvisualisierung. Man gibt Zahlen ein, wählt den Diagrammtyp – fertig. Dass ausgerechnet ein milliardenschwerer Sender mit Hunderten von Mitarbeitern daran scheitert, mutet mehr als befremdlich an.
Die Vertrauenskrise des öffentlich-rechtlichen Rundfunks
Dieser Vorfall reiht sich nahtlos ein in eine lange Kette von Fragwürdigkeiten, die das Vertrauen der Bürger in den öffentlich-rechtlichen Rundfunk weiter erodieren lassen. Ob es die einseitige Berichterstattung über politische Themen ist, die regelmäßigen „Pannen" bei der Darstellung von Wahlergebnissen oder die Prioritätensetzung, bei der Gendern wichtiger erscheint als korrekte Zahlen – der ÖRR entfernt sich immer weiter von seinem gesetzlichen Auftrag einer ausgewogenen und wahrheitsgemäßen Berichterstattung.
Dass die Bürger für dieses Programm zwangsweise zur Kasse gebeten werden, macht die Angelegenheit umso brisanter. In einer Zeit, in der die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz ohnehin ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen plant und die Bürger mit steigenden Abgaben belastet werden, stellt sich die Frage nach der Berechtigung des Rundfunkbeitrags drängender denn je. Wenn selbst ein simples Tortendiagramm nicht korrekt dargestellt werden kann – oder will –, dann ist die Forderung nach einer grundlegenden Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks nicht nur berechtigt, sondern überfällig.
Die Deutschen verdienen Medien, die ihrem Informationsauftrag gerecht werden. Was sie stattdessen bekommen, ist ein System, das Gendern über Genauigkeit stellt und „Fehler" produziert, die zufälligerweise immer die gleiche politische Richtung benachteiligen. Zufall? Wer das glaubt, der glaubt auch, dass ein Tortendiagramm zu komplex für einen Milliardensender ist.

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