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08.09.2026
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19,5 Prozent: Union stürzt unter Merz auf historisches Tief

19,5 Prozent: Union stürzt unter Merz auf historisches Tief
Symbolbild: KI-generiert

Es ist der schlechteste Umfragewert der Union seit fast fünf Jahren – und der erste unter der 20-Prozent-Marke, seit Friedrich Merz die CDU führt. In der neuen Insa-Sonntagsfrage rutschen CDU und CSU um einen Punkt auf 19,5 Prozent. Der Absturz kommt zwei Tage nach dem Debakel bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt.

Der Kanzler und die Zahl, die alles verändert

Zuletzt lag die Union im Oktober 2021 unter 20 Prozent – damals, in der Endphase der Ära Merkel, nach der verlorenen Bundestagswahl unter Armin Laschet. Merz führt die CDU seit 2022, regiert seit Mai 2025 als Bundeskanzler. Ein Wert wie dieser ist für eine Volkspartei, die sich selbst als natürliche Regierungspartei versteht, mehr als eine Delle.

Die AfD bleibt der Erhebung zufolge bei 29 Prozent, die Grünen bei 13,5 Prozent. Die SPD legt leicht auf 12,5 Prozent zu, die Linkspartei hält 10,5 Prozent. FDP (4,5 Prozent) und BSW (4,0 Prozent) blieben draußen.

Sachsen-Anhalt als Brandbeschleuniger

Der Hintergrund ist ein Wahlergebnis, das die politische Statik der Republik erschüttert hat. Am 6. September holte die AfD in Sachsen-Anhalt nach vorläufigem Endergebnis 43,8 Prozent – mehr als eine Verdoppelung gegenüber 2021 und der höchste Wert, den eine Partei dort seit der Wende erreichte. Die CDU halbierte sich auf 17,2 Prozent.

39 der 83 Landtagssitze gehen an die AfD, die absolute Mehrheit wurde knapp verfehlt. Die Wahlbeteiligung kletterte auf 77,8 Prozent – ein Rekord. Politikverdrossenheit sieht anders aus: Die Bürger gingen wählen, nur eben nicht so, wie es in Berliner Parteizentralen erhofft wurde.

Mehrheit will Gespräche – die Parteien mauern

Besonders unbequem für die etablierten Parteien dürfte eine weitere Zahl aus der Insa-Erhebung sein: 42 Prozent der Befragten meinen, die in den Magdeburger Landtag gewählten Parteien sollten Gesprächsangebote der AfD zur Regierungsbildung annehmen. 39 Prozent lehnen das ab.

Unter AfD-Anhängern sind 84 Prozent dafür, bei BSW-Wählern 52 Prozent, bei FDP-Anhängern 45 Prozent. Umgekehrt sieht es bei Grünen (68 Prozent dagegen), Linken (63 Prozent) und SPD (61 Prozent) aus. Bemerkenswert: Bei den Unionsanhängern lehnen zwar 50 Prozent Gespräche ab – aber immerhin 38 Prozent wären dafür. Die eigene Basis ist längst gespaltener, als es die Parteispitze wahrhaben will.

Und dann ist da noch Russland

Auch außenpolitisch driften Regierungskurs und Stimmungslage auseinander. 42 Prozent der Befragten wollen die deutsche Unterstützung für die Ukraine reduzieren, nur 19 Prozent wollen sie erhöhen, 29 Prozent sind mit dem Kurs zufrieden. Und 52 Prozent fordern, Deutschland solle alle diplomatischen Mittel für eine Verbesserung der Beziehungen zu Russland nutzen. Nur die Grünen-Anhängerschaft ist mehrheitlich dagegen.

Was das für Sparer bedeutet

Am 20. September wird in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin gewählt. Sollte sich der Trend fortsetzen, dürfte die Koalition aus Union und SPD unter erheblichen Druck geraten – mit offenem Ausgang für Haushalt, Energiepolitik und die geplanten Milliardenprogramme.

Politische Unsicherheit ist historisch ein Umfeld, in dem viele Bürger auf krisenerprobte Sachwerte setzen. Physisches Gold und Silber haben über Jahrhunderte hinweg als Versicherung gegen Währungs- und Vertrauenskrisen gedient – als Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen bleiben sie eine nachvollziehbare Überlegung.

Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Wir geben keine Kauf- oder Verkaufsempfehlungen. Jeder Leser ist für seine Anlageentscheidungen selbst verantwortlich und sollte eigene Recherchen anstellen.

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