
736 Euro Zwangsabgabe: Wie Merz und Bas die Selbstständigen zur Melkkuh der Boomer-Rente machen
Es ist ein Griff in die Taschen der Fleißigsten dieses Landes – kaltlächelnd, mit einem Lächeln pseudosozialer Fürsorge verkauft. Die Große Koalition aus CDU, CSU und SPD hat beschlossen, dass künftig auch Selbstständige, Freiberufler und Unternehmensgründer in die marode gesetzliche Rentenversicherung einzahlen müssen. Der Regelbeitrag: satte 735,63 Euro. Monat für Monat. Geld, das direkt in einem Umlagesystem verschwindet, dessen langfristiges Überleben mehr als fraglich ist.
Die "Fürsorge", die keiner bestellt hat
Man reibt sich verwundert die Augen: Ausgerechnet jene Politiker, die den Sozialstaat über Jahrzehnte an den Rand des Kollapses gewirtschaftet haben, wollen nun die Selbstständigen vor Altersarmut retten. So viel Weitblick wäre in Berlin tatsächlich eine Sensation. Doch wer den Braten riecht, ahnt: Das eigentliche Motiv ist banal und kurzsichtig. Die Rentenkasse ist leer, und man braucht frisches Blut – pardon, frische Beitragszahler.
In Empfehlung 22 der Rentenkommission heißt es unmissverständlich, dass künftig alle nicht obligatorisch abgesicherten Selbstständigen verpflichtend und ohne Opt-out in die gesetzliche Rentenversicherung einbezogen werden sollen. Ein Opt-out gestehe man nur jenen zu, die bereits selbstständig tätig seien – wie genau, das bleibe wolkig und offen. Ein Schelm, wer Absicht dahinter vermutet.
Wenn der Staat den Unternehmergeist erwürgt
Warum sich noch anstrengen? Warum die Lehre durchziehen, den Meisterbrief machen, das jahrelange Studium ertragen, einen Kredit aufnehmen und das existenzielle Risiko der Selbstständigkeit schultern? Warum 60, 70 Stunden die Woche schuften, wenn der Staat einem dann noch zusätzlich die Daumenschrauben anlegt? Ein Steuerberater aus Sachsen-Anhalt hat es durchgerechnet: Bei einem Jahresgewinn von 60.000 Euro entstehe eine zusätzliche Liquiditätsbelastung von bis zu 11.160 Euro jährlich – Geld, das dauerhaft aus dem Betrieb abfließe.
Wer heute einzahlt, trägt das demografische Risiko von morgen – ohne eine garantierte Rendite zu erhalten.
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Nur noch 3,4 Millionen Selbstständige gibt es in Deutschland. Die Selbstständigen-Quote sank zwischen 2015 und 2024 von 13,1 auf 10,5 Prozent. Kein Wunder in einem Land, das lieber verbeamtet und alimentiert, statt Wagemut und Eigenverantwortung zu belohnen.
Das "Idealbild" der Einheitsrente
Besonders entlarvend ist Empfehlung Nummer 21: Eine einheitliche "Erwerbstätigenversicherung", in die neben Arbeitnehmern auch Selbstständige, Beamte, Abgeordnete und Vorstände einbezogen würden. Dieses "Idealbild der Alterssicherung" ist vor allem für eines ideal – für den Staat, der so die größtmögliche Zahl an Beitragszahlern zur Rettung der Boomer-Renten abkassieren könnte. Und für eine SPD, deren Sozialministerin die Kasse zumindest über die eigene Legislaturperiode gerettet sähe.
Für 2027 sollen laut Haushaltsentwurf rund 150 Milliarden Euro als steuer- und schuldenfinanzierter Zuschuss in die Rentenversicherung fließen – Tendenz steigend. Die Boomer-Generation geht in Rente, versicherungsfremde Leistungen fressen zusätzliche Milliarden. Das System frisst mehr, als es verdaut.
Verfassungsbruch mit Ansage
Der Bundesverband der Wirtschaftskanzleien warnt vor einem Systembruch mit erheblichen verfassungsrechtlichen Risiken. Tatsächlich greift der Staat hier in die Berufsfreiheit nach Artikel 12 Absatz 1 des Grundgesetzes ein. Verfassungsklagen seien programmiert, ebenso eine weitere Schwächung der deutschen Wirtschaft. Besonders die Freiberufler – Ärzte, Anwälte, Architekten – sorgen längst über kapitalgedeckte Versorgungswerke vor, die sich ohne staatliche Zuschüsse tragen. Genau das aber, so scheint es, ist SPD und Union ein Dorn im Auge.
Selbst der FDP-Politiker Kubicki nennt die Pläne "grundfalsch, gefährlich und verwerflich" und warnt vor massiven Standortnachteilen. Ein berechtigter Einwand: Allein die Freiberufler erwirtschaften rund zehn Prozent des deutschen Bruttoinlandsprodukts. Bislang jedenfalls. Es überrascht kaum, dass sich neben der FDP nur die AfD gegen dieses Vorhaben stemmt, während der Rest des Parlaments den Zwang beklatscht.
Das Misstrauen gegen die Tüchtigen
Der SPD-Generalsekretär meint, es sei wichtig, "dass auch alle einzahlen", und das habe "hohen symbolischen Wert". Symbolpolitik also, auf dem Rücken jener, die dieses Land am Laufen halten. Es offenbart sich das tiefe Misstrauen einer sozialdemokratisch geprägten Koalition gegenüber allem, was unabhängig, fleißig und eigenverantwortlich ist. Selbstständige gelten als Fremdkörper in der Solidargemeinschaft – vielleicht, weil sie am Ende sogar wohlhabender werden könnten als andere. Und das darf in der Denkweise mancher Umverteiler offenbar nicht sein.
Dabei sind es genau diese Unternehmer, die unsere Wirtschaft, unseren Wohlstand und ja, auch unsere Solidargemeinschaft dringend brauchen. Wir haben ohnehin immer weniger von ihnen. Wer den Ast absägt, auf dem er sitzt, sollte sich über den Fall nicht wundern.
Was bleibt: Vermögen selbst in die Hand nehmen
Dieser Vorgang führt vor Augen, was viele Bürger längst ahnen: Auf staatliche Vorsorgeversprechen ist immer weniger Verlass. Ein Umlagesystem, das vom demografischen Kollaps bedroht ist und immer neue Zwangsbeitragszahler benötigt, taugt kaum als verlässliche Säule der Alterssicherung. Wer sein hart erarbeitetes Vermögen dem Zugriff eines gierigen Vorsorgestaates und der schleichenden Geldentwertung entziehen möchte, tut gut daran, über krisenfeste Alternativen nachzudenken. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als wertstabiler Anker bewährt – unabhängig von politischen Kassenlagen und ein sinnvoller Baustein zur Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio.
Hinweis: Dieser Beitrag gibt ausschließlich die Meinung unserer Redaktion und die uns vorliegenden Informationen wieder. Er stellt weder eine Anlage-, Steuer- noch Rechtsberatung dar. Für Anlage-, steuerliche oder rechtliche Entscheidungen recherchieren Sie bitte eigenständig oder ziehen einen zugelassenen Berater hinzu. Jeder ist für seine Entscheidungen selbst verantwortlich. Eine Haftung wird ausgeschlossen.

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