
Abgesang auf die FDP: Zwei Drittel der Deutschen halten die Liberalen für überflüssig

Es gibt politische Parteien, die verschwinden leise. Und dann gibt es die FDP – eine Partei, die sich mit geradezu tragischer Beharrlichkeit an den Rand der Bedeutungslosigkeit manövriert hat und nun vom Wähler die Quittung bekommt. Eine aktuelle YouGov-Umfrage im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur zeichnet ein verheerendes Bild: 62 Prozent der Deutschen halten die Präsenz der Liberalen in den Parlamenten für „nicht wichtig" oder „eher nicht wichtig". Gerade einmal sieben Prozent stufen die FDP noch als „sehr wichtig" ein.
Vom Königsmacher zum Bettvorleger
Man muss sich diese Zahlen auf der Zunge zergehen lassen. Eine Partei, die einst als Zünglein an der Waage galt, die Kanzler machte und stürzte, die unter Hans-Dietrich Genscher Außenpolitik von Weltrang betrieb – sie ist in der Wahrnehmung der Bürger zur politischen Fußnote verkommen. Das Ergebnis der Bundestagswahl 2025 war bereits ein Paukenschlag: Mit kläglichen 4,3 Prozent scheiterte die FDP an der Fünfprozenthürde und flog aus dem Bundestag. Ein Schicksal, das sie sich redlich verdient hatte.
Doch damit nicht genug. Bei der jüngsten Landtagswahl in Baden-Württemberg – einst eine Hochburg liberaler Politik – reichte es mit 4,4 Prozent erneut nicht für den Einzug ins Parlament. Und in Rheinland-Pfalz, wo die FDP tatsächlich noch an der Regierung beteiligt ist, dümpelt sie in Umfragen bei unter drei Prozent. Teilweise wird sie dort nicht einmal mehr gesondert ausgewiesen. Man stelle sich das vor: Eine Regierungspartei, die in den Umfragen unter „Sonstige" firmiert.
Klientelpartei ohne Klientel
Die Umfrage offenbart noch eine weitere unbequeme Wahrheit für die Liberalen. 35 Prozent der Befragten sehen in der FDP vor allem die Interessenvertretung von Selbstständigen und Topverdienern, weitere 31 Prozent stimmen dem zumindest teilweise zu. Als Partei für Arbeitnehmer? Praktisch nicht existent – lediglich zwei Prozent halten diese Zuschreibung für zutreffend. Weder junge Menschen noch Rentner fühlen sich von den Liberalen vertreten. Die FDP hat es geschafft, sich als Partei einer verschwindend kleinen Elite zu positionieren – und selbst diese wendet sich zunehmend ab.
Dabei wäre das Programm, das eine echte liberale Partei vertreten müsste, gerade jetzt dringender denn je. Deutschland ächzt unter einer erdrückenden Bürokratielast, die Energiekosten treiben Unternehmen ins Ausland, das 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen der neuen Großen Koalition wird kommende Generationen mit Schulden belasten, und der Staat wächst unaufhörlich weiter. Es bräuchte eine Kraft, die konsequent für marktwirtschaftliche Prinzipien, steuerliche Entlastung und einen schlanken Staat eintritt.
Die Ampel als Sargnagel
Doch statt sich als ordnungspolitisches Korrektiv zu profilieren, hat die FDP in der Ampelkoalition genau das Gegenteil getan. Sie hat eine Regierung ermöglicht, die Deutschland wirtschaftlich und gesellschaftlich in eine Sackgasse geführt hat. Statt die Schuldenbremse mit Zähnen und Klauen zu verteidigen, hat sie rot-grüne Prestigeprojekte mitfinanziert. Statt für bürgerliche Freiheitsrechte zu kämpfen, hat sie das sogenannte Selbstbestimmungsgesetz maßgeblich vorangetrieben – ein Gesetz, das traditionelle Werte und den gesunden Menschenverstand gleichermaßen mit Füßen tritt. Statt sich für eine vernünftige Energiepolitik einzusetzen, hat sie den ideologischen Irrweg der Grünen mitgetragen.
Was bleibt in Erinnerung? Die Cannabis-Legalisierung. Das Selbstbestimmungsgesetz. Die Forderungen der Jungen Liberalen nach straffreien Abtreibungen. Alles Projekte, für die kein einziger Wähler jemals sein Kreuz bei der FDP gemacht hat. Christian Lindner mochte sich als Messias der Vernunft inszenieren – am Ende war er nicht mehr als der Steigbügelhalter einer Politik, die Deutschland nachhaltig geschadet hat.
Führungschaos als Dauerzustand
Unter dem neuen Parteichef Christian Dürr sieht es nicht besser aus. Ein Mann ohne erkennbares Profil an der Spitze einer Partei ohne erkennbaren Daseinszweck – das ist die Formel für politisches Verschwinden. Wolfgang Kubicki, einst als rhetorisches Schwergewicht gefeiert, hat sich durch permanentes Einknicken in entscheidenden Momenten selbst demontiert. Und dann wäre da noch Marie-Agnes Strack-Zimmermann, deren unermüdliche Kriegsrhetorik der Partei den letzten Rest an Sympathie bei friedensorientierten Bürgern gekostet haben dürfte.
Die FDP krankt an einem fundamentalen Problem: Sie weiß selbst nicht mehr, wofür sie steht. Liberalismus – das war einmal ein stolzes Wort, das für individuelle Freiheit, Eigenverantwortung und Begrenzung staatlicher Macht stand. Heute ist es eine leere Hülle, die von einer Partei vor sich hergetragen wird, die in der Praxis das genaue Gegenteil dessen betreibt, was sie predigt.
Ein Blick in die Geschichte
Es ist nicht das erste Mal, dass die FDP um ihr Überleben kämpft. Schon 2013 flog sie unter Philipp Rösler aus dem Bundestag. Damals gelang ihr unter Lindner ein beeindruckendes Comeback. Doch die Ausgangslage war eine andere: Es gab eine Sehnsucht nach einer bürgerlich-liberalen Alternative. Diese Sehnsucht existiert heute nicht mehr – oder besser gesagt: Sie wird von anderen bedient.
Die politische Landschaft hat sich verschoben. Wer marktwirtschaftliche Reformen, Bürokratieabbau und eine restriktive Migrationspolitik will, findet längst andere Anlaufstellen. Die FDP hat ihr Alleinstellungsmerkmal verloren, weil sie es selbst preisgegeben hat. Wer jahrelang mit Grünen und Sozialdemokraten regiert und deren Agenda mitträgt, darf sich nicht wundern, wenn der Wähler zum Original greift statt zur Kopie.
Die Lehre für alle Parteien
Der Niedergang der FDP sollte allen politischen Akteuren in Deutschland eine Warnung sein. Wer seine Kernwählerschaft verrät, wer Prinzipien dem Machterhalt opfert und wer den Kontakt zur Lebensrealität der Bürger verliert, der wird vom Wähler gnadenlos abgestraft. Die Deutschen haben ein feines Gespür dafür, wenn eine Partei nur noch um ihrer selbst willen existiert. Und genau diesen Eindruck vermittelt die FDP seit Jahren.
Ob die Liberalen jemals wieder politische Relevanz erlangen werden, steht in den Sternen. Die Umfragezahlen sprechen eine deutliche Sprache: Für fast zwei Drittel der Deutschen ist die FDP schlicht verzichtbar geworden. Ein härteres Urteil kann es in einer Demokratie kaum geben.

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