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Kettner Edelmetalle
08.03.2026
22:55 Uhr

AfD-Kandidatin dominiert Landratswahl in Spree-Neiße – Stichwahl wird zum Showdown

Was sich seit Monaten in den ostdeutschen Landkreisen abzeichnet, hat am Wahlsonntag in Brandenburg erneut ein politisches Erdbeben ausgelöst: Bei der Landratswahl im Kreis Spree-Neiße hat die AfD-Kandidatin Christine Beyer mit über 43 Prozent der Stimmen ein Ergebnis eingefahren, das die etablierten Parteien in Schockstarre versetzen dürfte. In zwei Wochen steht nun die Stichwahl gegen den CDU-Kandidaten Martin Heusler an – und die Frage, ob die AfD ihren zweiten Landrat in der Geschichte der Bundesrepublik stellen wird, elektrisiert die politische Landschaft.

Ein Ergebnis, das Bände spricht

Nach Auszählung von 200 der insgesamt 208 Wahllokale kam Beyer auf beeindruckende 43,58 Prozent. Ihr Kontrahent Heusler von der CDU folgte mit deutlichem Abstand bei 30,19 Prozent – ein Rückstand von über 13 Prozentpunkten, der in einer Stichwahl nur schwer aufzuholen sein dürfte. Der SPD-Kandidat Heiko Jahn landete mit knapp 20 Prozent abgeschlagen auf dem dritten Platz, während der Vertreter der Satirepartei Die PARTEI mit 6,49 Prozent immerhin noch einen beachtlichen Achtungserfolg erzielen konnte.

Die Wahlbeteiligung lag bei etwas über 50 Prozent – ein Wert, der nachdenklich stimmen sollte. Denn er bedeutet im Umkehrschluss, dass nahezu die Hälfte der Wahlberechtigten den Gang zur Urne schlichtweg verweigerte. Man mag darüber spekulieren, ob politische Resignation oder blanke Gleichgültigkeit die Ursache ist. Fest steht: In einer funktionierenden Demokratie sollte eine solche Beteiligungsquote alle Alarmglocken schrillen lassen.

Spree-Neiße – Hochburg des Protests gegen den Zeitgeist

Der Landkreis Spree-Neiße, gelegen im Süden Brandenburgs an der polnischen Grenze, hat sich in den vergangenen Jahren zu einer regelrechten Bastion der AfD entwickelt. Bereits bei der Kommunalwahl 2024 holte die Partei dort 38,2 Prozent. Bei der vorgezogenen Bundestagswahl im Februar 2025 gewann der AfD-Kandidat Lars Schieske den Wahlkreis Cottbus–Spree-Neiße mit satten 42 Prozent – ein Wahlkreis wohlgemerkt, der seit der Wiedervereinigung bereits von Linken, SPD und CDU gehalten wurde.

Was treibt die Menschen in dieser Region so massiv in die Arme der AfD? Die Antwort liegt auf der Hand, auch wenn sie in den Berliner Regierungszentralen niemand hören möchte: Es ist die tiefe Enttäuschung über eine Politik, die sich jahrelang mehr um Gendersternchen und Klimakleber gekümmert hat als um die realen Sorgen der Menschen vor Ort. Strukturschwäche, Abwanderung, steigende Kriminalität und das Gefühl, von der Hauptstadtpolitik vergessen zu werden – all das sind Treiber einer Entwicklung, die sich nicht mehr mit dem reflexhaften Verweis auf „Protestwähler" abtun lässt.

Die Stichwahl als Lackmustest

Am 22. März wird sich entscheiden, ob Christine Beyer als erst zweite AfD-Politikerin überhaupt ein Landratsamt in Deutschland übernehmen kann. Bislang stellt die Partei bundesweit lediglich einen einzigen Landrat: Robert Sesselmann im thüringischen Sonneberg, der sein Amt seit 2023 bekleidet.

Die Erfahrung aus anderen brandenburgischen Landratswahlen mahnt allerdings zur Vorsicht. Im Landkreis Oberspreewald-Lausitz schaffte es die AfD-Kandidatin zwar ebenfalls in die Stichwahl, unterlag dort jedoch mit 46,6 Prozent dem CDU-Bewerber Alexander Erbert. Das bekannte Muster: Im zweiten Wahlgang bündeln sich die Stimmen der übrigen Parteien hinter dem vermeintlich „demokratischen" Gegenkandidaten – eine Strategie, die man durchaus als demokratisch fragwürdig bezeichnen darf, wenn sie allein dem Zweck dient, eine bestimmte Partei um jeden Preis von der Macht fernzuhalten.

Wird das alte Spiel erneut funktionieren?

Die entscheidende Frage lautet: Werden die knapp 20 Prozent der SPD-Wähler und die gut 6 Prozent der PARTEI-Anhänger geschlossen zum CDU-Kandidaten überlaufen? Oder hat sich in der Bevölkerung mittlerweile eine Ermüdung gegenüber dem ewigen „Alle gegen die AfD"-Narrativ eingestellt? Der massive Vorsprung von über 13 Prozentpunkten macht es für Heusler jedenfalls zu einer Herkulesaufgabe. Er müsste praktisch jeden einzelnen Wähler der ausgeschiedenen Kandidaten für sich gewinnen – und selbst dann wäre der Ausgang ungewiss.

In den kommenden Monaten stehen in Brandenburg weitere Landratswahlen an, unter anderem in der Uckermark, im Barnim und in Ostprignitz-Ruppin. Jede einzelne dieser Wahlen wird zum Gradmesser dafür, wie tief die Unzufriedenheit der Bürger mit dem politischen Establishment tatsächlich reicht. Eines steht bereits jetzt fest: Die Menschen in Ostdeutschland lassen sich nicht länger vorschreiben, wen sie zu wählen haben. Und das ist – bei aller berechtigten Diskussion über politische Inhalte – zunächst einmal ein zutiefst demokratischer Vorgang.

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