
Allianz-Chef kündigt Kahlschlag an: Künstliche Intelligenz frisst Arbeitsplätze
Was viele Arbeitnehmer seit Monaten befürchten, wird nun von höchster Stelle bestätigt: Oliver Bäte, Vorstandsvorsitzender der Allianz, schließt einen massiven Stellenabbau infolge des Einsatzes Künstlicher Intelligenz nicht mehr aus. Im Gegenteil – er räumt offen ein, dass Arbeitsplätze wegfallen werden. Eine Aussage, die in ihrer Nüchternheit erschreckend ist und Millionen von Beschäftigten in der Versicherungsbranche aufhorchen lassen dürfte.
Die schöne neue Welt der Automatisierung
Bäte gibt sich dabei als begeisterter Technologie-Evangelist. Sein Unternehmen werde durch KI „dramatisch besser und günstiger" für die Kunden, so der Konzernchef. Klingt verlockend. Doch wer zwischen den Zeilen liest, erkennt schnell: „Günstiger" bedeutet in der Sprache der Vorstandsetagen nichts anderes als weniger Personal, weniger Gehälter, weniger Sozialabgaben. Die Rechnung zahlen am Ende die Angestellten – nicht die Aktionäre.
Besonders aufschlussreich ist Bätes Einschätzung, dass „reine Informationsverarbeitung künftig überflüssig" werde. Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Ein Großteil der Sachbearbeitung in Versicherungskonzernen besteht genau daraus – aus Informationsverarbeitung. Schadensmeldungen prüfen, Policen verwalten, Kundendaten abgleichen. All das soll künftig eine Maschine erledigen. Schneller, billiger, ohne Krankheitstage und ohne Betriebsrat.
Die Babyboomer als bequemes Feigenblatt
Geschickt verweist der Allianz-Chef auf die „natürliche Fluktuation" der kommenden Jahre. Die Generation der Babyboomer gehe schließlich bald in Rente, und viele Stellen würden einfach nicht nachbesetzt. Das klingt nach einem sanften Übergang, nach sozialverträglichem Wandel. Doch diese Darstellung ist bestenfalls die halbe Wahrheit. Denn Bäte fügt unmissverständlich hinzu: „Natürlich werden wir auch Arbeitsplätze abbauen müssen." Das ist keine vage Andeutung mehr – das ist eine Ankündigung.
Was hier als technologischer Fortschritt verkauft wird, ist in Wahrheit ein fundamentaler Umbruch des Arbeitsmarktes. Und er trifft nicht nur die Allianz. Die gesamte Versicherungsbranche steht vor der Frage, welche Rolle menschliche Arbeitskraft im KI-Zeitalter noch spielen wird. Investoren haben längst begonnen, Geschäftsmodelle ganzer Branchen in Frage zu stellen – die Aktienkurse zahlreicher Unternehmen stehen seit Jahresbeginn unter erheblichem Druck.
Vertrieb vor dem Aus?
Besonders brisant ist die Frage nach der Zukunft des Vertriebs. Versicherungsvertreter, Makler, Berater – sie alle könnten durch KI-gestützte Systeme ersetzt werden, die Kunden rund um die Uhr beraten, Angebote maßschneidern und Verträge abschließen. Der persönliche Kontakt, einst das Herzstück der Branche, droht zum Relikt einer vergangenen Ära zu werden.
Ein Symptom einer tieferen Krise
Was bei der Allianz geschieht, ist symptomatisch für den Zustand der deutschen Wirtschaft insgesamt. Während die Politik sich mit ideologischen Grabenkämpfen beschäftigt und ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen beschließt, das kommende Generationen mit Schulden belastet, vollzieht sich in den Unternehmen ein stiller Strukturwandel, der Hunderttausende Arbeitsplätze kosten könnte. Die neue Große Koalition unter Friedrich Merz hat bislang keine überzeugenden Antworten auf diese Herausforderung geliefert. Statt die Rahmenbedingungen für den Wirtschaftsstandort Deutschland grundlegend zu verbessern – etwa durch Bürokratieabbau, niedrigere Energiekosten und steuerliche Entlastungen –, wird weiter auf Pump regiert.
In Zeiten solch fundamentaler Umwälzungen drängt sich einmal mehr die Frage auf, wie Bürger ihr Vermögen schützen können. Wenn ganze Berufsbilder verschwinden und die wirtschaftliche Unsicherheit zunimmt, gewinnen physische Edelmetalle wie Gold und Silber als krisensichere Wertanlage zusätzlich an Bedeutung. Sie sind nicht von Algorithmen abhängig, können nicht wegautomatisiert werden und haben über Jahrtausende ihren Wert bewahrt – ganz ohne künstliche Intelligenz.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf Basis eigener, sorgfältiger Recherche und gegebenenfalls nach Rücksprache mit einem qualifizierten Finanzberater getroffen werden. Für Anlageentscheidungen und deren Folgen übernehmen wir keinerlei Haftung.

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