
Amerikas Marineprogramm versinkt im Milliardengrab: Trump-Administration zieht die Reißleine
Die US-Marine hat ein spektakuläres Eingeständnis des Scheiterns geliefert: Das milliardenschwere Fregattenprogramm der Constellation-Klasse wird nach Jahren der Verzögerungen und Kostenexplosionen faktisch beerdigt. Marinestaatssekretär John C. Phelan verkündete die Stornierung von vier bereits beauftragten Kriegsschiffen – ein Schlag ins Gesicht für all jene, die jahrelang von der technologischen Überlegenheit der amerikanischen Seestreitkräfte schwärmten.
Das Ende einer teuren Illusion
Was als revolutionäres Konzept für „kleine Überwasserkampfschiffe der nächsten Generation" angepriesen wurde, entpuppte sich als klassisches Beispiel amerikanischer Verschwendungssucht. Die italienische Fincantieri Marine Group sollte ursprünglich 20 Schiffe für jeweils 1,1 Milliarden Dollar bauen – ein Preis, der bereits astronomisch erschien, bevor die unvermeidlichen Kostensteigerungen einsetzten.
Phelans markige Worte auf X klingen wie eine späte Einsicht: „Ich werde keinen Cent ausgeben, wenn es nicht die Einsatzbereitschaft oder unsere Fähigkeit zum Sieg stärkt." Man fragt sich unwillkürlich, warum diese Erkenntnis erst jetzt kommt, nachdem bereits Milliarden in den Sand gesetzt wurden.
Chinas Marine lacht sich ins Fäustchen
Während Amerika mit seinem Prestigeprojekt scheitert, baut China unaufhaltsam seine Seestreitkräfte aus. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Die US-Flotte umfasst etwa 240 Schiffe und U-Boote, während die Marine der Volksbefreiungsarmee bis Ende des Jahres voraussichtlich über 400 Schiffe verfügen wird. Das Constellation-Programm sollte eigentlich diese wachsende Kluft schließen – stattdessen wurde es zum Symbol amerikanischer Unfähigkeit.
„Eine strategische Neuausrichtung weg vom Fregattenprogramm der Constellation-Klasse" – so umschreibt Phelan das Desaster diplomatisch.
Ein Musterbeispiel militärischer Fehlplanung
Die Geschichte des Constellation-Programms liest sich wie ein Lehrbuch des Versagens. Ein bewährtes italienisches Design sollte an amerikanische Anforderungen angepasst werden – eigentlich ein simples Konzept. Doch die Anpassungen erwiesen sich als weitaus umfangreicher als geplant, was zu einer Kostenspirale und endlosen Verzögerungen führte. Die USS Constellation, ursprünglich für 2026 geplant, wird frühestens 2029 ausgeliefert – falls überhaupt.
Zwei Schiffe befinden sich noch im Bau, ihr Schicksal bleibt ungewiss. Es wäre nicht das erste Mal, dass halbfertige Militärprojekte auf dem Schrottplatz landen – ein Luxus, den sich nur eine dekadente Supermacht leisten kann.
Die wahren Gewinner: Italiens Rüstungsindustrie
Während die amerikanischen Steuerzahler die Zeche zahlen, reibt sich Fincantieri die Hände. Das italienische Unternehmen erwartet bereits neue Aufträge für „amphibische Schiffe, Eisbrecher und andere Schiffe für Spezialmissionen". Die 5,5 Milliarden Dollar schweren Verträge mögen storniert sein, doch die Italiener haben längst gelernt, wie man aus amerikanischen Militärträumen Profit schlägt.
Ein Weckruf für die westliche Verteidigungspolitik
Das Scheitern des Constellation-Programms sollte ein Weckruf sein – nicht nur für Amerika, sondern für den gesamten Westen. Während man sich in endlosen Planungsphasen, Kostensteigerungen und technischen Spielereien verliert, bauen autoritäre Regime wie China zielstrebig ihre militärischen Kapazitäten aus. Die Frage ist nicht, ob der Westen technologisch überlegen ist, sondern ob er noch in der Lage ist, diese Überlegenheit in reale militärische Stärke umzusetzen.
Die Trump-Administration hat mit ihrer Entscheidung zumindest den Mut bewiesen, ein gescheitertes Projekt zu beenden. Ob daraus die richtigen Lehren gezogen werden, bleibt abzuwarten. Eines ist jedoch sicher: Mit Prestigeprojekten und Wunschdenken lässt sich keine Seemacht verteidigen. Es braucht funktionierende Schiffe, keine teuren Luftschlösser.
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