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25.09.2026
12:21 Uhr
KI-generiert

Anleihe-Beben: Der Markt glaubt Fed-Chef Warsh nicht mehr!

Anleihe-Beben: Der Markt glaubt Fed-Chef Warsh nicht mehr!
Symbolbild: KI-generiert

Die US-Notenbank hat die Zinsen angehoben, und trotzdem steigen die Renditen weiter. Die zehnjährige US-Staatsanleihe hat die Marke von 5 Prozent überschritten. Das ist der höchste Stand seit November 2023. Für Fed-Chef Kevin Warsh ist das ein Misstrauensvotum, und zwar aus der Wall Street selbst.

Am 16. September hob die Federal Reserve ihren Leitzins um einen Viertelpunkt auf eine Spanne von 3,75 bis 4,00 Prozent an. Es war die erste Erhöhung seit Juli 2023. Beruhigt hat das niemanden. Medienberichten zufolge musste das US-Finanzministerium bei einer Auktion über 70 Milliarden Dollar zuletzt 5,033 Prozent bieten. Nach schwacher Nachfrage stieg die Rendite kurzzeitig sogar auf 5,1 Prozent.

Große Worte in Jackson Hole, aber zu wenig danach

Dabei hatte Warsh Ende August in Jackson Hole noch einen harten Kurs angekündigt. Die Finanzbedingungen seien „nicht restriktiv“, sagte er. Die zweijährige Rendite sprang daraufhin laut Marktdaten um 0,118 Prozentpunkte. Das war der stärkste Anstieg nach einer Rede in Jackson Hole seit Alan Greenspans Auftritt im Jahr 1996.

Beobachter werfen der Fed trotzdem vor, zu zögerlich zu handeln. Sie liefere kleine Schritte, die der Markt längst eingepreist habe. Dazu kommt Druck aus dem Weißen Haus: Donald Trump fordert offen niedrigere Zinsen. Wie unabhängig kann eine Notenbank da noch sein?

Greenspan oder Volcker?

Analysten erinnern an zwei Vorgänger. Alan Greenspan erhöhte die Zinsen in den 2000er-Jahren nur vorsichtig. Die Rechnung dafür kam 2008 mit der Finanzkrise. Paul Volcker trieb den Leitzins Anfang der 1980er-Jahre auf rund 20 Prozent. Er nahm eine schwere Rezession in Kauf und brach so die Inflation. Warsh steht irgendwo dazwischen, und der Markt zweifelt an seiner Entschlossenheit.

Die Schuldenbombe tickt

Das eigentliche Problem liegt tiefer. Die Staatsschulden der USA liegen inzwischen über 40 Billionen Dollar. Laut dem Bericht werden die handelbaren Schulden im Schnitt mit 3,475 Prozent verzinst. Schon heute gehen 14 Prozent der Staatsausgaben für Zinsen drauf. Jeder weitere Anstieg der Renditen kostet über die Laufzeit Hunderte Milliarden Dollar.

Gleichzeitig drängen die Tech-Konzerne an den Anleihemarkt. Alphabet, Amazon, Meta und andere sollen in diesem Jahr fast 200 Milliarden Dollar an Anleihen ausgegeben haben, um ihre KI-Rechenzentren zu finanzieren. Diese Papiere werben um dieselben Pensionskassen und Versicherer wie der Staat. Zugleich halten sich wichtige ausländische Käufer zurück: China hat seine Bestände an US-Staatsanleihen verringert, und japanische Anleger holen Kapital zurück in die Heimat.

Ein globales Beben

Der Ausverkauf beschränkt sich nicht auf die USA. Die zehnjährige japanische Staatsanleihe erreichte laut Berichten 3,055 Prozent, so viel wie seit August 1996 nicht mehr. Auch in Deutschland und Großbritannien stehen die Renditen auf dem höchsten Stand seit vielen Jahren. Bei uns spüren das Häuslebauer direkt: Die Bauzinsen steigen. Die schuldenfinanzierten Milliardenprogramme der Bundesregierung dürften den Druck auf deutsche Anleihen nicht gerade verringern.

Aktien unter Druck, Gold als ruhiger Hafen

Für Aktien wird die Lage heikel. Nach Abzug der Inflationserwartung werfen zehnjährige US-Staatsanleihen laut der Analyse rund 2,4 Prozent Realrendite ab. Der Renditevorsprung von Aktien sei damit unter die Anleiherendite gefallen. Weil die Indizes stark von wenigen KI-Werten abhängen, könnte schon eine einzige Enttäuschung größere Verluste auslösen.

Gold dagegen hat keinen Schuldner und kein Ausfallrisiko. Es hängt auch von keiner Notenbank ab, deren Glaubwürdigkeit gerade leidet. Die Analyse sieht in der Rally seit 2023 deshalb keine Spekulationsblase, sondern eine vernünftige Neubewertung: Staatsanleihen gelten zwar als „risikolos“, werden aber selbst zum Risiko. Wer sein Vermögen breit streut, findet in physischem Gold und Silber einen stabilen Baustein. Der Anleihemarkt hat Warsh inzwischen klar signalisiert, dass er ihm nicht traut.

Hinweis: Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung und keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Edelmetallen. Jeder Anleger muss selbst recherchieren und ist für seine Anlageentscheidungen allein verantwortlich.

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