
Atomkraft-Boom in der Ukraine: Während Berlin abschaltet, baut Kiew massiv aus
Während Deutschland sich energiepolitisch ins Abseits manövriert hat und die letzten Kernkraftwerke längst dem ideologisch motivierten Abriss preisgegeben wurden, schlägt die Ukraine einen radikal anderen Weg ein. Trotz Krieg, Trümmern und einer ramponierten Energieinfrastruktur hat Energieminister Denys Schmyhal angekündigt, die nukleare Stromerzeugung des Landes bis 2050 auf eine Nennleistung von 25 Gigawatt nahezu zu verdoppeln. Auf Telegram ließ er verlauten, die Atomenergie solle zur „Grundlage der neuen Energiearchitektur der Ukraine" avancieren.
Ein klares Bekenntnis – ohne grüne Schaumschlägerei
Im Mittelpunkt der ambitionierten Pläne steht das Kernkraftwerk Chmelnyzkyj im Westen des Landes. Bisher arbeiten dort zwei Reaktoren, vier weitere sollen folgen. Die anvisierte Marke von 25 Gigawatt würde die heutigen Kapazitäten deutlich übertreffen: Derzeit liefern vier ukrainische Atomkraftwerke mit insgesamt 15 Reaktoren sowjetischer Bauart über 13 Gigawatt Strom. Die letzten Reaktorblöcke wurden 2004 in Riwne und Chmelnyzkyj ans Netz gebracht – seither herrschte Stillstand, dem nun ein bemerkenswerter Aufbruch folgen soll.
Tschernobyl als Lehrstück, nicht als Schreckgespenst
Bemerkenswert ist die ukrainische Strategie auch deshalb, weil ausgerechnet jenes Land, auf dessen Boden 1986 die schwerste Atomkatastrophe Europas geschah, ohne ideologische Scheuklappen an der Kernenergie festhält. Während in Deutschland nach Fukushima ein Land in kollektive Atompanik versetzt wurde – obwohl die Tsunami-Katastrophe in Japan mit den seismischen Realitäten Mitteleuropas nicht das Geringste zu tun hatte –, geht Kiew rationaler vor. Eine besondere Rolle nimmt weiterhin das Atomkraftwerk Saporischschja ein, mit sechs Gigawatt Nennleistung das größte Kernkraftwerk Europas. Seit 2022 ist es von russischen Truppen besetzt, die sechs Reaktoren wurden aus Sicherheitsgründen heruntergefahren.
Berlin verharrt im energiepolitischen Tiefschlaf
Während die halbe Welt – von Frankreich über Großbritannien bis Polen, von den USA bis Japan – auf Kernkraft setzt und sogar die Ukraine inmitten eines Abnutzungskrieges Milliarden in den Ausbau investiert, hat sich Deutschland in eine selbstgewählte Sackgasse manövriert. Im Koalitionsvertrag der neuen Regierung aus Union und SPD findet sich zwar ein zaghafter Einstieg in die Kernfusion. Doch eine Rückkehr zur konventionellen Kernenergie, wie sie immer wieder von CDU- und CSU-Politikern gefordert wird, blockiert das SPD-geführte Bundesumweltministerium konsequent. Eine Reaktivierung der verbliebenen, technisch noch keineswegs verlorenen Meiler? Klare Absage.
Ideologie statt Vernunft
Hier zeigt sich exemplarisch, was schiefläuft im einstigen Industrieland Deutschland. Die schwarz-rote Koalition unter Friedrich Merz, die ohnehin schon mit dem 500-Milliarden-Sondervermögen einen schuldenpolitischen Tabubruch vollzogen hat, scheitert an der eigenen Mutlosigkeit beim Thema Energie. Während die Strompreise für Industrie und Privathaushalte zu den höchsten Europas gehören und ganze Branchen ihre Produktion ins Ausland verlagern, hält das Ministerium an einem Dogma fest, das ökonomisch keinen Sinn ergibt und ökologisch ohnehin fragwürdig ist – schließlich produziert Kernkraft nahezu CO₂-frei. Den Preis zahlt am Ende der deutsche Mittelstand. Und der deutsche Bürger, der mit horrenden Energierechnungen konfrontiert wird, während er gleichzeitig zusehen muss, wie sein Wohlstand in inflationären Zeiten dahinschmilzt.
Was bedeutet das für den Vermögensschutz?
Eine Volkswirtschaft, deren energiepolitisches Fundament bröckelt, deren Politik gegen die eigenen Industrien arbeitet und deren Schuldenberg in beispielloser Geschwindigkeit wächst, bietet wenig Anlass zu Optimismus. Wer auf Kapitalerhalt bedacht ist, dürfte gut beraten sein, sich nicht ausschließlich auf Papierwerte und politisch geprägte Wirtschaftsräume zu verlassen. Physisches Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als verlässlicher Schutz gegen politische Fehlentscheidungen, Inflation und energiepolitischen Wahnsinn bewährt – als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio sind Edelmetalle damit ein klassischer Stabilitätsanker.
Hinweis: Dieser Artikel stellt ausdrücklich keine Anlageberatung dar. Die hier geäußerten Einschätzungen geben die Meinung unserer Redaktion auf Basis der vorliegenden Informationen wieder. Jeder Anleger ist verpflichtet, eigene Recherchen anzustellen und für seine Anlageentscheidungen selbst Verantwortung zu übernehmen. Bei Bedarf empfehlen wir die Konsultation eines unabhängigen Finanzberaters.

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