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25.04.2026
19:28 Uhr

Atomkraft-Renaissance: Während Europa umdenkt, klammert sich Deutschland an die Ideologie

Atomkraft-Renaissance: Während Europa umdenkt, klammert sich Deutschland an die Ideologie

Die deutsche Industrie ächzt unter den höchsten Strompreisen Europas, und ein Vorstand nach dem anderen beginnt, das auszusprechen, was in Berlin nach wie vor als Tabubruch gilt: Ohne Kernkraft wird der Wirtschaftsstandort Deutschland nicht zu retten sein. Nun reiht sich auch der Technologiekonzern ZF Friedrichshafen in die wachsende Riege jener ein, die eine Rückkehr zur Atomenergie fordern – und das mit guten Gründen.

Ein Industrieriese bricht das Schweigen

Mathias Miedreich, Vorstandschef des Autozulieferers ZF Friedrichshafen, hat in einem bemerkenswerten Vorstoß gefordert, die Energiepolitik endlich zu entideologisieren. Gegenüber Politico habe er deutlich gemacht, dass die immensen Stromkosten die deutsche Industrie an den Rand des Erträglichen treiben würden. Eine Renaissance der Kernkraft sei nicht nur eine wirtschaftliche Notwendigkeit, sondern auch ein Beitrag zur klimapolitischen Vernunft, da Atomstrom bekanntlich CO2-frei erzeugt werde. Miedreich verweist dabei auf die rasanten technologischen Fortschritte bei sogenannten Small Modular Reactors (SMR), die in den Vereinigten Staaten längst Realität seien.

Die Welt überholt Deutschland – wieder einmal

Während in Berlin weiterhin am Atomausstieg festgehalten wird wie an einem Fetisch, vollzieht sich auf EU-Ebene ein bemerkenswerter Kurswechsel. Selbst Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, sonst nicht gerade als Freundin unkonventioneller Energiepolitik bekannt, kündigte zuletzt an, die Kernenergie in Europa mithilfe modularer Reaktoren wiederbeleben zu wollen. Zahlreiche EU-Staaten ziehen mit – nur Deutschland bleibt auf seinem Sonderweg, der mehr und mehr zur Sackgasse wird. Während andernorts neue Reaktoren geplant werden, schreitet hierzulande der Rückbau der bestehenden Anlagen unbeirrt voran. Es ist die Tragik einer Politik, die sich selbst die Beinkleider durchgeknotet hat.

Was modulare Reaktoren leisten können

Miedreich macht zu Recht darauf aufmerksam, dass die heute diskutierten Reaktorkonzepte mit den großdimensionierten Anlagen der 1960er- und 1970er-Jahre kaum noch etwas gemein hätten. SMRs zeichnen sich durch eine deutlich geringere Menge radioaktiven Materials aus, was im Notfall die potenziell freigesetzte Strahlung erheblich reduziert. Hinzu kommen passive Sicherheitssysteme, die ohne Strom und ohne menschliches Eingreifen funktionieren – sie nutzen schlicht die Naturgesetze, etwa Schwerkraft und Wärmebewegung, um den Reaktor im Ernstfall sicher abzuschalten und zu kühlen.

Ein weiterer Pluspunkt liegt in der Bauweise: Diese Reaktoren werden in Fabriken vorgefertigt und am Einsatzort montiert, was die Bauzeiten drastisch verkürzt und eine Flexibilität ermöglicht, von der konventionelle Großkraftwerke nur träumen können.

Sogar das Endlagerproblem könnte schrumpfen

Auch die ewige Schreckensvokabel der Atomgegner – das Endlagerproblem – könnte mittelfristig an Schrecken verlieren. Weltweit arbeiten Forscher daran, radioaktive Abfälle in Brennstoff umzuwandeln. Der Rohstoffkonzern Advanced Metallurgical Group plane bereits, die Atomindustrie mit Mischoxid-Brennelementen (MOX) zu beliefern. Diese entstehen aus einer Kombination schwach radioaktiven Materials abgebrannter Brennstäbe und Plutoniumoxid aus der Abrüstung von Atomwaffen. Aus dem, was bisher als gefährlicher Müll galt, könnte so eine wertvolle Energieressource werden.

Deutschland verharrt im ideologischen Schützengraben

Während in den USA, Frankreich, Großbritannien und immer mehr osteuropäischen Staaten Reaktoren gebaut oder geplant werden, hält die deutsche Politik trotzig an einem Kurs fest, der die heimische Wirtschaft systematisch ausblutet. Die Energiekosten haben ganze Industriezweige zur Auswanderung getrieben – Chemiekonzerne, Stahlproduzenten, Autozulieferer. Die Bilanz dieser jahrelangen ideologisch motivierten Energiepolitik ist verheerend, und sie wird auch unter der neuen Großen Koalition aus CDU/CSU und SPD nicht ernsthaft korrigiert. Friedrich Merz, der einst die Rückkehr zur Kernkraft zumindest andeutete, hat sich im Koalitionspoker mit der SPD weitgehend zurückgenommen. Das geplante 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen mag Brücken sanieren, doch die fundamentale Frage der bezahlbaren Grundlastenergie bleibt unbeantwortet.

Wenn nun Industrievertreter wie Miedreich öffentlich Klartext reden, sollte das ein Weckruf sein – auch und gerade für jene Politiker, die seit Jahren mit verschlossenen Augen durch die Energiepreislandschaft taumeln. Doch die Hoffnung, dass in Berlin endlich Vernunft einkehrt, hält sich in Grenzen. Zu tief sitzt das Atom-Trauma, zu sehr wurde der Ausstieg zur quasireligiösen Heilstat verklärt. Dass dabei der Industriestandort Deutschland auf dem Altar dieser Ideologie geopfert wird, scheint man in der Hauptstadt offenbar billigend in Kauf zu nehmen.

Fazit: Vermögenssicherung jenseits politischer Irrwege

Die deutsche Energiepolitik ist ein Lehrstück darüber, wie staatliche Fehlentscheidungen ganze Volksvermögen vernichten können. Wer sich vor solchen politischen Risiken absichern will, sollte sein Portfolio breit aufstellen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als verlässlicher Anker bewährt – gerade in Zeiten, in denen Regierungen ökonomische Vernunft gegen ideologische Befindlichkeiten eintauschen. Eine kluge Beimischung physischer Edelmetalle kann ein gesundes, breit gestreutes Portfolio sinnvoll ergänzen und vor den Folgen politischer Fehlentscheidungen schützen.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Die hier geäußerten Einschätzungen geben die Meinung unserer Redaktion wieder. Jeder Leser ist für seine Anlageentscheidungen selbst verantwortlich und sollte vor einer Investition eigene Recherchen anstellen oder einen qualifizierten Berater hinzuziehen.

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