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Kettner Edelmetalle
26.02.2026
16:27 Uhr

Atompoker in Genf: Iran und USA ringen um einen Deal – doch die Uhr tickt

Während die Welt gebannt auf die Verhandlungen in Genf blickt, zeichnet sich in der Schweizer Diplomatenstadt ein Ringen ab, das über Krieg und Frieden im Nahen Osten entscheiden könnte. Ein hochrangiger iranischer Beamter erklärte gegenüber Reuters, dass eine Einigung zwischen Washington und Teheran durchaus möglich sei – allerdings nur unter einer entscheidenden Bedingung: Die Vereinigten Staaten müssten nukleare und nicht-nukleare Themen strikt voneinander trennen.

Trumps Doppelstrategie: Diplomatie mit der Faust auf dem Tisch

Die Verhandlungen, die bereits in die dritte Runde gehen, werden als „intensiv und ernst" beschrieben. Doch hinter den verschlossenen Türen der Genfer Konferenzräume lauert ein gewaltiger Schatten: die massive militärische Aufrüstung der USA in der Region. Präsident Donald Trump hat Flugzeugträger-Kampfgruppen und erstmals F-22-Kampfjets nach Israel verlegt – ein unmissverständliches Signal an Teheran. Die USS Gerald R. Ford, der größte Flugzeugträger der amerikanischen Marine, verließ am Donnerstag ihren Hafen nahe der griechischen Insel Kreta mit Kurs auf Haifa.

Trump selbst hatte in seiner Rede zur Lage der Nation am Dienstag unmissverständlich klargemacht: Er bevorzuge eine diplomatische Lösung, werde aber unter keinen Umständen zulassen, dass der Iran eine Atomwaffe erlange. Bereits am 19. Februar setzte er Teheran ein Ultimatum von zehn bis fünfzehn Tagen und warnte, dass andernfalls „wirklich schlimme Dinge" geschehen würden. Man mag von Trumps polterndem Stil halten, was man will – aber eines muss man ihm lassen: Er verhandelt nicht aus einer Position der Schwäche heraus.

Teheran zwischen Zugeständnissen und roter Linie

Die iranische Seite zeigt sich erstaunlich beweglich. Teheran habe grundsätzlich zugestimmt, Beschränkungen seiner nuklearen Aktivitäten zu akzeptieren – im Gegenzug für die Aufhebung der Sanktionen. Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Baghaei, betonte, dass Teheran mit „Ernsthaftigkeit und Flexibilität" in die Gespräche gehe. Gleichzeitig besteht der Iran darauf, dass sein Recht auf friedliche Nutzung der Kernenergie anerkannt werden müsse.

Doch genau hier liegt der Knackpunkt. Washington betrachtet die Urananreicherung auf iranischem Boden als potenziellen Weg zur Atombombe. US-Außenminister Marco Rubio bezeichnete Irans Weigerung, über sein Raketenprogramm zu verhandeln, als „großes Problem". Die ballistischen Raketen seien „ausschließlich dazu konzipiert, Amerika zu treffen", und stellten eine Bedrohung für die regionale Stabilität dar. Wer sich an die Geschichte erinnert, weiß: Genau diese Verknüpfung von Atomfrage und Raketenprogramm war schon beim gescheiterten JCPOA-Abkommen von 2015 ein Zankapfel.

Oman als Vermittler gibt sich optimistisch

Der omanische Außenminister Sayyid Badr Albusaidi, der als Vermittler fungiert, verbreitete vorsichtigen Optimismus. Man habe „kreative und positive Ideen" ausgetauscht, schrieb er auf der Plattform X. Nach einer Pause am Donnerstagmorgen sollten die Gespräche am Nachmittag fortgesetzt werden. Die Verhandlungen werden indirekt geführt – auf amerikanischer Seite durch Sondergesandten Steve Witkoff und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner, auf iranischer Seite durch Außenminister Abbas Araqchi.

Khamenei unter beispiellosem Druck

Was die Verhandlungen zusätzlich befeuert, ist die dramatische Lage innerhalb des Iran. Oberster Führer Ayatollah Ali Khamenei steht vor der schwersten Krise seiner 36-jährigen Amtszeit. Die Wirtschaft ächzt unter den verschärften Sanktionen, und im Januar erschütterten die schlimmsten Proteste seit der Islamischen Revolution von 1979 das Land. Die iranischen Sicherheitskräfte schlugen die Unruhen brutal nieder – Tausende Menschen sollen dabei ums Leben gekommen sein. Trump drohte damals mit einer Intervention, hielt sich aber letztlich zurück.

Präsident Masoud Pezeshkian versuchte am Donnerstag zu beschwichtigen und verwies auf eine Fatwa Khameneis aus den frühen 2000er Jahren, die Massenvernichtungswaffen verbiete. Dies bedeute „eindeutig, dass Teheran keine Atomwaffen entwickeln wird". Ob solche Beteuerungen in Washington auf offene Ohren stoßen, darf bezweifelt werden.

Eskalationsgefahr bleibt real

Die Erinnerungen an den vergangenen Juni, als die USA gemeinsam mit Israel iranische Atomanlagen angriffen, sind noch frisch. Teheran drohte mit heftiger Vergeltung im Falle eines erneuten Angriffs. Mehrere Länder haben bereits damit begonnen, Angehörige von Diplomaten und nicht-essentielles Personal aus der Region abzuziehen oder ihren Bürgern von Reisen in den Iran abzuraten. Die Zeichen stehen auf Sturm.

Araqchi formulierte es auf X diplomatisch, aber unmissverständlich: „Ein Deal ist in Reichweite, aber nur, wenn der Diplomatie Vorrang eingeräumt wird." Doch selbst über den Umfang und die Reihenfolge der Sanktionserleichterungen herrscht tiefe Uneinigkeit zwischen beiden Seiten. Die kommenden Tage werden zeigen, ob die Vernunft siegt – oder ob der Nahe Osten erneut in einen Strudel der Gewalt gerät.

Für Europa und insbesondere für Deutschland hätte eine militärische Eskalation verheerende Folgen. Steigende Energiepreise, neue Flüchtlingsströme und eine weitere Destabilisierung der ohnehin fragilen Weltordnung wären die unmittelbaren Konsequenzen. In Zeiten, in denen die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz bereits mit einem 500-Milliarden-Euro-Schuldenberg die nächsten Generationen belastet, wäre ein weiterer geopolitischer Brandherd das Letzte, was Deutschland braucht. Umso wichtiger erscheint es, dass physische Edelmetalle wie Gold und Silber in solch unsicheren Zeiten als bewährter Krisenschutz im Portfolio nicht fehlen sollten.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf eigener, gründlicher Recherche basieren. Wir übernehmen keine Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Artikels getroffen werden.

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