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Kettner Edelmetalle
23.07.2026
06:17 Uhr

„Auf diese Leute können wir verzichten“ – Lauterbachs zynischer Abgesang auf Deutschlands Leistungsträger

„Auf diese Leute können wir verzichten“ – Lauterbachs zynischer Abgesang auf Deutschlands Leistungsträger

Es gibt Sätze, die brennen sich ins kollektive Gedächtnis einer Nation ein. „Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.“ Oder eben: Man werde denen, die das Land verlassen wollen, „keine Träne nachweinen“. Letzteres stammt bekanntlich von Erich Honecker, gesprochen im Herbst 1989, wenige Wochen bevor sein maroder Arbeiter-und-Bauern-Staat unter dem Druck der eigenen Bevölkerung kollabierte. Man hätte meinen können, ein solcher historischer Tiefpunkt diene deutschen Politikern als warnendes Beispiel. Weit gefehlt.

Der Ex-Minister und sein digitaler Offenbarungseid

Karl Lauterbach, einst oberster Corona-Mahner der Republik und Ex-Gesundheitsminister, hat es erneut geschafft, sich auf der Plattform X selbst zu unterbieten. Angesichts der stetig steigenden Auswandererzahlen zeigte er sich genervt vom, wie er es nannte, „permanenten Schlechtreden“ Deutschlands – und machte sich in einem beispiellos herablassenden Ton über jene lustig, die diesem Land tatsächlich den Rücken kehren.

Anlass war ein Beitrag des INSM-Chefs Thorsten Alsleben, der von den Auswanderungsplänen gutverdienender Familien aus seinem Freundeskreis berichtet hatte. Fünf Familien allein kenne er, die ihre Koffer packten. Lauterbachs Reaktion? Eine Mischung aus Spott und Verachtung:

„Diese ewigen Übertreibungen von jungen Talenten, die mit dem hohen Rentenbeitrag (‚schnief‘) nicht klarkommen und deshalb angeblich auswandern. Auf diese Leute können wir verzichten, falls es sie überhaupt gibt.“

„Schnief“ – das Geräusch der Arroganz

Es ist dieses eine spöttische „schnief“, das die Gemüter zu Recht in Wallung bringt. Ein Politiker, der sich über die Sorgen fleißiger Steuerzahler lustig macht, als wären deren wirtschaftliche Nöte bloß das Gejammer verwöhnter Kinder. Wer, bitteschön, ist hier eigentlich abgehoben?

Der Unternehmer Christian Miele brachte das Empfinden vieler auf den Punkt, als er von einer kaum zu übertreffenden Arroganz sprach und als Steuerzahler solche Aussagen schlicht satt habe. Man muss kein Prophet sein, um zu erkennen, dass hier eine tiefe Kluft zwischen politischer Kaste und arbeitender Bevölkerung offenbar wird.

Ein Kostgänger urteilt über die, die zahlen

Besonders pikant wird die Angelegenheit, wenn man einen Blick auf die persönliche Situation des Kritikers wirft. Lauterbach bezieht – so rechnen es zahlreiche Kommentatoren vor – eine fünfstellige Pension aus Bundestagsmandat und Minister-Ruhegehalt. Und das, ohne jemals selbst in die gesetzliche Rentenkasse eingezahlt zu haben, in die er die arbeitende Bevölkerung so gerne verweist. Ein „Kostgänger des Systems“, wie es ein Nutzer nannte, der über jene urteilt, die dieses System am Laufen halten.

Die bittere Wahrheit hinter den Zahlen

Was Lauterbach mit seinem Hohn geflissentlich übersieht: Es handelt sich keineswegs um eingebildete Wehleidigkeit. Laut Analysen des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge verlassen jährlich rund 250.000 Deutsche ihre Heimat. Und wer geht?

  • Zu zwei Dritteln Menschen unter 40 Jahren – also in der besten Lebens- und Leistungsphase.
  • Rund 75 Prozent mit Hochschulabschluss – die Elite, die Deutschland dringend bräuchte.
  • Vielfach Gutverdiener, deren Steuern und Abgaben unser Sozialsystem finanzieren.

Es ist also nicht der faule Träumer, der auswandert, sondern der Ingenieur, der Arzt, der Unternehmer. Genau jene, die unter einer erdrückenden Steuer- und Abgabenlast, einer ausufernden Bürokratie und einer immer maroderen Infrastruktur ächzen. Sie stimmen mit den Füßen ab – und die Politik reagiert mit einem Achselzucken und einem hämischen „schnief“.

Wenn die Klügsten gehen, bleibt die Zeche

Man stelle sich die volkswirtschaftliche Dimension vor: Jedes Jahr verliert Deutschland eine mittelgroße Stadt an gut ausgebildeten, produktiven Bürgern. Die Steuerausfälle sind gewaltig, der Verlust an Know-how kaum zu beziffern. Und statt sich zu fragen, warum ein Land seine besten Köpfe vertreibt, verhöhnt man diese Köpfe auch noch beim Abschied. Das ist nicht nur zynisch, es ist wirtschaftlicher Wahnsinn mit Ansage.

Die parallele Frage drängt sich auf: Während man die eigenen Leistungsträger verabschiedet, ringt man um Fachkräfte aus aller Welt. Ein Widerspruch, der symptomatisch für die verfehlte Politik der vergangenen Jahre steht. Es ist genau diese Selbstgefälligkeit einer politischen Elite, die den Kontakt zur Lebensrealität der Menschen längst verloren hat – ein Empfinden, das nicht nur unsere Redaktion teilt, sondern ein Großteil der Bürger dieses Landes.

Was bleibt, ist die Verantwortung für das eigene Vermögen

Wer bleibt, tut gut daran, sein Erspartes nicht blind einem Staat anzuvertrauen, der seine Leistungsträger vergrault und dessen Schuldenberge – man denke an das 500-Milliarden-Sondervermögen – ins Uferlose wachsen. Wenn die Inflation die Kaufkraft frisst und politisches Vertrauen schwindet, gewinnt die zeitlose Frage an Bedeutung: Wie sichere ich mein Vermögen? Physisches Gold und Silber haben über Jahrhunderte hinweg bewiesen, dass sie Krisen, Währungsreformen und politische Verirrungen überdauern. Als solide Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio bieten Edelmetalle jene Beständigkeit, die staatliche Versprechen längst vermissen lassen.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar und gibt ausschließlich die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder. Er ersetzt weder eine individuelle Steuer- noch eine Rechtsberatung. Jeder Anleger ist angehalten, sich eigenständig umfassend zu informieren, gegebenenfalls fachkundigen Rat einzuholen und trägt die Verantwortung für seine Anlageentscheidungen selbst.

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