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18.08.2026
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Aufstand in der Union: Merz droht die Mehrheit wegzubrechen

Aufstand in der Union: Merz droht die Mehrheit wegzubrechen
Symbolbild: KI-generiert

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) steht innerparteilich massiv unter Druck. Medienberichten zufolge ist von den großen Vorhaben, die vor der Sommerpause noch als „geeint“ verkauft wurden, kaum etwas übrig — und einer der einflussreichsten CDU-Politiker legt dem Kanzler nahe, die Koalition mit der SPD zu beenden. Zwei Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September ist das mehr als ein Sommerloch-Geplänkel.

Die Halbwertszeit der „Einigungen“

Rente, Steuern, Haushalt: Bei allen drei Großprojekten inszenierte die schwarz-rote Regierung Geschlossenheit. Dem Bericht zufolge ist das Rentenpaket inzwischen von acht Ministerpräsidenten wieder aufgeschnürt worden — drei davon aus den eigenen Reihen der Union.

Parallel wächst der Unmut über die angekündigte „Steuerreform“. In der CDU-Fraktion sei vielen Abgeordneten klar geworden, dass hier eine Erhöhung als Entlastung etikettiert werde, heißt es in dem Bericht. Auch für den bereits im Kabinett abgesegneten Bundeshaushalt 2027 sehe niemand mehr eine sichere Mehrheit im Parlament.

Für den Kanzler ist das eine bittere Bilanz: Wer im Kabinett einigt, aber im Bundestag nicht liefert, verliert Autorität.

Von Stetten: „Nicht der Kanzler ist das Problem“

Christian von Stetten führt den Parlamentskreis Mittelstand, dem mehr als 150 Abgeordnete der Unionsfraktion angehören — ein Machtfaktor, den kein CDU-Vorsitzender ignorieren kann. Gegenüber der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ verlagerte er die Schuldfrage:

„Nicht der Bundeskanzler ist das Problem in der deutschen Politik, sondern der Koalitionspartner SPD“

Hätten CDU und CSU eine eigene Mehrheit, so von Stetten laut dem Bericht weiter, würden sie den größten „Reformturbo“ zünden, den das Land je gesehen habe. Das klingt nach Rückendeckung — Beobachter lesen darin aber ein höflich verpacktes Ultimatum: Die Union solle allein regieren, statt sich im Klein-Klein mit der SPD aufzureiben.

Schon im April habe von Stetten öffentlich bezweifelt, dass das Bündnis die Legislaturperiode übersteht. Union und SPD passten schlicht nicht zusammen, zu unterschiedlich seien die Konzepte.

„Gnadenlos enttäuscht“ — der Ton wird rauer

Deutlich schärfer äußerte sich der frühere baden-württembergische Landtagsfraktionschef Wolfgang Reinhart. Er zeigte sich in derselben Zeitung „gnadenlos enttäuscht“ und warf Merz vor, seine Versprechen weder bei der Performance noch programmatisch gehalten zu haben.

Aus Sicht unserer Redaktion ist das der eigentliche Sprengstoff: Die Kritik kommt nicht mehr von Hinterbänklern, sondern aus dem Maschinenraum der Partei. Wer im Wahlkampf Wirtschaftswende und Migrationswende versprochen hat, wird an Ergebnissen gemessen — nicht an Pressekonferenzen.

Der Herbst wird zum Stresstest

Der Terminkalender kennt keine Gnade. In Sachsen-Anhalt wird am 6. September gewählt, am 20. September folgen Mecklenburg-Vorpommern und Berlin. Aktuelle Umfragewerte für Sachsen-Anhalt sehen die AfD Erhebungen zufolge bei rund 40 Prozent, die CDU deutlich dahinter.

Für Millionen Bürger sind das keine Personalfragen, sondern Alltagsfragen: Rente, Steuerlast, Energiepreise, innere Sicherheit. Politische Instabilität in Berlin heißt am Ende oft: höhere Abgaben, mehr Schulden, weniger Planbarkeit.

Wer sein Vermögen breit aufstellt, denkt in solchen Phasen erfahrungsgemäß auch an Substanzwerte. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber sind historisch ein bewährter Anker, wenn Vertrauen in politische Steuerung erodiert — als Beimischung in einem gestreuten Portfolio.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Er gibt die Einschätzung unserer Redaktion auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Anleger muss eigenständig recherchieren und trägt die Verantwortung für seine Entscheidungen selbst.

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