
Berliner Senat pumpt weitere Millionen in Solarprogramme – während die Netze längst am Limit sind
Der rot-schwarze Berliner Senat hat beschlossen, in den Jahren 2026 und 2027 jeweils zehn Millionen Euro für den Ausbau von Solarenergie bereitzustellen. Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey verkündete die Pläne nach der jüngsten Senatssitzung mit dem gewohnten Enthusiasmus, der in politischen Kreisen beim Thema Energiewende mittlerweile zum guten Ton gehört. Doch während die Hauptstadt weiter auf Photovoltaik setzt, mehren sich die Warnsignale aus der Energiewschaft.
Neue Förderstruktur ab Januar 2026
Das bisherige Förderprogramm „Solarplus" soll fortgeführt werden, allerdings mit einigen Anpassungen. Ab dem kommenden Jahr werden zwei getrennte Förderbereiche eingerichtet: Einer richtet sich an Besitzer von Ein- und Zweifamilienhäusern sowie Reihenhäusern, der andere an Mehrfamilienhäuser, Gewerbe und Industrie. Die Antragstellung soll vereinfacht und die Bearbeitungszeiten verkürzt werden – ein Versprechen, das man von deutschen Behörden schon oft gehört hat.
Bemerkenswert ist die Streichung der Förderung für sogenannte Steckersolargeräte. Die belike seien mittlerweile auch ohne staatliche Zuschüsse wirtschaftlich rentabel, so die Begründung. In Berlin wurden bislang mehr als 19.000 dieser Geräte gefördert. Nun soll der Fokus verstärkt auf die großen Dachflächen der Stadt gerichtet werden – auf Gewerbehallen, Industriebauten und Mehrfamilienhäusern.
Kritische Stimmen aus der Energiewirtschaft werden lauter
Was der Senat als Erfolgsgeschichte verkauft, sieht aus Sicht der Netzbetreiber deutlich weniger rosig aus. Erst kürzlich warnte der Eon-Chef die Bundesregierung unter Friedrich Merz eindringlich vor einem zu schnellen Ausbau von Wind- und Sonnenenergie. Die deutschen Stromnetze seien schlichtweg nicht für die Aufnahme derart großer Mengen dezentral erzeugten Stroms ausgelegt. Die Infrastruktur hinkt dem politischen Ehrgeiz um Jahre hinterher.
Während Deutschland noch mit Netzengpässen kämpft, baut China seine Solarkapazitäten mit atemberaubender Geschwindigkeit aus. Allein in den ersten sechs Monaten dieses Jahres installierten die Chinesen 212 Gigawatt – ein Tempo, das westliche Beobachter als „halsbrecherisch" bezeichnen. Der Unterschied: China investiert gleichzeitig massiv in die notwendige Netzinfrastruktur.
Symbolpolitik statt durchdachter Energiestrategie?
Die Frage drängt sich auf, ob die Berliner Fördermillionen tatsächlich einen substanziellen Beitrag zur Energiewende leisten oder ob es sich einmal mehr um teure Symbolpolitik handelt. Zehn Millionen Euro pro Jahr mögen nach viel klingen, entsprechen aber lediglich dem Durchschnitt der vergangenen drei Jahre. Von einem echten Investitionsschub kann also keine Rede sein.
Für den deutschen Steuerzahler bleibt die bittere Erkenntnis, dass die Energiewende weiterhin mit der Gießkanne statt mit einem durchdachten Gesamtkonzept vorangetrieben wird. Die Kosten tragen am Ende die Bürger – sei es über höhere Strompreise oder über die Finanzierung von Förderprogrammen, deren Wirksamkeit zumindest fragwürdig erscheint.
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