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24.02.2026
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Bischof Bätzing verabschiedet sich mit politischem Rundumschlag gegen die AfD

Bischof Bätzing verabschiedet sich mit politischem Rundumschlag gegen die AfD

Man reibt sich die Augen und fragt sich unwillkürlich: Ist das noch ein Hirtenbrief oder schon ein Wahlkampfflugblatt? Der scheidende Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, hat seine letzte Amtshandlung genutzt, um bei der Frühjahrsvollversammlung in Würzburg einen flammenden Appell gegen die AfD zu halten. Statt geistlicher Besinnung also politische Agitation – ein Abschied, der Bände spricht über den Zustand der katholischen Kirche in Deutschland.

Wenn der Hirte seine Schafe vergisst

Der 64-jährige Limburger Bischof forderte in seiner Abschiedsrede, man müsse „Menschen in unserem Land aktivieren, für Demokratie und Menschenwürde aufzustehen". Klingt edel. Klingt nach Zivilcourage. Doch wer genauer hinhört, erkennt schnell: Es geht Bätzing nicht um Demokratie im eigentlichen Sinne – es geht ihm um den Kampf gegen eine demokratisch gewählte Partei, die mittlerweile Millionen Deutsche hinter sich versammelt. Ist das die Aufgabe eines Bischofs? Sollte ein Mann Gottes nicht eher das Evangelium predigen, statt sich als verlängerter Arm des politischen Establishments zu gerieren?

Besonders entlarvend war Bätzings Geständnis, er empfinde Angst, wenn er vor einem AfD-Wahlkampfstand stehe. Angst. Ein Bischof, der Millionen Gläubige geistlich führen soll, fürchtet sich vor Bürgern, die Flyer verteilen. Man möchte dem Mann zurufen: Haben Sie schon einmal eine Kirche in einem Brennpunktviertel besucht? Haben Sie die Angst der Menschen erlebt, die abends nicht mehr allein auf die Straße gehen? Die Angst vor Messerstechereien, vor der explodierenden Kriminalität, die Deutschland seit Jahren in Atem hält? Offenbar nicht – denn diese Ängste scheinen den Bischof deutlich weniger zu beunruhigen.

Die Kirche als Vorfeldorganisation der Altparteien

Bätzing rief die Kirchen dazu auf, sich – wie bei den sogenannten „Demonstrationen gegen Rechts" im Jahr 2024 – mit „großen gesellschaftlichen Gruppen" zusammenzuschließen. Man erinnere sich: Damals hatten Altparteien, Gewerkschaften, Antifa-Gruppen und eben auch die christlichen Kirchen gemeinsam Hunderttausende auf die Straßen gebracht. Der Auslöser war eine journalistisch höchst umstrittene Recherche über ein privates Treffen in Potsdam, die von vielen Beobachtern als maßlos aufgebauscht bewertet wurde. Dass sich ein Bischof in diese Reihe einordnet und faktisch zum „antifaschistischen Kampf" aufruft, dürfte selbst wohlwollende Katholiken irritieren.

Denn die Frage drängt sich auf: Wer hat der Kirche das Mandat erteilt, Parteipolitik zu betreiben? Die katholische Kirche in Deutschland verliert seit Jahren dramatisch an Mitgliedern. Die Kirchenaustritte erreichen Rekordwerte. Missbrauchsskandale, Vertrauensverlust, eine zunehmende Entfremdung von den Gläubigen – die Liste der Baustellen ist lang. Und statt sich diesen existenziellen Problemen zu widmen, nutzt der oberste Repräsentant der deutschen Bischöfe seine Abschiedsrede für einen politischen Kreuzzug.

Gegen Verbot, aber für Ächtung

Immerhin sprach sich Bätzing gegen ein Verbotsverfahren der AfD aus. Man müsse als „demokratische Kräfte" zeigen, dass diese Partei „überflüssig" sei, weil sie angeblich nur „Scheinlösungen" anbiete. Eine bemerkenswerte Argumentation: Die Partei soll also nicht verboten, aber gesellschaftlich geächtet werden. Man könnte meinen, der Bischof habe die Methoden der mittelalterlichen Exkommunikation lediglich in ein modernes Gewand gekleidet.

Was Bätzing dabei geflissentlich übersieht: In der AfD finden sich zahlreiche praktizierende Christen, Menschen, die sich durchaus auf christliche Werte wie Familie, Heimat und Nächstenliebe berufen – wobei sie unter Nächstenliebe eben tatsächlich die Liebe zum Nächsten verstehen, also zu den Menschen im unmittelbaren Umfeld, in der eigenen Gemeinde, im eigenen Land. Diese theologische Interpretation hat eine lange Tradition und ist keineswegs so abwegig, wie Bätzing es darstellen möchte.

Die eigentliche Angst der Kirche

Vielleicht liegt Bätzings wahre Motivation weniger im Glauben als vielmehr im Geldbeutel. Die katholische Kirche in Deutschland profitiert in erheblichem Maße von staatlichen Zuwendungen – Hunderte Millionen Euro fließen jährlich aus Steuermitteln in die kirchlichen Kassen, zusätzlich zur Kirchensteuer. Eine Partei, die dieses System grundlegend hinterfragt, dürfte den Kirchenoberen naturgemäß ein Dorn im Auge sein. Folgt man dieser Logik, wird der „antifaschistische Kampf" plötzlich sehr viel profaner.

Die Frühjahrsvollversammlung in Würzburg wird nun einen Nachfolger für Bätzing wählen. Zudem steht die Entscheidung über die Satzung der geplanten Synodalkonferenz an – ein neues Beratungsgremium aus Bischöfen und Laien, das im November seine Arbeit aufnehmen soll. Einige konservative Bischöfe lehnen diesen Plan ab und verweisen auf Bedenken des Vatikans. Es bleibt zu hoffen, dass der neue Vorsitzende sich wieder stärker auf die eigentlichen Aufgaben eines Geistlichen besinnt: den Glauben zu verkünden, die Gemeinden zu stärken und den Menschen in schwierigen Zeiten geistlichen Halt zu geben.

Ein Symptom des Zeitgeistes

Bätzings Abschiedsrede ist symptomatisch für eine Kirche, die ihren Kompass verloren hat. Statt als moralische Instanz zu wirken, die über den Niederungen der Tagespolitik steht, hat sie sich zum willfährigen Werkzeug eines politischen Establishments gemacht, das jede Opposition als „faschistisch" brandmarkt. Dass Millionen Deutsche die AfD wählen – nicht aus Bosheit, sondern aus tiefer Sorge um ihr Land, ihre Sicherheit und ihre Zukunft –, scheint in Bätzings Weltbild schlicht keinen Platz zu haben.

Die katholische Kirche in Deutschland steht an einem Scheideweg. Sie kann weiter den Weg der politischen Instrumentalisierung gehen und dabei zusehen, wie ihr die letzten Gläubigen davonlaufen. Oder sie kann sich auf ihre Kernaufgabe besinnen und den Menschen das geben, was sie in diesen unruhigen Zeiten am dringendsten brauchen: Orientierung, Trost und echte geistliche Führung. Bätzings Abgang lässt leider befürchten, dass der erste Weg noch lange nicht zu Ende gegangen ist.

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