
Bitumen-Engpass: Wie Merz' Säbelrasseln Deutschlands Straßen ruiniert

Es ist ein Lehrstück in politischem Dilettantismus, wie es im Buche steht: Während der Bundeskanzler im Erdgeschoss des Kanzleramtes mit ukrainischen Drohnen posiert wie ein Junge mit seinem neuen Spielzeug, droht der deutschen Bauwirtschaft das nächste handfeste Desaster. Diesmal trifft es nicht nur den Diesel an der Zapfsäule, nicht nur das Kerosin der Fluglinien – sondern auch jene zähe schwarze Masse, ohne die in diesem Land schlicht keine Straße entsteht: Bitumen.
Wenn die schwarze Suppe versiegt
Die Hintergründe sind ebenso simpel wie verheerend. Bitumen, das Bindemittel im Asphalt, lässt sich nicht aus jedem beliebigen Rohöl gewinnen. Erforderlich seien schwere Erdölsorten mit langkettigen Kohlenwasserstoffen – wie sie traditionell aus Russland und Kasachstan kommen. Leichte Sorten, etwa aus arabischen Quellen, taugen für die Bitumenproduktion schlichtweg nicht. Wer das ignoriert, der ignoriert die Physik. Und genau das tut die Bundesregierung mit beeindruckender Konsequenz.
Sollte Russland ab dem 1. Mai die Durchleitung kasachischen Erdöls tatsächlich einstellen, steht die PCK-Raffinerie in Schwedt vor einem massiven Problem. Robert Momberg, Hauptgeschäftsführer des Bauindustrieverbandes Ost, warnte bereits unmissverständlich, dass es nach Einschätzung der Mitgliedsunternehmen mit großer Wahrscheinlichkeit zumindest kurzfristig zu Versorgungsengpässen bei Bitumen in der Region kommen werde. Jede Störung in Schwedt schlage unmittelbar auf den Markt durch.
Preisexplosion mit Ansage
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Allein von Februar auf März sei der Bitumenpreis um satte 36,4 Prozent in die Höhe geschossen. Ein Lieferstopp ab Mai dürfte die Preisspirale weiter befeuern. Was bedeutet das konkret? Jeder Meter Asphalt, jede Schlaglochreparatur, jeder neue Kreisverkehr wird teurer. Die ohnehin in marodem Zustand befindlichen deutschen Straßen – der einstige Stolz der Nation – verkommen weiter zu jenen "Rübenschnellwegen", über die sich die Republik längst spöttisch unterhält.
Die kleine Waffenshow im Kanzleramt
Besonders pikant ist der Anlass für Putins kalkulierte Retourkutsche. Friedrich Merz hatte beim jüngsten Selenskyj-Besuch nicht nur Milliardenzusagen verteilt, sondern sich auch noch öffentlich gerühmt, gemeinsam mit der Ukraine in der Lage zu sein, Drohnen über tausend Kilometer tief auf russisches Territorium zu feuern. Eine "kleine Waffenshow" habe man im Kanzleramt veranstaltet, schwärmte der Kanzler in einem Tonfall, der eher an die markige Rhetorik Wilhelms II. erinnert als an staatsmännische Diplomatie.
Wer in einer derart angespannten Lage öffentlich Drohnen-Attacken auf Russland zelebriert, der muss sich nicht wundern, wenn der Gegenüber zu Werkzeugen greift, die er hat. Und der Hebel des Erdöls liegt nun einmal in Moskau – nicht in Berlin.
Schulden für die Welt – nichts für die Heimat
Während die deutsche Infrastruktur buchstäblich zerbröselt, fließen die im Eilverfahren beschlossenen Sondervermögen in alle möglichen Kanäle – nur kaum dorthin, wo sie versprochen wurden. Wohnungsbau in der Ukraine, Wiederaufbau in Kiew, Aufrüstung der ukrainischen Streitkräfte, dazu die galoppierende Finanzierung der ideologisch motivierten Klimapolitik. Laut Bundesregierung wurden seit Beginn des Ukraine-Krieges allein bilateral rund 41 Milliarden Euro an ziviler und etwa 55,5 Milliarden Euro an militärischer Unterstützung geleistet oder zugesagt.
Die Frage, in wessen Interesse diese Politik eigentlich gemacht wird, drängt sich geradezu auf. Eine Regierung, die durch außenpolitisches Säbelrasseln die eigene Versorgungssicherheit aufs Spiel setzt, die heimischen Straßenbau verteuert, die Industrie deindustrialisiert und gleichzeitig Milliarden ins Ausland pumpt – sie verdient den Begriff "Volksvertretung" immer weniger.
Goldreserven als nächstes Opfer?
Besonders alarmierend wird es, wenn aus dem Umfeld regierungsnaher Wirtschaftsforschung bereits laut über den Verkauf deutscher Goldreserven nachgedacht wird. Marcel Fratzscher, Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, hatte vorgeschlagen, einen Teil der rund 440 Milliarden Euro schweren deutschen Goldreserven zur "Krisenbewältigung" zu veräußern. Ein "riesiges Sparschwein", das man doch anbrechen könne.
Hier muss man hellhörig werden. Die deutschen Goldreserven sind über Jahrzehnte hart erarbeiteter, generationenübergreifender Wohlstand – das letzte echte Bollwerk gegen Inflation, Währungskrisen und politische Verwerfungen. Wer dieses Tafelsilber zur Stopfung selbstverschuldeter Haushaltslöcher verkaufen will, der opfert die Zukunft der Bundesrepublik für die kurzfristige Linderung politischer Symptome. Just in Zeiten massiver geopolitischer Verwerfungen, eskalierender Konflikte im Nahen Osten und einer fragwürdigen Schuldenpolitik zeigt sich einmal mehr, warum physisches Gold und Silber als wertbeständiges, krisenerprobtes Vermögen seit Jahrtausenden seinen Platz in jedem klug aufgestellten Portfolio behauptet. Während Papierwerte schwanken und Währungen erodieren, bleibt die schwere gelbe Münze, was sie immer war: eine Versicherung gegen das politische Versagen der Gegenwart.
Sparen? Doch nicht bei uns!
Die Idee, die Regierung könne ja schlicht beim eigenen Apparat sparen, scheint im Berliner Regierungsviertel niemandem zu kommen. Stattdessen werden Diäten erhöht, Förderprogramme aufgeblasen und parallel den Bürgern erklärt, sie sollten doch einen Pullover weniger kaufen, wie es die Wirtschaftsweise Schnitzer bereits empfahl. Rentnerinnen und Rentnern wird derweil die "Basisabsicherung" angekündigt – mit dem Subtext, den Rest mögen sie sich gefälligst selbst organisieren.
Das Schild an der Tür des Kanzleramts könnte mittlerweile lauten: "Bitte nicht stören – wir deindustrialisieren." Und an den Bundesstraßen wäre angemessen: "Vorsicht, Schlaglöcher – Bitumen aus politischen Gründen nicht verfügbar."
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