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Kettner Edelmetalle
29.12.2025
09:19 Uhr

Blutige Eskalation in Syrien: Regierungstruppen schießen auf protestierende Alawiten

Was sich derzeit in Syrien abspielt, ist nichts weniger als ein Déjà-vu des Grauens. Die alawitische Minderheit, einst unter Assad die privilegierte Bevölkerungsgruppe, findet sich nun auf der anderen Seite der Gewalt wieder – und die neue Regierung in Damaskus zeigt ihr wahres Gesicht mit erschreckender Brutalität.

Massenproteste nach Moschee-Anschlag

Am vergangenen Sonntag strömten tausende Alawiten auf die Straßen syrischer Küstenstädte. In Latakia, Tartous, Jableh und der Provinz Homs forderten sie ein Ende der sektiererischen Gewalt, die ihr Leben zur Hölle macht. Der Auslöser: Ein verheerender Bombenanschlag auf die Imam-Ali-Moschee in Homs am 26. Dezember, bei dem acht Menschen getötet und 18 weitere verletzt wurden – darunter auch Kinder.

Die Demonstranten trugen Transparente mit unmissverständlichen Botschaften: "Das Blut der Alawiten ist nicht billig" und "Föderalismus ist die Lösung". Doch die Antwort der Regierung kam nicht in Form von Dialog, sondern in Form von Kugeln.

Sicherheitskräfte eröffnen das Feuer auf friedliche Demonstranten

Nach Berichten des Syrian Justice Archive wurden mindestens drei Demonstranten erschossen, als Sicherheitskräfte der von der HTS geführten Regierung mit gepanzerten Fahrzeugen in die Menschenmenge fuhren und das Feuer eröffneten. Videos, die in sozialen Medien kursieren, zeigen erschütternde Szenen: Milizen stürmen den Al-Azhari-Kreisverkehr in Latakia und schießen wahllos auf unbewaffnete Zivilisten.

"Eine weitreichende Verhaftungskampagne der Generalsicherheitskräfte zielt wahllos auf Bürger ab, und Geschäfte im Viertel Wadi al-Zahab wurden geschlossen"

So beschreibt ein Korrespondent von Sham TV die Lage vor Ort. Frauen seien im Zahraa-Viertel von Homs körperlich angegriffen worden, um sie von der Teilnahme an den Protesten abzuhalten. Die Regierungstruppen hätten Straßen abgeriegelt und Demonstranten am Verlassen der Plätze gehindert.

Das Erbe des Regimewechsels: Von einer Diktatur in die nächste?

Die Ironie der Geschichte könnte kaum bitterer sein. Nach dem Sturz Baschar al-Assads im vergangenen Jahr übernahm die Hayat Tahrir al-Sham (HTS) – eine Organisation mit dokumentierten Verbindungen zu Al-Qaida – faktisch die Kontrolle über weite Teile des Landes. Was der Westen als "Befreiung" feierte, entpuppt sich für religiöse Minderheiten als Albtraum.

Im März dieses Jahres wurden tausende alawitische Zivilisten von syrischen Regierungstruppen massakriert. Seitdem wurde die alawitische Gemeinschaft entwaffnet und ist sektiererischen Angriffen schutzlos ausgeliefert. Junge alawitische Mädchen verschwinden durch regierungsnahe Entführungsnetzwerke, alawitische Männer werden regelmäßig hingerichtet.

Auch Christen und Drusen im Visier

Die Alawiten sind nicht die einzigen Leidtragenden. Auch Christen und Drusen werden von Kräften verfolgt, die dem syrischen Verteidigungsministerium unterstehen. Im Juli wurden hunderte drusische Zivilisten bei Zusammenstößen mit Regierungstruppen getötet. Eine von der Regierung eingesetzte Untersuchungskommission sprach Damaskus weitgehend von direkter Verantwortung frei – ein Hohn angesichts der dokumentierten Gräueltaten.

Rufe nach Föderalismus werden lauter

Ghazal Ghazal, der Führer des Obersten Alawitischen Islamischen Rates, hatte zu den Protesten aufgerufen. Seine Worte sind ein verzweifelter Hilferuf: "Schweigen über diese Verbrechen bedeutet nichts anderes als mehr Töten und Zusammenbruch." Er fordert internationalen Schutz und das Recht auf Selbstbestimmung für seine Gemeinschaft.

Die Forderung nach Föderalismus – also einer Aufteilung Syriens entlang konfessioneller Linien – gewinnt angesichts der anhaltenden Gewalt an Zuspruch. Beobachter spekulieren, dass auch Israel, das nach Assads Sturz große Teile Südsyriens besetzt hält, eine Zersplitterung des Landes befürwortet, um es dauerhaft zu schwächen.

Ein mahnendes Beispiel für den Westen

Die Entwicklungen in Syrien sollten auch in Europa aufhorchen lassen. Sie zeigen, wie schnell sich vermeintliche "Befreiungsbewegungen" in neue Unterdrückungsregime verwandeln können. Die naive Vorstellung, dass der Sturz eines Diktators automatisch zu Demokratie und Menschenrechten führt, hat sich einmal mehr als gefährliche Illusion erwiesen.

Während die internationale Gemeinschaft weitgehend schweigt, sterben in Syrien weiterhin Menschen – nicht mehr unter Assad, sondern unter jenen, die vorgaben, das Land zu befreien. Die alawitische Minderheit steht mit dem Rücken zur Wand, und die Welt schaut zu. Ein beschämendes Zeugnis für die vielgepriesene "wertebasierte Außenpolitik" des Westens.

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