
Böhmermanns Hinrichtung im Gebührenfunk: Wie ein ZDF-Star einen Polizei-Professor zur Strecke bringen will
Es ist ein Schauspiel, das man sich auf der Zunge zergehen lassen muss: Ein vom Zwangsbeitragszahler alimentierter Satiriker zieht in seiner Sendung gegen einen Hochschullehrer zu Felde – und nennt das Ganze dann auch noch „Recherche". Jan Böhmermann hat in der jüngsten Ausgabe seines „ZDF Magazin Royale" Stephan Maninger ins Visier genommen, einen südafrikanischstämmigen Professor an der Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung, Fachbereich Bundespolizei in Lübeck. Das Ziel scheint unverhohlen klar: die Karriere eines unliebsamen Akademikers zu beenden.
Ein Fragenkatalog wie aus dem Verhörzimmer
Bereits Tage vor der Ausstrahlung erhielt Maninger einen Fragenkatalog, der Apollo News vorliegt und der in seiner Tonlage an die Methoden anderer Zeiten erinnert. 37 Fragen, gespickt mit Suggestivfragen, die jede Substanz vermissen lassen. „Sind Sie rechtsextrem?" oder „Warum waren Sie Pressesprecher einer rechtsextremen Organisation?" – das sind keine Fragen eines neugierigen Journalisten, das ist die rhetorische Vorbereitung eines medialen Scheiterhaufens. Die Antwortfrist? Lächerlich kurz. Die Absicht? Offenkundig.
Doch damit nicht genug: Ein Kamerateam soll Maninger laut seinem Anwalt Ralf Höcker an einer Ampel abgepasst und gefilmt haben, kurz nachdem er sein Büro verlassen hatte. Brisant wird die Sache, weil dem Bundespolizeipräsidium zufolge Hinweise des Staatsschutzes auf eine mögliche Gefährdung Maningers vorliegen. Aus genau diesem Grund achte er bewusst darauf, dass keine aktuellen Fotos von ihm in der Öffentlichkeit kursieren. Die Redaktion zog am Ende offenbar selbst die Notbremse und zeigte stattdessen die Illustration eines geheimnisvollen Unbekannten – ein bezeichnender Moment journalistischer Selbsterkenntnis, die zu spät kam.
Die Apartheid-Lüge als Hauptwaffe
Im Zentrum der Böhmermann-Inszenierung steht der Vorwurf, Maninger habe sich als Pressesprecher der Afrikaner Volksfront (AVF) gegen das Ende der Apartheid eingesetzt. „Das Ende der Apartheid. Das fanden nicht alle gut", raunte Böhmermann in die Kamera, bevor er einen kontextlos zusammengeschnittenen Ausschnitt von General Constand Viljoen einspielte. Dazu noch ein paar süffisante Wortspiele vom „aparten Prof. Dr. Stephan Maninger" – fertig ist das semantische Gift.
Nur: Es stimmt schlicht nicht. Die AVF war ein konservatives Bündnis aus Parteien und Bauernverbänden in der Übergangsphase vor den ersten freien Wahlen 1994. Sie trat für einen „Volkstaat" der Afrikaaner ein – also für ein politisches Gemeinwesen der europäischstämmigen Buren. Maninger arbeitete für Constand Viljoen, der dem gemäßigten, verhandlungsbereiten Flügel zugerechnet wurde. Viljoen führte sein Lager mit der Freedom Front in den Verfassungsprozess hinein – und grenzte sich explizit von rechtsradikalen Kräften wie der nazistischen AWB ab. Wer hier von Apartheid-Befürwortern spricht, lügt entweder vorsätzlich oder hat keinerlei Ahnung von der südafrikanischen Geschichte.
Die wahren Gründe für die Hetzjagd
Warum aber wird Maninger zum Feindbild? Die Antwort dürfte in seinen migrations- und sicherheitspolitischen Positionen liegen. Maninger spricht offen aus, was viele denken: Massenmigration könne Kriminalität fördern, kulturelle Konflikte verschärfen und innenpolitische Spannungen erzeugen. Wer derartige Wahrheiten ausspricht, hat sich in den Augen des linken Meinungskartells für vogelfrei erklärt – Konsequenzen inklusive.
Die Innenrevision der Bundespolizei prüfte die gegen Maninger erhobenen Anschuldigungen bereits in einem ordnungsgemäßen Verfahren – und kam zu einem entlastenden Ergebnis. Weder disziplinar- noch strafrechtlich relevantes Fehlverhalten ließ sich feststellen. Die Beteiligung am Verein für Staatspolitik beschränkte sich auf die frühe Gründungsphase, aus der Maninger nach einem Jahr austrat. Auch dem Vorwurf, 1998 auf einer Veranstaltung mit später dem NSU-Umfeld zugerechneten Personen gesprochen zu haben, hielt die Prüfung nicht stand: Maninger verließ die Veranstaltung vorzeitig und distanzierte sich drei Tage später schriftlich von einem „braunen Sumpf". Böhmermann kommentiert diese Distanzierung mit ironischem Unterton – Belege für seine Zweifel? Fehlanzeige.
Konkurrenten als Munitionslieferanten
Eine pikante Rolle spielt Matthias Lemke, der zuvor als Kollege Maningers in Lübeck tätig war und mit ihm um eine Professur konkurrierte. Nach Informationen der Welt unterlag Lemke in diesem Verfahren und wurde 2021 wegen anderweitigen Fehlverhaltens aus dem Staatsdienst entlassen. Seither tritt er publizistisch als Kritiker Maningers in Erscheinung und wirkte an Studien mit, die diesem rechtsextreme Positionen unterstellen. Auch das von der SPD-nahen Gewerkschaft der Polizei beauftragte Gutachten von Fabian Virchow – Mitglied im wissenschaftlichen Beirat der Rosa-Luxemburg-Stiftung – wird von Böhmermann als unangreifbare Wahrheit präsentiert. Dass die Politikwissenschaftler Thomas Jäger und Joachim Krause das Gutachten wegen methodischer Voreingenommenheit scharf kritisierten? Egal. Passt nicht ins Narrativ.
Schon einmal grandios gescheitert: Die Causa Schönbohm
Wer sich an die Affäre um Arne Schönbohm erinnert, dem dürften die Parallelen schmerzlich vertraut vorkommen. Auch damals wurde mit medialer Wucht ein Mann demontiert, dessen Karriere zerstört, dessen Ruf vernichtet. Am Ende untersagte das Landgericht München I dem ZDF mehrere Aussagen aus jener Sendung, weil sie beim Publikum den Eindruck unwahrer Tatsachenbehauptungen erzeugten. Juristisch blieb von der Hinrichtung wenig übrig – existenziell für den Betroffenen war der Schaden längst angerichtet. Genau das ist die Methode: Erst zerstören, dann achselzuckend zur Tagesordnung übergehen, wenn Gerichte Jahre später die Verfehlungen feststellen.
Der Gebührenzahler finanziert seine eigene Demütigung
Was bleibt, ist ein bitterer Befund: Der Bürger zahlt monatlich Zwangsbeiträge dafür, dass ein Moderator ihm nicht genehme Personen öffentlich zur Strecke bringt. Statt unabhängiger Berichterstattung gibt es politische Auftragsarbeit. Statt journalistischer Sorgfalt suggestive Fragestellungen. Statt Fairness eine voreingenommene Vorverurteilung. Die Frage, warum solche Praktiken im öffentlich-rechtlichen Rundfunk weiterhin geduldet werden, beantwortet sich von selbst, wenn man sich vor Augen führt, welche politische Schlagseite dieser Apparat seit Jahrzehnten pflegt. Eine echte Reform – oder besser noch eine grundlegende Neuordnung des Beitragsmodells – ist überfällig. Solange Gestalten wie Böhmermann mit Millionen aus Zwangsabgaben Karrieren von Andersdenkenden zertrümmern dürfen, ist die viel beschworene Pressefreiheit nichts als ein hohles Wort.
Maninger wird sich juristisch wehren. Er hat gute Karten. Doch der eigentliche Skandal liegt tiefer: in einem System, das solche Methoden nicht nur duldet, sondern aktiv finanziert. Es ist Zeit, dass Deutschland sich diese Frage stellt – und sie ehrlich beantwortet.
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