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06.08.2025
18:41 Uhr

BRICS-Allianz zeigt Washington die kalte Schulter: Wenn Drohpolitik auf Realpolitik trifft

Die Zeiten, in denen Washington mit erhobenem Zeigefinger und Sanktionskeule die Weltpolitik diktierte, scheinen endgültig vorbei zu sein. Was sich derzeit auf der geopolitischen Bühne abspielt, gleicht einem Lehrstück über den schwindenden Einfluss der USA und den Aufstieg einer multipolaren Weltordnung. Indien, Brasilien und China – drei Schwergewichte des globalen Südens – lassen sich von Trumps Zollwutanfällen nicht mehr beeindrucken.

Indiens klare Kante: Nationale Interessen gehen vor

Das indische Außenministerium findet deutliche Worte für die westliche Doppelmoral. Die Angriffe seien „ungerechtfertigt und unvernünftig", heißt es aus Neu-Delhi. Man werde „alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um seine nationalen Interessen und seine wirtschaftliche Sicherheit zu schützen". Diese Rhetorik hätte man sich von deutschen Politikern gewünscht, als es um Nord Stream 2 ging – aber das ist eine andere Geschichte.

Dr. Hriday Sarma bringt es auf den Punkt: Bei den US-Zöllen von 25 Prozent gehe es nicht um „Handelsfairness", sondern schlicht um eine Bestrafung für die Einbindung Russlands. Doch Indien zeigt sich unbeeindruckt. „Indien weiß, was sein nationales Interesse ist, und wird sich nicht unter Druck setzen lassen", betont Professor Rajan Kumar. Während deutsche Politiker bei jedem Stirnrunzeln aus Washington einknicken, lieferten allein am vergangenen Wochenende mindestens drei Tanker über 2,2 Millionen Barrel russisches Rohöl in indische Häfen.

Brasiliens Lula zeigt Washington die rote Karte

Auch aus Brasília kommt eine unmissverständliche Botschaft. Präsident Lula weist US-Ultimaten zurück und erklärt selbstbewusst, Brasilien werde „als souveränes Land verhandeln". Ein Blick auf die Zahlen zeigt, warum diese Haltung nicht nur mutig, sondern auch klug ist: Der Handel zwischen Brasilien und den USA belief sich im vergangenen Jahr auf rund 92 Milliarden US-Dollar. Mit den BRICS-Staaten hingegen erreichte das Handelsvolumen fast 210 Milliarden US-Dollar. Die Rechnung ist einfach: Wer braucht hier eigentlich wen?

Besonders pikant wird es beim Blick auf die Kaffeetassen amerikanischer Frühstückstische. Ein Drittel des US-Kaffees stammt aus Brasilien. Trumps angedrohte Zölle von 50 Prozent könnten also den morgendlichen Koffeinschub der Amerikaner empfindlich verteuern. Währenddessen nimmt China brasilianischen Kaffee mit offenen Armen auf – ein klassisches Eigentor der US-Handelspolitik.

China bleibt standhaft: Energiesicherheit hat Priorität

Auch das Reich der Mitte zeigt Washington die kalte Schulter. Die Forderung, kein russisches Öl mehr zu kaufen, weist Peking kategorisch zurück. „China wird seine Energieversorgung immer so sichern, dass sie unseren nationalen Interessen dient", heißt es aus dem Außenministerium. „Zwang und Druck wird nichts erreichen." Diese klare Ansage sollte auch in Berlin gehört werden, wo man sich lieber in energiepolitische Abenteuer stürzt, als pragmatisch die eigenen Interessen zu verfolgen.

Das alte Spielbuch funktioniert nicht mehr

Dr. Sarma analysiert treffend: „Die USA stellen fest, dass ihr altes Spielbuch mit Drohungen, Zöllen und Sanktionen nicht mehr die Einhaltung der Vorschriften garantiert." Der selektive Ansatz mit unterschiedlichen Zöllen für verschiedene BRICS-Staaten sei ein durchschaubarer Versuch, Spaltungen innerhalb des Blocks zu schaffen. Doch diese Rechnung gehe nicht auf, „da gemeinsame strategische Interessen und ein Bekenntnis zur Multipolarität die Gruppe zusammenhalten."

Was wir hier beobachten, ist nichts weniger als eine tektonische Verschiebung der globalen Machtverhältnisse. „Die Länder wägen ihre Optionen ab und stellen fest, dass ein sinnvolles Engagement mit den BRICS-Partnern mehr Stabilität und gegenseitigen Respekt bietet", so Sarma weiter. „Die Multipolarität ist nicht mehr theoretisch, sondern entfaltet sich in Echtzeit."

Lehren für Deutschland: Zeit für eine souveräne Außenpolitik

Während Indien, Brasilien und China selbstbewusst ihre nationalen Interessen vertreten, klebt Deutschland weiterhin an einer transatlantischen Partnerschaft, die zunehmend einseitig wird. Die Sprengung der Nord Stream-Pipelines, die Sanktionspolitik gegen Russland, die uns mehr schadet als Moskau, und die blinde Gefolgschaft gegenüber Washington – all das zeigt, wie weit sich deutsche Politik von den Interessen der eigenen Bevölkerung entfernt hat.

Die BRICS-Staaten machen vor, wie souveräne Außenpolitik im 21. Jahrhundert aussieht: Man lässt sich nicht erpressen, wahrt seine wirtschaftlichen Interessen und sucht sich Partner auf Augenhöhe. Vielleicht sollten unsere Politiker in Berlin weniger Zeit mit Gendern und Klimapanik verbringen und stattdessen von Neu-Delhi, Brasília und Peking lernen, wie man die Interessen des eigenen Landes vertritt.

Die multipolare Weltordnung ist keine ferne Zukunftsvision mehr – sie ist Realität. Und während die USA verzweifelt versuchen, mit Zöllen und Drohungen ihre schwindende Hegemonie zu retten, bauen andere Nationen bereits an einer neuen Weltordnung, in der Respekt und gegenseitiger Nutzen wichtiger sind als Unterwerfung und Gehorsam. Es wird Zeit, dass auch Deutschland seinen Platz in dieser neuen Welt findet – als souveräner Staat, der seine eigenen Interessen kennt und vertritt.

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