
Britische Hardlinerin wechselt zu Farage: Suella Braverman erklärt den Tories den Krieg

Ein politisches Erdbeben erschüttert das Vereinigte Königreich. Die ehemalige Innenministerin Suella Braverman, einst das Aushängeschild des rechten Flügels der Konservativen Partei, hat ihrer politischen Heimat den Rücken gekehrt und sich Nigel Farages Reform UK angeschlossen. Was die linksliberale Presse als Skandal inszeniert, könnte sich als Weckruf für ganz Europa erweisen.
Vom Establishment zur Rebellion
Die 1980 in London als Tochter indischer Einwanderer geborene Politikerin galt lange als unbequeme Stimme innerhalb der Tory-Partei. Während ihrer Amtszeit als Innenministerin unter Liz Truss und Rishi Sunak von 2022 bis 2023 scheute sie keine Konfrontation. Ihr Traum, einen Deportationsflug nach Ruanda auf der Titelseite des Daily Telegraph zu sehen, brachte ihr den wenig schmeichelhaften Titel "Das grausame Gesicht Britanniens" vom Guardian ein. Doch was die linke Presse als Grausamkeit brandmarkt, nennen andere schlicht konsequente Migrationspolitik.
Ihre Entlassung erfolgte, nachdem sie der britischen Polizei vorwarf, nicht entschieden genug gegen pro-palästinensische Linksextremisten vorzugehen. Ein Vorwurf, der angesichts der zunehmenden Gewalt auf Londons Straßen durchaus berechtigt erscheint. Doch im weichgespülten Establishment der Tories war für solche Klarheit offenbar kein Platz mehr.
Die Torys haben sich selbst verraten
Bravermans Abrechnung mit ihrer ehemaligen Partei fällt vernichtend aus. Sie wirft den Konservativen vor, "keinen Mut, kein Rückgrat und keine Entschlossenheit" zu besitzen. Die Partei habe ihre Wähler systematisch betrogen und belogen. Eine Analyse, die erschreckend an die Situation der deutschen CDU erinnert, die unter Friedrich Merz zwar konservative Rhetorik pflegt, aber in der Praxis längst grüne Politik umsetzt.
"Wenn dir im Kabinett niemand zustimmt, kommst du nicht weiter"
Mit diesen Worten beschrieb Braverman ihre Frustration über die ideologische Erstarrung ihrer ehemaligen Partei. Besonders bezeichnend: Als Boris Johnson eine Gesetzesänderung für ihren Mutterschaftsurlaub anregte, entbrannte eine absurde Debatte darüber, ob im Dokument von "Frauen" oder "schwangeren Personen" die Rede sein sollte. Der Wahnsinn der Gender-Ideologie hat offensichtlich auch die britischen Konservativen längst infiziert.
Eine Frau mit Überzeugungen
Bereits als 17-Jährige gewann Braverman an ihrer Privatschule eine Wahlsimulation als Tory-Kandidatin. Ihr damaliges Vorbild war Rhodes Boyson, Sozialminister unter Margaret Thatcher, der Aids als "Frucht einer freizügigen Gesellschaft" bezeichnete. In Cambridge studierte sie Jura und lernte dort Robert Jenrick kennen, den ehemaligen Migrationsminister, der ebenfalls zu Reform UK übergetreten ist.
Bemerkenswert ist Bravermans Ehrlichkeit in Fragen der nationalen Identität. In einem Gastbeitrag für den Telegraph verteidigte sie den ethnisch-kulturellen Volksbegriff mit den Worten: "Ich kann nicht behaupten, Engländerin zu sein und sollte das auch nicht. Das ist nicht ausgrenzend, sondern ehrlich." Eine Aussage, die in Deutschland vermutlich sofort den Verfassungsschutz auf den Plan rufen würde.
Die Reaktion des Establishments
Die Tories verabschiedeten ihre langjährige Hardlinerin mit kaum versteckter Verachtung und einem besonders perfiden Kommentar: "Wir taten alles, um auf ihre psychische Verfassung zu achten, aber sie war offensichtlich sehr unglücklich." Die Pathologisierung politischer Gegner als psychisch gestört – eine Taktik, die man eigentlich aus totalitären Regimen kennt.
Dabei bescheinigen ihr selbst politische Gegner wie das Labour-Oberhausmitglied Charles Falconer, "immer sehr nett" gewesen zu sein. Eine ehemalige Weggefährtin attestierte ihr in der BBC "Herzlichkeit und Optimismus". Doch Nettigkeit allein reicht nicht, wenn eine Nation vor existenziellen Herausforderungen steht.
Ein Signal für ganz Europa
Der Übertritt Bravermans zu Reform UK ist mehr als eine innerbritische Personalentscheidung. Er zeigt, dass konservative Politiker zunehmend erkennen, dass die etablierten Mitte-Rechts-Parteien ihre Wähler systematisch verraten haben. Die Parallelen zu Deutschland sind unübersehbar, wo die CDU unter Merz zwar von Migrationswende spricht, aber ein 500-Milliarden-Schuldenpaket durchwinkt und die Klimaneutralität im Grundgesetz verankert.
Braverman hat verstanden, was viele ihrer ehemaligen Kollegen noch immer leugnen: Die Zeit der faulen Kompromisse ist vorbei. Nett war gestern.

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