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Kettner Edelmetalle
09.04.2026
12:58 Uhr

Brüchige Waffenruhe: Steuern USA und Iran auf den großen Showdown zu?

Was als diplomatischer Durchbruch gefeiert wurde, entpuppt sich nur wenige Tage später als das, was Realisten von Anfang an befürchtet hatten: eine bloße Atempause vor der nächsten Eskalationsstufe. Die Waffenruhe zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran steht auf tönernen Füßen – und die Risse werden mit jeder Stunde tiefer.

Israel macht eigene Regeln

Während die Welt noch über den vermeintlichen Waffenstillstand diskutierte, schuf Israel bereits Fakten. Die israelische Regierung erklärte unmissverständlich, dass die Vereinbarung nicht für den Libanon gelte – und untermauerte diese Position mit über 100 Luftangriffen auf libanesische Ziele. Die Bilanz ist verheerend: 180 Tote, 900 Verletzte, darunter Opfer eines Bombardements mitten im Stadtzentrum von Beirut. Ein eindeutig ziviles Ziel. Die Hisbollah reagierte erwartungsgemäß mit Vergeltungsschlägen und kündigte an, ihre Angriffe fortzusetzen, bis die israelische Aggression ein Ende finde.

Bemerkenswert ist, dass selbst US-Vizepräsident JD Vance die israelische Lesart bestätigte und den Libanon explizit aus der Vereinbarung ausklammerte. Der Iran hingegen besteht darauf, dass der Libanon sehr wohl Teil des Waffenstillstands sei, und wirft Washington Vertragsbruch vor. Auch Pakistan, das den Waffenstillstand vermittelt hatte, stützt die iranische Interpretation. Wer hat Recht? Das Weiße Haus bestreitet die pakistanisch-iranische Darstellung. Ein vielversprechender Auftakt für Friedensgespräche sieht wahrlich anders aus.

Friedensgespräche unter dem Damoklesschwert

Am Samstag sollen in Islamabad unter pakistanischer Vermittlung Gespräche beginnen. Vizepräsident Vance wird voraussichtlich mit einer hochrangigen Delegation anreisen, der auch Steve Witkoff und Jared Kushner, Trumps Schwiegersohn, angehören sollen. Doch schon die Frage, wen Vance dort überhaupt treffen wird, bleibt unbeantwortet.

Und man kann es den Iranern kaum verdenken, dass sie zögern, Vertreter von Rang nach Pakistan zu entsenden. Das Land ist ein enger Verbündeter Washingtons, unterhält einen militärischen Beistandspakt mit Saudi-Arabien, und amerikanische wie israelische Spezialkommandos können sich dort uneingeschränkt bewegen. Die Erinnerung daran, dass Israel einst Hamas-Verhandler in Katar angriff – ausgerechnet während diese über die Freilassung von Geiseln verhandelten –, dürfte in Teheran noch frisch sein. Welcher iranische Diplomat würde unter solchen Umständen guten Gewissens in ein Flugzeug steigen?

Hinzu kommt die inhaltliche Sackgasse. Der iranische Zehn-Punkte-Plan sei für die USA inakzeptabel, der amerikanische 15-Punkte-Plan wiederum für den Iran undenkbar. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, sprach zwar von „privaten" Vorschlägen aus Teheran, die an Washington übermittelt worden seien, und bezeichnete die in den Medien kursierenden Papiere als Falschmeldungen. Doch Transparenz sieht anders aus.

Ölpreis als Fieberthermometer der Krise

Die Ankündigung der zweiwöchigen Waffenruhe hatte die globalen Märkte zunächst beruhigt und den Ölpreis unter die magische Marke von 100 Dollar gedrückt. Brent-Rohöl notierte am Mittwoch bei 94,75 Dollar pro Barrel – immer noch rund 30 Prozent höher als vor Kriegsbeginn am 28. Februar. Zeitweise war der Preis auf über 110 Dollar geschossen, nachdem der Iran begonnen hatte, die strategisch bedeutsame Straße von Hormus zu blockieren.

Doch die Ernüchterung folgte prompt. Als sich abzeichnete, dass die Waffenruhe möglicherweise nicht das Papier wert ist, auf dem sie geschrieben steht, kletterte der Ölpreis am Donnerstag erneut über 100 Dollar. Ein Warnsignal, das niemand ignorieren sollte. Denn obwohl der Iran erklärte, Schiffe dürften die Meerenge passieren – sofern sie sich mit dem iranischen Militär abstimmten –, hatte bis Donnerstagmorgen laut Daten des Schiffsverfolgungsunternehmens Kpler kein einziger Öl- oder Gastanker die Passage seit Inkrafttreten der Waffenruhe durchquert. Die Straße von Hormus bleibt de facto blockiert.

Für die deutsche Wirtschaft, die ohnehin unter den Folgen jahrelanger energiepolitischer Fehlentscheidungen ächzt, sind das keine guten Nachrichten. Die Energiepreise dürften weiter steigen, die Inflation wird angeheizt, und der Bürger zahlt die Zeche – wie immer.

Die NATO zwischen Lippenbekenntnissen und stillem Gehorsam

Besonders aufschlussreich ist die Rolle der NATO in diesem Konflikt. Offiziell äußerten sich zahlreiche Mitgliedstaaten ablehnend zum Krieg. In der Praxis jedoch stellten sie den US-Streitkräften bereitwillig ihre Stützpunkte zur Verfügung. Selbst das neutrale Österreich, das US-Flugzeugen offiziell die Überflugrechte verweigerte, gewährte konkreten Maschinen den Überflug „anstandslos". Man könnte es Heuchelei nennen. Oder Realpolitik. Je nach Perspektive.

NATO-Generalsekretär Mark Rutte traf sich am Mittwoch mit Präsident Trump im Weißen Haus. Was hinter verschlossenen Türen besprochen wurde, blieb geheim. Trumps anschließende Reaktion sprach allerdings Bände. Auf seiner privaten Website schrieb er in gewohnt unverblümter Manier:

„Die Nato war nicht da, als wir sie brauchten und sie wird auch nicht da sein, falls wir sie wieder brauchen. Erinnert euch an Grönland, dieses große, schlecht geführte Stück Eis."

Washington erwäge laut einem Bericht des Wall Street Journal sogar einen Truppenabzug aus Ländern, die die US-Offensive gegen den Iran nicht unterstützt hätten. Doch dahinter dürfte weniger Bestrafungsabsicht stecken als vielmehr das nüchterne Kalkül, mehr Soldaten für den Iran-Krieg mobilisieren zu müssen.

Bundeskanzler Merz vollzieht Kehrtwende

Und Deutschland? Bundeskanzler Friedrich Merz, der im Wahlkampf noch eine besonnene Außenpolitik versprach, hat bereits eine bemerkenswerte Kehrtwende vollzogen und sich zum „Schutz der Schifffahrt" in der Straße von Hormus bereit erklärt. Was harmlos klingt, bedeutet in der Konsequenz nichts anderes als den Einsatz der Bundeswehr in einem der gefährlichsten Gewässer der Welt. Einer Bundeswehr wohlgemerkt, die seit Jahren kaputtgespart wurde und deren Einsatzbereitschaft selbst wohlwollende Beobachter als „mangelhaft" bezeichnen würden.

Man fragt sich unweigerlich: Hat die neue Große Koalition aus CDU und SPD aus den Fehlern der Vergangenheit nichts gelernt? Erst das 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen, das kommende Generationen mit Schulden belastet, und nun die schleichende Verwicklung in einen Krieg, der Deutschland nichts angeht? Der deutsche Steuerzahler darf einmal mehr die Rechnung begleichen – für eine Politik, die nicht seinen Interessen dient.

Der Elefant im Raum: China

Die vielleicht größte Unbekannte in diesem geopolitischen Schachspiel bleibt China. Peking hat über seine Belt-and-Road-Initiative Milliarden in den Aufbau der iranischen Infrastruktur investiert. Deren systematische Zerstörung durch amerikanische und israelische Bomben kann die chinesische Führung nicht tatenlos hinnehmen. Noch setzt Peking auf Diplomatie, mahnt Teheran zur Mäßigung und sucht den direkten Draht zu Trump. Ein Besuch des amerikanischen Präsidenten bei Staatschef Xi Jinping war für Ende April geplant, wurde wegen des Krieges jedoch bereits einmal verschoben.

Die entscheidende Frage lautet: Wie lange wird sich China mit der Rolle des stillen Beobachters begnügen? Sollte Peking aktiv in den Konflikt eingreifen – sei es durch Waffenlieferungen, wirtschaftliche Gegenmaßnahmen oder gar militärische Unterstützung –, würde sich die gesamte Dynamik des Krieges grundlegend verändern. Dann stünde die Welt nicht mehr vor einem regionalen Konflikt, sondern vor einer Konfrontation zwischen den beiden größten Wirtschafts- und Militärmächten des Planeten.

Ein gefährliches Spiel mit dem Feuer

Trumps Drohung, die Kämpfe würden „größer, besser und stärker als je zuvor" wieder aufgenommen, sollte die Waffenruhe scheitern, lässt wenig Raum für Optimismus. Gleichzeitig steht Israels Ministerpräsident Netanjahu unter massivem innenpolitischem Druck. Selbst liberale israelische Medien warnen, ein Ende des Krieges würde den Iran stärken. In einer Videobotschaft erklärte Netanjahu, Israel habe „noch weitere Ziele zu erreichen".

Was wir derzeit erleben, ist kein Friedensprozess. Es ist ein gefährliches Spiel mit dem Feuer, bei dem jede Seite die Waffenruhe als willkommene Atempause nutzt, um sich für die nächste Runde zu rüsten. Die Golfstaaten, die während des Krieges nahezu täglich Raketen- und Drohnenangriffe abwehren mussten, genießen zwar einen Moment der Ruhe. Doch niemand glaubt ernsthaft, dass dieser von Dauer sein wird.

Für den deutschen Bürger bedeutet diese Entwicklung vor allem eines: steigende Energiepreise, wachsende wirtschaftliche Unsicherheit und die schleichende Gefahr, in einen Konflikt hineingezogen zu werden, der Tausende Kilometer entfernt tobt. In Zeiten wie diesen erweist sich einmal mehr, dass physische Edelmetalle wie Gold und Silber als krisensichere Wertanlage unverzichtbar sind. Während Papierwerte und Ölpreise wild schwanken, bieten Edelmetalle jene Stabilität, die in einer zunehmend instabilen Welt dringend benötigt wird.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf eigener, sorgfältiger Recherche basieren. Wir übernehmen keine Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Artikels getroffen werden.

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