
Brüsseler Energie-Ideologie: EU besiegelt teuren Abschied vom russischen Gas

Es ist vollbracht. Die Europäische Union hat sich endgültig dazu entschlossen, den Bürgern das günstige russische Gas zu verwehren – koste es, was es wolle. Mit 24 von 27 Stimmen beschlossen die EU-Staaten in Brüssel den vollständigen Importstopp für russisches Gas bis spätestens Ende 2027. Ein Beschluss, der die ohnehin gebeutelten europäischen Verbraucher noch tiefer in die Tasche greifen lassen dürfte.
Die Beschwichtigungen aus Brüssel klingen hohl
Die EU-Kommission versucht zu beruhigen: Auf dem Weltmarkt gebe es genügend andere Anbieter, Verbraucher müssten sich keine großen Sorgen über steigende Gaspreise machen. Doch wer die Entwicklung der Energiepreise in den vergangenen Jahren verfolgt hat, weiß, wie wenig solche Beteuerungen wert sind. Die Realität spricht eine andere Sprache – allein in den letzten Wochen schoss der Gaspreis um 46 Prozent in die Höhe.
Die neue Verordnung geht dabei weit über die bereits bestehenden Sanktionen hinaus. Während diese alle sechs Monate verlängert werden müssen, gelten die nun beschlossenen Einfuhrverbote dauerhaft. Ein rechtlicher Rahmen, der die ideologische Abkopplung von russischen Energieträgern in Stein meißelt – ungeachtet der wirtschaftlichen Konsequenzen für die europäische Industrie und die Bürger.
Die Zahlen entlarven die Scheinheiligkeit
Besonders pikant: Trotz aller moralischen Empörung über den Ukraine-Krieg importierte die EU im ersten Halbjahr 2025 noch Flüssigerdgas im Wert von fast 4,5 Milliarden Euro aus Russland. Im gesamten Jahr 2024 waren es sogar 15,6 Milliarden Euro für natürliches und verarbeitetes Gas. Die Alternative? Amerikanisches Gas für 19,1 Milliarden Euro – deutlich teurer und mit fragwürdiger Klimabilanz durch den Transport über den Atlantik.
Die sogenannte Sicherheitsklausel in der Verordnung wirkt dabei wie ein Feigenblatt. Nur wenn ein Mitgliedstaat den Notstand ausruft, dürfen zeitlich begrenzte Lieferungen erfolgen. Eine bürokratische Hürde, die im Ernstfall wertvolle Zeit kosten könnte.
Deutschland zahlt den höchsten Preis
Für Deutschland, dessen Wirtschaft jahrzehntelang von günstigem russischem Gas profitierte, bedeutet dieser Beschluss einen weiteren Sargnagel für die industrielle Wettbewerbsfähigkeit. Die Umstellung auf teurere Alternativen belastet nicht nur die Unternehmen, sondern letztlich jeden einzelnen Haushalt. Während die Politik von Versorgungssicherheit spricht, müssen die Bürger die Zeche zahlen.
Die Ironie dabei: Trotz des massiven Ausbaus erneuerbarer Energien erreicht die Verstromung von Erdgas derzeit Rekordwerte. Die Energiewende, die uns unabhängig machen sollte, macht uns nur abhängig von anderen – teureren – Lieferanten. Ein Treppenwitz der Geschichte, der den deutschen Steuerzahler teuer zu stehen kommt.
In Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit und steigender Energiekosten erweisen sich physische Edelmetalle wie Gold und Silber einmal mehr als verlässlicher Wertspeicher zur Vermögenssicherung.

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